Geschaffen nach dem Bilde Gottes als Mann und Frau


Laut Religionsuntericht ist Gott der Schöpfer, der das ganze Universum und uns Menschen erschaffen hat. Gott, so sagt man,  ist definitiv das größte, mächtigste und weiseste Wesen. Aber er ist nicht nur allmächtig und allwissend sondern auch interessiert an unserem Geschick. Wir Menschen sind laut Bibel nicht nur Gottes Kinder sondern dessen Erben und potentiell selbst Götter. Das wäre schon ein sehr interessanter Hinweis:

Psalm 82,6 Wohl sprach ich: Götter seid ihr geheißen, und Söhne des Höchsten ihr alle.
und
Joh 10,34   Jesus antwortete ihnen: "Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: 'Ich habe gesagt: Götter seid ihr'?

Wenn wir nach der Konzilsaussage von Nicäa davon ausgehen, daß Gott keine äußere materielle Person ist sondern immaterieller Geist, so bedeutet das, daß unser Geist göttlicher Natur und Herkunft ist und wir ihn mit Gott gemeinsam haben. Auch unseren Geist sehen wir nicht, aber wir sprechen auch von ihm wie ganz selbstverständlich.

Schlagen wir weiter nach...
Thora, Bibel und Koran enthalten Geschichten, die gleichermaßen bei Juden, Christen und Muslimen gelten und tatsächlich einige Hinweise auf  Gottes Aussehen geben.  Da heißt es ganz am Anfang der Bibel in der Genesis  klipp und klar, daß wir Menschen nach seinem Bilde geschaffen wurden, und zwar  als Mann und Frau:

Gen 1,26-27 Nun sprach Gott: "Lasst UNS den Menschen machen nach unserem Bilde, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels, über das Vieh und über alles Wild des Feldes und über alles Gewürm, das auf dem Erdboden kriecht!" Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, nach dem Bilde Gottes schuf er ihn, als MANN und FRAU schuf er sie.
 
Eine sehr bemerkenswerte Bibelstelle! Danach ist Gott nicht Einer sondern Zwei.  Mann und Frau sind die sichtbaren Abbilder des unsichtbaren Gottes bzw. von Gottvater und der Muttergottheit.  Wenn man bedenkt, was Jesus noch sagte, nämlich: "Wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat "(Joh 12,45), "...den Vater"(Joh 12, 49)  und wer weiter weiß, daß Jesus wie jeder fromme Mensch zu Gott betete, z.B. auf Gethsemane, der kann nun auch begreifen, daß Jesus ein Mensch war und Gott ein Geist ist, der in jedem Menschen wohnt und  auch durch ihn und mit ihm im Geiste wirken kann.  Lieben wir nach Gottes Willen unsere Mitmenschen, helfen ihnen und tun ihnen Gutes,  so lieben wir auch Gott. Und wer Gott liebt, in dem ist Gott. Dann tun wir dann Gutes für uns, denn Gottes Geist wohnt  dann in uns ebenso wie in Jesus und jedem, der Gott liebt und Gutes tut. Er verbindet alle durch den Heiligen Geist. Wir bilden damit eine göttliche Familie.

Jeder Mann ist ein Sohn Gottes, jede Frau eine Tochter der Gottheit.  Analog dazu  kann man von Gottvater und Muttergottheit sprechen.  Im Original heißt es in der Schöpfungsgeschichte bei Genesis 1, 26-27  auch nicht "Vater", "Gott"  oder "Lord"(englisch)  sondern "ELOHIM".  Das Wort "ELOHIM"  ist die Mehrzahl von "ALH" ( "Göttin",gesprochen "ELOH"), genau gesagt die Verbindung vom männlichen  Gott IL (bzw.  EL) und weiblicher Göttin ALH, was sich in der männlichen Mehrzahlendung "IM" ausdrückt.. Eine männlich gemachte Gottheit oder eine mit ihrem Mann verbundene Göttin. So sind die ELOHIM das göttliche Schöpferpaar.  Damit soll hier gesagt sein, daß der Geist Gottes weibliche wie männliche Aspekte besitzt. Erinnert wird man an die Yin-Yang-Einheit.

Nur der Vollständigkeit halber soll gesagt werden, daß auch in der zweiten, späteren Erschaffung des Menschen ein Mann und eine Frau erschaffen wurden, wenngleich es nur ein Bildnis ist, wenn gesagt wird, daß aus Adams Rippe die Eva entstand. Der Adam war vorher ein Hermaphrodit,  weder Mann noch Frau. Die Rippe aber symbolisiert das, was sie schützt: Das Herz und das Gefühl, wohingegen der Kopf den Verstand bedeutet. Eva heißt  die "Mutter des Lebens". 

Juden, Christen und Muslime kennen nur einen männlichen Gott, den "Herrn" oder "Herrgott" oder "Vater". Vor der Zeit der Könige gab es aber auch im Judentum wie in allen anderen alten Religionen ein Götterpaar. Das ist verständlich. Unsere Kinder brauchen ja auch Mutter und Vater zu ihrer Entstehung und es heißt: "Wie oben so unten!" Fragt sich nur, warum unsere Religionslehrer nicht auf so etwas eingehen wollen. War die Einführung des Monotheismus der Grund dafür, der festlegte: Gott kann nur ein Mann sein?! Damals entstand das Patriarchat und das blieb Christenheit und Islam erhalten. "Elohim" wurde bei den Übersetzungen der Bibeltexte gekürzt zu  "Gott".  Doch die Mehrzahl ("uns") steht wie gesagt immer noch im Text und Gott ist da definitiv nicht Einer sondern Zwei: Ein Mann und eine Frau. Deutlicher kann man es nicht sagen. Geistlich wertvolle Schriften wollen, daß man darüber nachdenkt. Sie bewirken freilich auch, daß man das echte unendliche, grenzenlose Geistwesen Gottes, das man sich gar nicht vorstellen kann, personifiziert. Das sind nötige Hilfsmittel, denn ein Mensch benötigt für alles, worüber er spricht eine Vorstellung, möglichst in Wort und Bild und überträgt geistige Größen gern in seine materielle Welt. Schnell wurden in der Antike  mächtige Personen wie Pharaonen und Könige, ja Herrscher mitsamt ihren Familien zu Göttern erhoben und als solche verehrt. Daraus entstanden dann eine Menge falscher Götter, Mythen, Sagen und Märchen. Hier bewahrheitet sich wieder das Schlagwort: Wie oben so unten. Die Qualität ist freilich anders, aber immerhin entsprechend ähnlich.
So korreliert die Bibel mit sumerischen Überlieferungen, die aufzeigen, wie vor Jahrtausenden ganze Herrscherdynastien als  Götter verehrt wurden. Inzwischen bringt man sogar Bibelstellen mit außerirdischen "Kulturbringern" in Verbindung. Laut Zecharia Sitchins Übersetzungen der sumerischen Keilschrifttafeln wurden affenartige Vorfahren des Menschen mit Genen von Außerirdischen "veredelt", um irdische kommunikationsfähige Arbeiterrassen zu schaffen.(Sitchin: 1920-2010, Bestseller-Autor in USA, Experte für sumerische Keilschriften, Altertumsforscher )...   Interplanetarier, Anunnaki genannt, schufen den homo sapiens mittels Genmanipulation aus einer primitiven menschlichen Rasse, die nach Sitchin noch in den Bäumen lebte, und bildeten nachfolgende Generationen kulturell und technisch aus, was zu der erstaunlichen Hochkultur der Sumerer führte. Die ursprüngliche primitive Menschenrasse wurde angeblich veredelt mit Genen hochentwickelter Intelligenzen, die die Erde besuchten.. Auch die Bibel gibt diesbezügliche Hinweise. Da gibt es erstaunliche Geschichten, die auf Götter oder Außerirdische bzw. uns Menschen überlegene Rassen hinweisen.  Hesekiel sieht Gott und beschreibt ihn, wie er in einer kristallenen Kuppel eines Fluggerätes sitzt und "wie ein Mensch" aussieht (Ezechiel 1,26). Auch erzählt die Bibel von Gottessöhnen, denen auffiel, daß die Menschentöchter zu ihnen passten.  Sie nahmen sich dann alle, die ihnen gefielen - sicher ohne viel fragen zu müssen. Daraus entstanden "Riesen" und die "Helden der Vorzeit", die Nephilim und Anakiter...   Man kann sich vorstellen, daß die technisch hochentwickelten Anunnaki als Götter verehrt wurden. Sie konnten fliegen, kamen von den Sternen, vom Himmel. Ähnliches geschah später bei Columbus. Er und seine Mannschaft wurden von den Indianern als Götter angesehen und als solche auch empfangen, als sie in ihren glänzenden Rüstungen über das Meer kamen.  Man betete sie an und brachte Geschenke wie Gold, Silber, Edelsteine und  Jungfrauen.

Gen. 6, 1-4: Als die Menschen anfingen, sich auf der Erde zu vermehren, und ihnen Töchter geboren wurden, sahen die Gottessöhne, dass die Menschentöchter zu ihnen passten, und sie nahmen sich Frauen aus allen, die ihnen gefielen.....  Die Nephilim lebten damals auf Erden [und auch später noch], als die Gottessöhne mit den Menschentöchtern verkehrten und diese ihnen Kinder gebaren, jene Helden, der Vorzeit, die berühmten.

 4.Mose13, 33: Sogar die Riesen haben wir dort gesehen - die Anakiter gehören nämlich zu den Riesen. Wir kamen uns selbst klein wie Heuschrecken vor und auch ihnen erschienen wir so.

Ob man nun an Außerirdische glaubt oder nicht, obige Stellen klingen auf alle Fälle nach fremden Kulturbringern und überlegenen Rassen, woher auch immer. Vom Planeten Nibiru kamen sie, so übersetzte Sitchin. Immerhin wäre damit die erstaunliche Hochkultur der Sumerer erklärbar, die erste uns gut bekannte und historisch dokumentierte auf Erden. Ziemlich plötzlich entstanden da um 3800 v.Chr. Städte mit Infrastruktur, Kanälen, Parkanlagen, Schulen, Palästen, medizinischen Einrichtungen, und auch die Hochseeschifffahrt. Frauen trugen modische Kleider und Frisuren.  Die Herkunft der Sumerer ist offiziell immer noch unbekannt und ihre Sprache ist mit keiner anderen der Erde verwandt. Es ist eine "isolierte Sprache". Die fremden Herrscher wurden als Götter verehrt, aber diese als Götter verehrten Fremden hatten natürlich nichts mit jenem Gott gemeinsam, über den wir hier in dieser Webpräsenz berichten. Denn sie vergewaltigten Frauen, forderten Opfergaben, Essen und Edelmetalle und führten ein strenges Regiment über Jahrtausende, bis sie plötzlich wieder verschwanden. Bezog sich Jesus im Neuen Testament der Bibel auf diese wilden alttestamentarischen Gottessöhne und deren Vater,  als er ungerechten herrschsüchtigen Tempelpriestern einmal vorwarf, daß Ihr Gott der Teufel sei?

Joh 8,44: Ihr habt den Teufel zum Vater und wollt die Gelüste eures Vaters tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, weil Wahrheit in ihm nicht ist. Wenn er die Lüge redet, dann redet er aus seinem Eigenen, weil er ein Lügner ist und der Vater der Lüge.

Bleiben wir  nun bei dem Gott, den Jesus lehrt. Er spricht von einem liebenden gütigen Vater im Himmel, einem Geist, einem Heiligen Geist, der in ihm wirkt:

Joh 14,9-10: Jesus sagt zu ihm: "Schon so lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: 'Zeige uns den Vater'? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir aus. Der Vater, der in mir bleibt, tut seine Werke.

Hier erkennen wir, daß Jesus von einem unsichtbaren Gott in sich spricht, eben jenem grenzenlosen Geist Gottes, den wir meinen. Dieser ist mit Jesus, spricht und handelt durch ihn. Dieser Gottgeist ist zugleich überall, so daß Jesus ganz richtig auch sagen kann, daß er in Gott ist. Wir sind es auch...  Die mediale Gabe des Gotthörens oder auch -sehens in einer Vision beanspruchten damals Priester und "Heilige", die Apostel und so manche fromme Seele bis zum heutigen Tag. Manche sprechen und hören angeblich Maria, Jesus und Erzengel.  Aber welche "Geister" oder wessen Gedanken nun wirklich dahinter stecken, kann niemand wirklich wissen. Die Amtskirche reagiert meist ablehnend, wenn heutzutage jemand vorgibt, mit Gottvater, Jesus, Maria oder Engeln in Verbindung zu stehen. Böse Besessenheit ist für sie bekannter. Warum?  Sie kommt häufig vor und äußert sich meist auffallend und sehr negativ. Die Kirche sieht es als ihre Aufgabe an, diese bösen Geister mit ihren Exorzisten auszutreiben. Einen heiligen Gottesmann akzeptiert die Kirche weniger, denn sie geht davon aus, daß mit der Bibel alles abgeschlossen sei, die Bibel das einzige Wort Gottes sei.  Außerdem müßte sie einen Gottesmann heiligen, ehren und u. U. sogar gehorchen. Jetzt in der Endzeit soll Jesus wiederkommen.  Käme aber heute Jesus wieder, so würde er höchstwahrscheinlich erneut gekreuzigt werden von der Obrigkeit - auf moderne Art freilich. Denn die Kirche kann nur einen Jesus gebrauchen, der in ihr herrschsüchtiges Konzept passt. Den echten Christus würde sie nicht akzeptieren, ihm schon gar nicht gehorchen. Das prophezeite Jesus selbst im Gleichnis von den bösen Winzern (Lukas 20,9-19), in dem die Weinbergsarbeiter (Priester) die Boten des Weinbergsbesitzers (Gott) verprügelten. Schließlich schickte der Herr (Gott) seinen Sohn (Christus) selbst:

Lk 20,14-16:
Als ihn aber die Winzer sahen, überlegten sie miteinander und sagten: 'Das ist der Erbe; wir wollen ihn töten, damit das Erbe unser werde.' Sie warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und töteten ihn.
Was nun wird der Herr des Weinberges ihnen tun? Er wird kommen und diese Winzer zugrunde richten und den Weinberg anderen geben."
 (Mit den Winzern sind die Priester und Pharisäer bzw. die Kirche insgesamt gemeint.)

Für das Aussehen Gottes kommen nun nach all dem Gesagten zwei Möglichkeiten in Betracht: Einmal  die alttestamentarischen Darstellungen in der Genesis, wo die ELOHIM den Menschen nach ihrem Bilde schufen, und zum anderen die neutestamentarische Darstellung, daß Gott-Vater und Jesus quasi identisch seien. - Bei beiden Versionen gibt es Ansatzpunkte zur Kritik. Erste Darstellung sagt, daß Gott wie wir Menschen aussehen und Mann und Frau seien. Zweite Darstellung sagt, daß Jesus wie Gott aussieht bzw. wie der Vater. Die Kirche lehrt inzwischen sogar, Jesus sei der Vater vollkommen selbst. Jesus sagt in der Bibel jedoch nirgends wörtlich, daß er Gott ist, sondern daß er Gottes Sohn sei und daß wir alle Götter seien, siehe Johannes 10,34, Psalmen 82,6 und Jesaja 41,23.  Jesus verdeutlichte, daß Gott, sein und unser aller gütiger Vater im Himmel, zu dem er als Mensch Jesus auch betete, durch ihn wirke und spreche. Somit ist Gott der Herr nicht der Mensch Jesus sondern vor allem der Geist, der durch Jesus zu den Menschen sprach und sie lehrte. Jesus war ein Gottesmedium (Medium = Mittler), ein  Mensch mit Gott im Herzen.  Darin sollen wir ihm nachfolgen!
      
Im anderen Fall sind da die ELOHIM. Die Nähe zu den Kulturbringern ist verdächtig, insbesondere wenn man die sumerischen Schriften und Sitchins Übersetzungen zu Rate zieht oder gar die moderne Rael-Bewegung, die 1973 gegründet wurde. Nach den sumerischen Lehren waren die Elohim Außerirdische, die die Gentechnik beherrschten und aus affenartigen Hominiden "nach ihrem Abbild", sprich "ihren Genen", eine Arbeiterrasse züchteten, die zu sein wir die Ehre haben. Somit waren sie tatsächlich unsere Schöpfer, unsere genetischen Schöpfer und einen Grund gab es auch für diese Schöpfung. .... Die Anunaki brauchten laut sumerischer Überlieferung Gold für ihren Planeten Nibiru, der in einer extrem riesigen Ellipse unsere Sonne umkreisen soll. Menschen schufteten für die Anunnaki auf und unter der Erde. Bei der Gelegenheit sollte man sich übrigens auch einmal fragen, wo das viele Gold ist, das schon über Jahrtausende in aller Welt abgebaut, geschürft, gesammelt wird. Angeblich sollen bislang weltweit nur 200 000 Tonnen Gold gefördert worden sein. Zur Zeit kommen jährlich 3000 Tonnen hinzu. Da es gesammelt und sicher aufbewahrt wird seit Menschengedenken und es auch nicht rostet, müssten sich inzwischen Berge von Gold angesammelt haben. Es muß irgendwo in Mengen sein. Vielleicht wurde es wirklich den Anunnaki abgeliefert.  Nach Aussage der modernen jüdischen Raëlisten-Sekte waren und sind die  Elohim bzw. Jahwe Raumfahrer, die damals wie heute in den UFOs uns beehren. Sie lehren, daß sie unsere genetischen Schöpfer seien und daß es weder Seele noch einen immateriellen Gott gäbe. Allerdings suchen sie selbst nach einem großen Schöpfer-Wesen und wollen mit ihm kommunizieren. So lehrt es Rael.  Sie vermuten, die Sterne und Planeten seien Zellen dieses Wesens.   

Den Geist hinter Christus kann man eher als göttlichen Geist annehmen. Doch warum soll Gott denn nur väterliche und nicht auch mütterliche Qualitäten besitzen? Die Juden etablierten unter David den Monotheismus, der danach den Christen und den Muslimen erhalten blieb. Daß Gott nur ein Mann, "Herr" und "Lord" ist, ist doch schwer zu glauben. Jesus lehrte was ganz anderes in den Nag Hammadi Schriften. Doch in der Bibel ist seine Lehre dem römischen Patriarchat angepasst und weitgehend verfälscht worden, siehe Kirchenvater Hieronymus. Jesus hatte viele Jüngerinnen, was sich damals für einen jüdischen Rabbi nicht ziemte, und wovon man auch heute selten hört. Bei der Kreuzigung waren sie jedenfalls anwesend sogar laut Bibel:

Matthäus 27, 55-56:  Es sahen aber dort viele Frauen von ferne zu, solche, die Jesus von Galiläa her nachgefolgt waren, um ihm zu dienen. Unter ihnen war Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus und Josef, und die Mutter der Zebedäussöhne.

Von den männlichen Jüngern Jesu soll dagegen nur Johannes bei der Kreuzigung dabei gewesen sein. Warum, muß man sich fragen, war Jesus bei den Frauen damals so beliebt? In den frühchristlichen Nag Hammadi Texten wird Maria Magdalena sogar  als Jesu Geliebte beschrieben, wohlhabend und von hoher Herkunft, Jesu Mission unterstützend.

Philippusevangelium (NHC II,3), Spruch 55: ...Und die Gefährtin von Christus ist Maria Magdalena. Der liebte sie mehr als [alle] (anderen) Jünger, und er küßte sie oft auf ihren [Mund]. Die übrigen [Jünger]  sagten zu ihm: ,,Weshalb liebst du sie mehr als uns alle?" Es antwortete der Erlöser, er sprach zu ihnen: ,,Weshalb liebe ich euch nicht so wie sie?"

Wenn man überdies bedenkt, daß der Auferstandene zuerst einer Frau erschien, so ist es durchaus glaubwürdig, daß Jesus kein Patriarch war und vieles seiner kinder- und frauenfreundlichen Lehren nicht in den Evangelien der Bibel aufgenommen wurde, weil es  der damaligen patriarchaischen Gesellschaftsstruktur zuwider war. Für Verfälschung des Evangeliums und der Bibel an sich spricht auch folgendes:  Papst Damasius I. erteilte  dem Kirchenvater Hieronymus (347-419) den Auftrag, die Bibel im Sinne Roms herzustellen. Vorhandene bekannte Evangelien wurden an zahlreichen Stellen verändert und Hieronymus bekannte :

Wird sich auch nur einer finden, sei er gelehrt oder ungelehrt, der mich nicht lauthals einen Fälscher und Religionsfrevler schilt, weil ich die Kühnheit besaß, einiges in den alten Büchern zuzufügen, abzuändern oder zu verbessern, sobald er diesen Band [die Überarbeitung der Evangelien] in die Hand nimmt?"

Hieronymus entschuldigte sich damit, daß er im Auftrag seines Bischofs so zu handeln  gezwungen war. Wo aber Hieronymus  noch die Göttin Aschera beließ, da eliminierte Luther sie vollends. Überall, wo in den Büchern der Bibel noch die Göttin genannt wurde, löschte er den Namen oder ersetzte ihn. Luther setzte das Wort "Hain" dafür ein. In 2. Kön. 13,6 steht somit "Auch blieb stehen der Hain zu Samaria." Die später revidierte Lutherfassung unserer Zeit korrigiert das und die Göttin wird wieder genannt: "Auch blieb die Aschera zu Samaria stehen."

Nach all dem Gesagten sollte man nun gegenüber "Heiligen Schriften" etwas mißtrauischer sein und dafür auch sogenannte verworfene Evangelien und die  wiedergefundenen Schriften Nag Hammadis beachten.  Letztere sind Bücher in koptischer Sprache, die von Bauern der Gegend Nag Hammadis in Ägypten 1945 zufällig ausgegraben wurden.  Es sollen die ältesten gebundenen Bücher der Welt sein.  Nach Meinung von Wissenschaftlern entstanden die Texte darin im 1. Jahrhundert, also im gleichen Jahrhundert, in dem  Jesus starb, und im direkt darauf folgenden 2. Jahrhundert.   Damit ist eine sehr große Nähe zu Jesu Lebenszeit gegeben. Man kann davon ausgehen, daß sie  historisch richtig berichten, richtiger jedenfalls als Matthäus, Markus und  Lukas in der später entstandenen Bibel. Denn 2007  bemerkte Papst Benedikt XVI. in seiner  Abendmahls-Messe, daß  über das Abendmahl nur Johannes historisch richtig berichtet, nicht aber die Evangelien des Matthäus, Markus und Lukas. So opferte Jesus kein Lamm und aß auch keins. Genau an dem Tag, an dem die Juden ihre Abendmahls-Lämmer schlachteten, wurde  Jesus als "Lamm Gottes"  ans Kreuz genagelt.  Mit dieser Richtigstellung  fällt übrigens auch noch die einzige Bibel-Stelle weg, in der Jesus Fleisch aß. Mehr dazu in der Abendmahlsmesse.

Die von Rom nicht zensierten Schriften Nag Hammadis versteckte man im 4. Jahrhundert nach Christi Geburt in Ägypten. So entgingen sie der Vernichtung durch Rom und überdauerten die Zeiten. Erst 1600 Jahre später entdeckte sie ein Bauer.  Es ist  kennzeichnend, daß wieder einmal Ägypten das christliche Gut vor irdischer Macht schützte. Das erste Mal suchte bekanntlich die Heilige Familie in Ägypten Schutz vor Herodes und blieb da längere Zeit. Ansonsten weiß die  Bibel nur sehr wenig über Jesu Leben zu berichten, nur ca. 10 Prozent seiner angenommenen Lebenszeit von über 30 Jahren. Zu wenig für eine derartige Persönlichkeit! Weder Geburtsjahr noch Herkunft sind bekannt. Historiker der damaligen Zeit kennen den Jesus der Bibel erstaunlicherweise nicht. Der Schweizer Schriftsteller und Historiker Roman Odermatt weiß warum. Er will herausgefunden haben, daß "Jesus" ein Enkel der berühmten Kleopatra war und Ptolemaeus hieß. Sein Vater soll Juba II., der König von Mauretanien und Numidien, gewesen sein.  Odermatt ist überzeugt, den historischen Jesus gefunden zu haben, belegt seine Behauptungen gründlich  und schließt damit eine wichtige historische Lücke. Bei einer königlichen Abstammung Jesu würde man  tatsächlich verstehen, warum die "Heiligen drei Könige" schon im Jesus-Baby den König der Juden priesen und man  würde auch begreifen, warum Herodes diesem sogleich nach dem Leben trachtete. Selbst die Jungfrauengeburt wäre erklärbar. Denn laut Philon von Alexandria (15 v.Chr. bis 40 n.Chr.) ließ man die gewöhnlichen  Menschen damals glauben, daß Patriarchenfrauen unabhängig von Alter und Kinderzahl stets "Jungfrauen" blieben, weil sie  ihre Nachkommen nicht durch Geschlechtsverkehr mit irdischen Männern, sondern allein von Gott empfingen. Damit waren auch automatisch die Söhne eines Monarchen oder auch der Kleopatra Selene (Tochter der großen Kleopatra)  Göttersöhne. Jesus alias Ptolemaeus (Odermatt) war demnach auch ein "Sohn Gottes" mit rechtmäßigen Anspruch auf den Königsthron, was allerdings die damalige Weltmacht nicht zuließ. Sie beherrschte die Völker rund um das Mittelmeer einschließlich Ägypten. Dieses war die Kornkammer Roms. "Bethlehem" heißt übrigens auch "Haus des Brotes".  Vielfach wünschten sich die Menschen einen Erlöser vom  harten römischen Joch. Mehr dazu in Roman Odermatts Werken..

Die Nag Hammadi Schriften  wurden in Ägypten erst versteckt, nachdem 325 das Konzil zu Nicäa  Jesus als wesensgleich mit Gott definierte. Abweichende Auslegungen von dieser Doktrin galten fortan als häretisch und  der  Besitz solcher Schriften wurde mit der Todesstrafe belegt! Auf das Bild Gottes hatte das Konzil richtungsweisende Auswirkung. Auch wenn Konstantin I. nach dem Konzilsbeschluß betonte, daß die Wesensgleichheit natürlich nicht körperlich gemeint sei, sondern geistig, so glaubte seit damals dennoch die Mehrheit der gläubigen Christen - heute immer noch! - daß Jesus Gott ist und Gott demnach die Person Jesus gewesen sei.  Das ist natürlich sehr simpel gedacht und passt nicht zum überlieferten Evangelium. Der Mensch Jesus betete doch zu Gott und kann deswegen nicht selbst Gott sein: 

Lukas 22,41-44: Und er (Jesus) trennte sich von ihnen etwa einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete: "Vater, wenn du willst, lass diesen Kelch an mir vorübergehen. Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe." Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. Und als er in Angst geriet, betete er noch inständiger. Und sein Schweiß wurde wie Tropfen Blutes, die auf die Erde niederrannen.

Jesus betet hier: "Nicht mein, sondern dein Wille geschehe", und einen Engel schickte ihm da Gott zur Stärkung, nicht er sich selbst.  Natürlich kann auch das eine falsche Berichterstattung sein, aber an was in der Bibel soll man sich denn dann noch halten?  Mit dem Bild Gottes nach Jesu Aussehen tut es sich jedenfalls so  nicht. Jesus war ein Mensch, der zu Gott betete, Angst hatte und gekreuzigt wurde - laut Aussage der Bibel. Kaiser Konstantin I., der im Konzil zu Nizäa die wichtigste Stimme besaß,  glaubte übrigens bis zu seiner Todesstunde an den Sonnengott. Sehr  merkwürdig! Der Kaiser wollte mit dem Konzil den Glaubensstreit der Christen  in seinem Reich beenden  und Einigkeit darüber herstellen, ob Jesus Gott sei oder nicht (Arianischer Streit).  Es gelang ihm nicht und bis heute ist man sich in den christlichen Kirchen uneins in der Wesensgleichheit und der Trinität. Zwei, drei getrennte Personen, Wesensgleichheit von Jesus und Vater, und dennoch ein Gott - das versteht bis heute kaum einer! Streit, Aufspaltungen der christlichen Kirche und Sektenbildungen waren die unrühmliche Folge. Immerhin verstand Rom damals aus dem Glauben der Menschen Vorteile zu ziehen. Rom konnte den Glauben an Jesus Christus nicht mehr verbieten, änderte aber dessen Lehre um in eine für die Herrscher in Rom günstige  und bildete daraus die Staats-Religion. Und Rom wurde zum religiösen und militärischen Machtzentrum für lange Zeit.  Eine einheitliche Staatsreligion war wichtige Voraussetzung, um so viele verschiedene Völker zu beherrschen. Alle sollten nach Rom blicken, um von dort zu erfahren, was Gott wolle.

Die politisch orientierte Erstellung der Bibel im Sinne Roms weit über dreihundert Jahre nach Jesu Tod lassen das Neue Testament als wenig glaubwürdig erscheinen, allein schon nach all dem was Hieronymus berichtete und Papst Benedikt XVI. feststellte. Aber auch das Alte Testament mit den Heiligen Schriften der Juden ist laut Historikern und Archäologen der Universität Tel Aviv  mehr Dichtung als Wahrheit. Israel Finkelstein verkündete als Direktor des Archäologischen Instituts der Universität von Tel Aviv nach Jahrzehnten intensiven Forschens, daß viele biblische Geschichten wohl erfunden seien wie die Sage vom gehörnten Siegfried ( "Keine Posaunen vor Jericho", dtv 2004 ). - Erstaunliche Äußerungen aus Israel!

Wenn wir immer mehr davon ausgehen müssen, daß die offiziellen Heiligen Schriften der Juden, Christen und Muslime nicht  wirklich das Wort Gottes oder seinen Willen wiedergeben,  weil sie stets an die Großmacht-Interessen der weltlichen Oligarchen angepasst wurden, gewinnen verworfene Evangelien und wieder gefundene uralte Texte der Christen  an Bedeutung. Mit einem gesunden Menschenverstand und einer guten Mischung von  Abstand und Toleranz sollte es möglich sein, der Wahrheit über Gott näher zu kommen, zumindest den wahren Kern der Geschichten  zu finden.  Freilich muß dabei auch das von Elternhaus, Schule und Kirche eingeprägte Glaubensgebäude mit nötigem Abstand betrachtet werden, darf nicht ungeprüft als Richtschnur gelten! Viele in Europa lebende Muslima beklagen, daß der Islam steinzeitlich und hinter dem Christentum weit zurückgeblieben sei, obwohl beide Religionen denselben Gott haben. Immerhin haben diese Muslima gut beobachtet und nachgedacht, doch auch wir Christen heute sind in unserer Entwicklung stehengeblieben und lehren und glauben mittelalterlich, patriarchalisch.

Wer nach Gott sucht, der muß seinen Verstand gebrauchen. Nur ein wacher Geist kann irre Lehren aufdecken, die Wahrheit erkennen und Gottes Geist finden. Geist kann Geist erkennen. Wissenschaft und Religion widersprechen einander übrigens nicht. Man darf selbst nachdenken und hinterfragen. Pascal Jordan stellte ganz richtig fest:

"Die heutige naturwissenschaftliche Erkenntnis
liefert keinen Einwand mehr gegen einen Schöpfergott."


Wenn wir nun mit Verstandeslogik nach unserem Ursprung suchen, dann akzeptiert man leichter, daß der Mensch nach Gottes Bild  als Mann und Frau geschaffen wurde und daß das Schöpferwesen ein Mann und eine Frau  sein mußte. Jedes Kind hat doch Vater und Mutter und es gilt:  "Wie oben so unten!"  Nicht einfältig, sondern vielfältig zeigen sich die Schöpfer des Himmels und Erden und aller intelligenten Menschen, und das aus einem lebendigen bipolaren mannweiblichen Geist heraus.  Zweifach wurde alles geschaffen. Alles Leben, alle Bewegungen, alle Vorgänge setzen immer Zweifaches voraus, eine sich wie Plus und Minus oder Yin und Yang bedingende Dualität. Das ist und war ein Schöpfungsprinzip analog zu der Zweiheit Gottes. - Im Alten Testament wird dieses Prinzip erwähnt:

Jesus Sirach 42,24-25: Alle Dinge sind zweifach, das eine gegenüber dem andern, und nichts hat Gott geschaffen, das versagt. Das eine bestärkt die Vortrefflichkeit des anderen, und wer kann sich ersättigen am Anblick ihrer Schönheit? 

Auf der Suche nach Gottes Wesen finden wir neben "Unserem Vater im Himmel" noch das zweite Schöpfer-Wesen sogar in Neuen Testament. Natürlich nannten es die Patriarchen nicht Göttin oder Mutter. Sie kennen nur Vater und Sohn.  Im Johannes-Evangelium steht ganz am Anfang, daß das "Wort" bei ihm war, bevor es Luzifer, Engel, Geister und Menschen gab.  

Johannes 1,1: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

Wer war dieser Mitschöpfer? Die Mutter? Der Heilige Geist?  - Heute verstehen wir unter "Wort" etwas anderes als damals. Was früher viele unter dem Logos (Gedanke, Wort, Logik, Sinn, Erkenntnis, Einsicht usw...) verstanden, formuliert   Eusebius von Caesarea. Er  ist der "Vater der Kirchengeschichte" (Historia Ecclesiastica) und lebte vor Hieronymus, vor Erstellung der Amts-Bibel. Er wurde 264 in Palästina geboren und starb 339. ( http://www.unifr.ch/bkv/ index.htm )  So war er noch nicht gebunden an das Dogma des Konzils von Nicäa, ganz abgesehen von der Tatsache, daß Kaiser Konstantin I. von ihm sehr viel hielt. Eusebius lehrte:
...daß es tatsächlich ein Wesen gibt, welches schon vor der Welt lebte und war und welches als "Wort  Gottes" und "sich offenbarende Weisheit" dem Vater und dem Gott des Alls bei der Erschaffung aller gewordenen  Dinge behilflich war, lehren nicht nur die angeführten Beweise, sondern auch der eigene Mund der Weisheit selbst, welche durch Salomon klar und deutlich folgende Geheimnisse über sich offenbart:

„Ich, die Weisheit, habe mich im Zelte der Klugheit und Erkenntnis niedergelassen, und die Einsicht habe ich zu Rate gerufen. Durch mich regieren die Könige und erlassen die Herrscher ihre Gesetze. Durch mich sind die Großen groß und herrschen die Mächtigen über die Erde.“

Sophia fügt hinzu:

„Der Herr hat mich am Anfang seiner  für sein Werk erschaffen; vor der Zeit hat er mich gegründet. Im Anfang, vor Erschaffung der Erde, ehe noch die Wasserquellen hervorsprudelten, ehe noch die Berge aufgestellt wurden, vor allen Hügeln erzeugte er mich. Als er den Himmel bereitete, war ich bei ihm, und als er unter dem Himmel die Quellen sicherte, war ich bei ihm, um zu ordnen. Ich war es, mit der er sich täglich freute. In seiner Gegenwart freute ich mich zu jeder Zeit, da er sich ergötzte an der Vollendung der Erde.“

Diese Worte erinnern an die Göttin Isis und ihre mächtigen Bronte-Donnerworte (z.B. in Kyme und Memphis).

Die für das Verständnis Gottes wichtige Personifizierung macht  aus dem eigentlich unbegreiflichen Geist Gottes ein polares Wesen, formuliert dessen Aspekte als Vatergott und Muttergottheit (Heiliger Geist), als Sohn (und Tochter) oder als Logos und Sophia.  Dem männlichen Logos (Wort und Gedanke Gottes) stand als weiblicher Aspekt die Sophia als die Weisheit der Gottheit gegenüber. Die göttliche Weisheit hieß auf Griechisch Hagia Sophia. Ihr zu Ehren wurde einst die größte Kirche auf Erden gebaut, in der schließlich auch das Konzil stattfand, auf dem man jedoch einen "dreieinigen Gott" mit drei streng zu unterscheidenden Personen (Hypostasen) formulierte: Den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Die vom Sonnengott-Kaiser erfundene Trinität blieb zwar ewiger Zankapfel in der christlichen Kirche, die es nun noch schwerer hatte, das wahre Wesen Gottes zu vermitteln und zu definieren. Dafür erhielt aber der patriarchaische Gedanke einen enormen Aufschwung. Das Christentum trieb schlimme Blüten. Nicht nur Tieren wurde die Seele abgesprochen, auch Frauen! In nachfolgenden Jahrhunderten wurde die Frau von verschiedenen Kirchenlehrern sehr negativ dargestellt: Als seelenloses, "minderwertiges Wesen" von Augustinus  (354-4300),  als "Mißgriff der Natur" von Thomas von Aquin, (1225-1274) oder gar als "Teufel" und "eine Art Hölle"  von Papst Pius II. (1405-1464). Sie mussten in der Kirche ihr Haupt bedecken bei schwerer Strafandrohung (kahl scheren).  Auch Martin Luther, der Gründer der evangelischen Kirche und der Übersetzer der Bibel ins Deutsche,  machte keine Ausnahme bei der Herabwürdigung der Frauen sagend: "Die größte Ehre, die das Weib hat, ist allzumal, dass die Männer durch sie geboren werden.....Will die Frau nicht, so komme die Magd!". Inquisition und sehr harte Strafen sorgten bei den christlichen Völkern für bedingungslosen Gehorsam, der auch heute noch unbewußt in vielen verankert ist, welche Dogmen blind gehorchen und kritisches Nachdenken über Bibelworte als Frevel verurteilen. 

Heute muß man kein Prophet sein, wenn man sagt, daß eine frauenfeindliche Kirche keine Zukunft mehr haben wird. Wir wissen längst:  Die Frau ist dem Mann völlig gleichwertig von Anfang an. Wir müssen nur aufpassen, daß der Trend nicht wieder ins gegenteilige Extrem umschlägt statt in die goldene Mitte. Der Geist Gottes tritt in die Existenz  in seinen "Abbildern", in Männern und Frauen seines Geistes. Auch wenn man  nur vom  "Sohn Gottes" zu sprechen gewohnt war, betrifft es auch die Töchter der Menschen. Jesus vertritt beispielhaft das gesamte Christuswesen, die männlichen und weiblichen Abbilder des ewig unsichtbaren Gottwesens zu allen Zeiten, auch schon vor seiner Zeit. Er hatte Jünger und Jüngerinnen. Letzteres war für das damalige Patriarchat ein Greul Aber auch heute gibt es noch keine Priesterinnen in Rom. In einigen Briefen lehrt Paulus den Christus in uns, z.B.: in 2 Kor 13,5: "Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid, stellt euch selbst auf die Probe. Oder erkennt ihr euch selbst nicht (und vermöget nicht festzustellen), dass Christus in euch ist? Wenn nicht, dann seid ihr unbewährt." Das war an die ganze Gemeinde gerichtet, auch an die Frauen.

Der Logos, der von Anfang an bei Gott war,  entspricht  Gottvater im Christuswesen und auf der irdisch-menschlichen Schöpfungsebene dem Menschen Jesus. Die Sophia hingegen entspricht der  Muttergottheit, die auch verehrt wurde in der  mächtigen weiblichen Ruach (Gottes heiliger Geist), und angebetet wurde u.a. als Göttin Aschera. Sie wurde im Patriarchat zwar abgeschafft, doch die Anbetung von Maria, der "Gottesmutter", dient hernach insgeheim dem gleichen  Zweck. Auch die Christen brauchen eine weibliche himmlische Autorität wie ja jedes Kind eine Mutter braucht zum Gedeihen.   Die hervorragende Bedeutung des (weiblichen) Heiligen Geistes Gottes, wird sogar besonders hervorgehoben. Jesus selbst lehrte:

Wer den Vater (Gottvater) lästern wird, dem wird man vergeben;
wer den Sohn (Jesus Christus) lästern wird, dem wird man vergeben;
wer aber den Heiligen Geist lästern wird,
dem wird man NICHT vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel.

Quelle: Thomasevangelium (NHC II,2)

Im Lukasevangelium  12.10 heißt es so:
Und einem jeglichen, der ein Wort gegen den Menschensohn reden wird, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben werden.

und

2 Kor 13,5 Prüft euch selbst, ob ihr im Glauben seid, stellt euch selbst auf die Probe. Oder erkennt ihr euch selbst nicht (und vermöget nicht festzustellen), dass Christus in euch ist? Wenn nicht, dann seid ihr unbewährt.

*  *  *

Wenn der Heilige Geist Gottes weiblich ist, dann haben die monotheistischen brutale Gewalt anwendenden und Blut vergießenden Weltreligionen schwer gegen ihn gesündigt. Dem Patriarchat kann nie vergeben werden, denn der Monotheismus ist eine falsche Lehre. Gott ist nicht nur die Liebe, die alles verzeihen kann, Gott ist auch die Wahrheit, an der nichts zu rütteln gibt. OK, man kann sagen: Irren ist menschlich! Jesu Prophezeiung zu den Herrschern der Endzeit, in der wir leben, prophezeit Gott sei Dank, daß sie sich geirrt haben werden. Den Kriegstreibern wird keine Chance mehr gegeben, weder von Gott noch von den Menschen. Die Menschheit erlaubt keinen dritten Weltkrieg!

Bleiben wir also noch etwas bei dem wichtigen weiblichen Aspekt Gottes, der nun Jahrtausende aufgrund des in der Welt herrschenden Patriarchats ein Schattendasein führte, zumindest bei den großen Weltreligionen. Vor diesen war das Schöpferwesen immer und überall ein familiäres Mutter-Vater-Gottwesen. In Sumer, in Ägypten, in Israel. Auch Jesus betete in seiner Muttersprache, dem Aramäischen, nicht zu "Gottvater" sondern zum =>"Mutter-Vater-Gott". In seiner Zeit sprach überhaupt keiner mehr Hebräisch, abgesehen von den sogenannten Schriftgelehrten. Aber Jesus verstand die alten Schriften besser und legte sich mit ihnen an, hatte auch viele Jüngerinnen und Maria Magdalena war am meisten in seine Lehre eingeweiht und sah den Auferstandenen auch zuerst.

Die Weltkirchen ließen nur ihre Dogmen gelten und Mystiker wie Swedenborg oder Jakob lorber galten als nicht ernstzunehmende Sektierer. Was vermittelte denn Jakob Lorber, der "Schreibknecht Gottes"? Er schrieb im 19. Jahrhundert das größte medial empfangene christliche Neu-Offenbarungswerk. Auf vielen tausend Seiten berichtete da Jesus persönlich über sein Leben, über das Jenseits, über Gottes und der Menschen Wesen. Als Katholik war sein Werk immer noch fast monotheistisch. Gott-Vater enthüllte in den Haushaltungen Gottes 1 Kap.5, Verse 1und 2 durch Lorber uns Menschen aber "ein gar großes Geheimnis":

"Wer Ohren hat zu hören, der höre, und wer Augen hat zu sehen, der sehe; denn siehe, Ich will euch ein gar großes Geheimnis enthüllen, damit ihr sehen möget, wie sich euer liebevollster, heiliger Vater euch von Angesicht zu Angesicht zu schauen und zu genießen brüderlich gibt. Denn die Kinder müssen eingeweiht sein in die große Haushaltung ihres Vaters von Ewigkeit her!  - Die Gottheit war von Ewigkeit her die alle Unendlichkeit der Unendlichkeit durchdringende Kraft und war und ist und wird sein ewig die Unendlichkeit Selbst. In der Mitte Ihrer Tiefe war Ich von Ewigkeit die Liebe und das Leben Selbst in Ihr; aber siehe, Ich war blind wie ein Embryo im Mutterleibe!

Jesus bzw. Gott, der "Vater" in Jesu Christo, schreibt bei Lorber in der "Ich"-Form. Danach befand sich  laut Lorbers "Haushaltung Gottes" der männliche Aspekt Gottes anfangs blind wie ein Embryo  im Mutterleib der mächtigen Gottheit.  Weiter berichtet Lorber, daß die Gottheit, also der weibliche Aspekt des Gottwesens, den männlichen so sehr liebte, daß sie sich so zu ihm drängte, dass es ihm heiß wurde und aus dieser göttlichen Liebesglut der alles erschaffende göttliche Zündfunke aus IHM entstand, das "Es werde Licht!" Damit tritt aus diesem Wort (=Logos) die Erkenntnis, die Sophia, in Erscheinung und in ihrem Licht entstanden Herrlichkeiten  über Herrlichkeiten. Aus IHM flossen die Gedanken, in IHR manifestierten sie sich durch ihre Kraft! So war es, ist es und wird immer so bleiben. Sie sind zusammen eine Schöpfereinheit. Gott und Gottheit sahen in dieser Geschichte voller Freude, wie all Seine Gedanken  in Ihr ausgeboren wurden und Gestalt annahmen. Gottvater als die Liebe der mächtigen Gottheit konnte Wünsche äußern, und sie, die Gottheit, erfüllte alle. Viele Wesen entstanden, aber sie erkannten sich noch nicht.  Gott und Gottheit sprachen miteinander und einmal bat er sie (Haushaltung1,5, 10):

 Lasset Uns machen, daß sie sich erkennen, damit sie
dann Mich
und durch Mich auch Dich erkennen mögen! 

Hier werden speziell wir Menschenkinder als Gotteskinder erwähnt. Es ist der Wunsch der Gotteltern also deutlich ausgesprochen. Das Ziel und auch Sinn unseres Lebens sind erkennbar! Wir sollen uns erkennen, dann Gott und durch ihn schließlich auch die Gottheit. Er kam in Jesus zu uns und durch dessen Lehre können wir Gottes Liebe erkennen, ihn lieben, ihn dadurch in uns lebendig machen. Ist das geschehen, wird uns die Gottheit mit ihrer Macht dienen.
 Das Wissen über die weibliche Gottheit wurde von Rom unterdrückt, ja sie wurde verunglimpft , indem man sich auf die zweite Schöpfung des Menschen in der der Bibel, nämlich die durch Jahwe berief, welcher die Göttin und alle Frauen einfach zu einer Rippe degradierte. Heute noch sehen wir die üblen dummen Folgen deutlich an den arg verschleierten Muslima und der weit hinter dem Christentum zurückgebliebenen islamischen Aktivitäten. Einst unter Paulus mußten sich die Christinnen bei hohen Strafen in den Kirchen ihr Haupt bedecken. Aber das ist nur noch Geschichte. Das weibliche Schöpfer-Wesen wurde jedenfalls ein Neutrum, beim Konzil zu Nizäa amtlich im röm. Reich. Das Männliche wurde zum Herrn gemacht über dieses. Doch vor dem Monotheismus, lange vor Jesus, als noch hebräisch gesprochen wurde, nannten die alten Hebräer den Heiligen Geist die Ruach. Auf Hebräisch hängt damit der Mutterschoß zusammen. Jesus sagte auf Aramäisch "Rucha".  Ruach und Rucha sind weibliche Namen. 
Mutterschoß passt doch gut zu der Offenbarungsgeschichte Lorbers.  Man kann, wie schon mehrfach betont, den Heiligen Geist der Trinität getrost die Mutter-Gottheit nennen. Das ergibt ein besseres Verständnis für die Dreieinheit der römischen Lehre von Vater, Sohn und Heiligem Geist (Vater, Mutter, Kind). Vater und Sohn kennen wir zur Genüge. Wer aber ist nun die Tochter Gottes? Es war die Mutter des Lebens, die Sophia. Bei den Griechen hießen die göttlichen Weiblichkeiten "Sophia", z.B. Sophia Pistis, Sophia Zoe, Sophia Christi usw.. Die "Sophia" war also immer die weibliche Größe neben dem betreffenden Geistwesen. Die Sophia wurde meist als Jungfrau von besonderer Reinheit, Schönheit und Majestät dargestellt. Man glaubte, daß jedes göttliche Wesen, jeder Geist immer zweifach war: Mann und Frau. Die Himmlischen und Guten blieben zusammen, die anderen trennten sich und fielen in die unteren Schöpfungen, wo sie sich mischten, was viel Leid brachte.
Eusebius von Caesarea  identifizierte den Logos als Jesus Christus, Salomon sang ein Loblied auf die herrliche Sophia. Logos und Sophia sind die zwei Hauptaspekte unseres Christuswesens, die zwei Personifikationen Gottes.  Zahlreiche Loblieder gab es früher auf die Sophia. Die byzantinische Krönungskirche der Kaiser  nannte man nicht ohne Grund  "Heilige Sophia". Sie galt mit ihrer immensen, nahezu schwerelos über dem freien Hauptraum schwebenden Kuppel, die allen Erdbeben standhielt, in der Spätantike und im Mittelalter als achtes Weltwunder. Ein Jahrtausend lang war die Hagia Sophia mit Abstand die größte Kirche der Christenheit.  Sie besteht heute noch in einem nun allerdings islamischen Reich, dessen Volk sie nicht zerstörte sondern erhielt in ihrer beeindruckenden Würde. Das Ansehen der Frau schwand aber im römischen Reich und man vergaß die ehemals beliebte Himmelskönigin mehr und mehr.

Die Gottheit existiert, sie macht auf sich aufmerksam. Einst von hochrangigen Kirchenvertretern als seelenlos bezeichnet, feiert die Frau heute in der christlichen Kirche eine Renaissance.  Die Sünde wider den Heiligen Geist hatte Folgen. Nachdem den christlichen Staatskirchen die Mitglieder immer mehr davon laufen, erinnern sich diese Kirchen an ihre Fehler. Ihnen fällt die Wichtigkeit der Frau und der weibliche Aspekt Gottes wieder ein. Maria Magdalena - von Papst Gregor I. im Jahr 591 zur Sünderin degradiert -  wird 1988 von Papst Johannes Paul II. rehabilitiert und  als „Apostelin der Apostel“ (apostola apostolorum) gelobt. Sie ist eine Tochter der Gottheit so wie Jesus ein Sohn Gottes ist.  Ein längst fälliger Schritt in Richtung Image-Korrektur wurde getan! Um die Frauen wird nun wieder geworben, aber nur halbherzig, denn das Priesteramt bleibt Männersache in der römischen Kirche. Sie lehnen Priesterinnen weiterhin ab.  An der Gleichberechtigung kommen die Kirchen dennoch nicht vorbei.  So lernen schon in der ersten Schulklasse die Kinder im katholischen Unterricht mancherorts  nachfolgendes Kindergebet, wohlgemerkt  in der Schule:

Kindergebet im 21. Jahrhundert:
 
Gott, wir dürfen Vater zu dir sagen, sogar Papa,  so wie wir Zuhause sprechen. Bei dir dürfen wir daheim sein, du sorgst für uns wie ein Vater, der seine Kinder lieb hat und sie ernährt und beschützt.
Gott, wir dürfen auch Mutter zu dir sagen, sogar Mama, wie unsere Mama zuhause. Du liebst uns wie eine Mutter, die ihr Kind in die Arme nimmt, es streichelt und küsst und mit allem Notwendigen versorgt.
Gott, du unser Vater und unsere Mutter, sei uns immer nahe!
 
Und auf einer Webseite des evangelischen Kirchenkreises von Bochum steht (2011):

Das Bild des Geistes ist offen für weibliche Züge in der ansonsten von männlichen Bildern dominierten Gottesvorstellung des Christentums: Das hebräische Wort für Geist "Ruach" ist feminin, ebenso das griechische Geistwort "Sophia"(Wie wir das schon mehrfach vom Heiligen Geist sagten.)

und bringt ein Gedicht, das so beginnt:

Von Ur an:
Gott in Geselligkeit,
Gott mit Sophia,
der Frau, der Weisheit,
geboren, noch ehe alles begann.

*  *  *

Wir Menschen sind laut Bibel Ebenbilder Gottes und Kinder Gottes. Es wurden immer Söhne und Töchter erschaffen, Männer und Frauen. Wie Gott können sie schöpferisch wirken. Auf Erden können Mann und Frau sich vereinigen und neues Leben, ein Kind, erschaffen. Nur zusammen schaffen sie dies. In weiterer Konsequenz bedeuten die Bibelaussagen in Genesis 1,26 und Sirach 42, daß jeder Mensch, Mann oder Frau, die Hälfte eines Ganzen ist. Diese These wird von einem Kenner der Materie bestätigt, von  Pfarrer Greber. Er lebte von  1874 bis 1944 und war katholischer Priester. Er war Anwärter auf das Bischofsamt in Trier, auf das er angesichts wachsender spiritueller Erkenntnisse aber verzichtete.  Er  formulierte das Verhältnis von Mann und Frau so:

So werdet ihr wohl ungläubig den Kopf schütteln, wenn ich sage, daß das in der ganzen irdischen Natur und bei allen Lebewesen vorhandene Gesetz der Verbindung des Männlichen mit dem Weiblichen auch in der geistigen Schöpfung in demselben Umfang gilt und gelten muß. Denn die Materie ist ja bloß eine Verkörperung des Geistigen, also bloß ein anderer Zustand des Geistes, der die geistigen Gesetze nicht aufhebt, sondern sie bloß in einer der Materie angepaßten Weise wirksam werden läßt. Wie es daher in der irdischen Schöpfung männliche und weibliche Wesen aller Gattungen gibt, so gibt es auch männliche und weibliche Geister in der geistigen Schöpfung. Die Zahl der männlichen Geister ist dieselbe wie die der weiblichen. Jedem männlichen Geist ist ein weiblicher Geist nach Gottes Gesetz zugeteilt. Beide passen vollkommen zueinander und finden in der gegenseitigen Ergänzung und in ihrem treuen Zusammenarbeiten an der ihnen von Gott gegebenen Aufgabe ihr höchstes, persönliches Glück. Solche füreinander geschaffene Geisterpaare nennt man 'Duale'. Das bedeutet soviel wie: 'Zwei, die zusammengehören'. Sirach 33, 15: 'Blicke auf alle Werke des Höchsten: immer sind es zwei und zwei (also Paare) eins zum anderen gehörend.' Das sind die Ehen, die im Himmel geschlossen wurden.

Bei unserer Definition eines grenzenlosen Geistes und einer gestalthabenden und gestaltgebenden Seele wollen wir hier bei  Greber den Begriff  "Geist" besser durch "lebendige Seele" ersetzen und die Begriffe noch einmal erläutern. Lebendige Seelen sind Seelen mit einem eigenem Geist. Adam war eine "lebendige Seele". Sagt nicht Moses, "Gott bildete den ersten Menschen aus Lehm und blies ihm durch die Nüstern eine lebendige Seele ein"?! Ein Geist ohne Seele ist wirkungslos, eine Seele ohne Geist lichtlos. Wenn wir hier von unseren Menschenseelen sprechen, meinen wir immer eine Seele mit Geist. Mineralien, Pflanzen und viele Tiere haben keinen eigenen Geist aus Gott sondern werden von Geistwesen geleitet. Viele Pflanzen und Tiere haben überdies auch nur Gruppenseelen. Chemische Elemente, sogenannte tote Materie bilden Seelenvorstufen. - Beim Geist ist es komplizierter. Gottes Geist und des Menschen Geist ist männlich, Yang, "Licht", "Energie". Sichtbare "Geister" sind aber nur sichtbar und existent in unserer Welt, wenn sie ein Seelenkleid erhalten haben. Das erhalten sie nur aus der Matrix der Gottheit bzw. von ihren Töchtern. Diese erhalten wiederum ihren Geist, Intelligenz und Wissen aus dem geistigen Lichtströmen männlicher Geister. Sie speichern als Yin-Wesenheiten sehr gut alles Wissen und  werden, wenn sie gute Geistquellen haben, auch sehr weise im Laufe der Zeiten. Haben sie keine Irrlichter von Lügengeistern  in sich gespeichert sondern liebevolle und wahre Lichtströme göttlicher Geistwesen, so kennen sie bald den Weg zur vollendeten Göttlichkeit, den sie gern mit diesen Geistern gehen, die dem Typus Christi gleichen. Solche erhalten als Gegenleistung und aus Liebe von den weiblichen Seelen, die sie aufnehmen - aber eben nur durch die, die sie wirklich im Seelenherzen bzw im Brautgemach aus Liebe  gern aufnehmen - Existenz, Bleiberecht, Heimat, Haus, ein Seelenkleid (persönliche Identität). So wie der Geist unendlich ist  und trotz seines Seelenkleides in alle Schöpfungssphären und geistige Dimensionen sein Auge richten kann, so erleuchtet er auch alle Tiefen seiner Seelenpartnerin, welche sich ebenfalls als unendlich herausstellen. Beide erhalten das gesamte Erbe der Gottheit in der persönlichen "Färbung" des  Paares einschließlich eigener Schöpfungswelten! - Dieses höchste Ziel erreichen nur Gott und Gottheit liebende Seelen-Paare, eben jene Twins oder Duale. Ihnen dient das Gottwesen und sie dienen dem Gottwesen - alles aus göttlicher Liebe zwischen Gott und Gottheit in Sohn und Tochter. So entstehen Gottesexistenzen.
 
Greber glaubt, daß es ebensoviele weibliche wie männliche Seelen gibt, denn Gott schuf laut Bibel wie zuvor schon erwähnt alles zweifach. Greber spricht von Dualen, andere sagen Zwillingsflammen (Twin Flames). Er geht davon aus, daß diese diese füreinander bestimmt sind, aber auf getrennten Wegen ihre Entwicklung durchmachen müssen. - Es gibt aber andere Überlegungen, die besagen, daß keineswegs eine Vorbestimmung existiert und sich die zueinander passenden Seelen nach ihrer Entwicklung selber finden.
Nach Gottes Ordnung bestimmt in der nicht-materiellen Welt die Liebe den Abstand der Seelen. Dadurch finden sich immer die, die am besten zusammenpassen, nicht auf Erden, wo sich bekanntlich die Kontraste anziehen, aber dann doch im Jenseits. Dort finden sich immer Gleichgesinnte einer Entwicklungsstufe.  Die Extreme wären Höllische zu Höllischen und Himmlische zu Himmlischen. Nur Letztere haben Zugriff auf göttliche Quellen der Liebe, Weisheit und Macht. Nur sie besitzen den Überblick über alle und können alle Sphären des Lichtes und der Finsternis besuchen, sichtbar und unsichtbar.

Wenn wir nun schon bei den Dualen sind und den Paaren, die ja dem Schöpferpaar gleichen sollen, es aber nicht immer tun, sondern sogar sehr negative Wege einschlagen und Gottes Ordnung verachten, so wollen wir auch zeigen, was mit den Dualen bzw. Twins geschieht, die  sich für immer trennen. Wenn einer davon sich himmelwärts entwickelt und doch nur Paare die Seligkeit der Himmel erfahren können, was dann?! Alleinsein ist nicht schön und gar nicht himmlisch - was passiert mit diesen schon fast fertigen Engel- Singels? Lassen sie die Flügel hängen? Nein, die Paare, die zusammen passen und dieselbe Entwicklungsstufe erreicht haben, sind sich immer am nächsten! Das geht automatisch. Sie finden sich und erkennen sich und bilden von den Gott gesegnete Ehen. Gott ist die Liebe und die Liebe ist göttlich. Auf der höchsten Stufe repräsentiert die Frauenseele immer die Gottheit und die Männerseele immer Gottvater wie einst Jesus. Die göttliche Liebe zwischen beiden ist damit ein ehernes unzerbrechliches Band. Überdies bleiben beide Souveräne ihrer selbst und verlieren nie ihre Persönlichkeit, was sehr wichtig ist und erst die gegenseitige Liebe steigert und die Individualität  stabilisert.  - Um es kurz zu machen: Es ist für jeden und jede gesorgt!

Die Liebe im Himmel, in der göttlichen Familie betrifft aber nicht nur Paare. Diese bilden nur erwachsene Kinder Gottes, Gottesexistenzen. Alle aber lieben sich untereinander und helfen sich. - Ganz anders sieht es in der Hölle aus, was ich aber nicht beschreiben will. Kann sich jeder ausmalen. Auf Erden gibt es Kostproben des Leids und der Bosheit, die da herrschen unter allen.


Gott zeigt sich auch. . .

Die Menschen im alten Israel verehrten in den Tempeln sowohl Jahwe als auch die Himmelskönigin Aschera mit Bildern und Statuen. Das Volk liebte vor allem die gütige Aschera und ihr zu Ehren gab es jedes Jahr Strassenfeste mit Kuchen für jedermann - auch fremde Wanderer waren herzlich eingeladen.
Die Kuchen waren mit Fantasie-Bildern der Himmelskönigin liebevoll geschmückt.
Wenn man nun weiß, daß Gott sowohl Mann als auch Frau ist, könnte man sich fragen, wie sich das Gottwesen selbst zeigt, als Frau, als Mann oder überhaupt nicht, weil es unendlich ist? Gibt es darauf Antworten?  Ja. Die Lösung ist ganz einfach! Im Volk wußte man, daß Gott in verschiedensten Gestalten erscheinen kann: Als Mann, als Frau, als Mädchen oder Junge, als Greis oder Greisin mit beliebiger Haut - und Augenfarbe. So wie es am wirkungsvollsten ist für jeden Fall. Der nach Jesu Kreuzigung sehr trauernde Jünger Johannes erlebte z.B. während eines Gebetes eine Vision von Gott. Im "Apokryphon des Kodex Berolinensis" schildert Johannes diese seine Gottes-Begegnung einmal so:

Als ich diese Fragen in meinem Herzen bewegte, siehe, da öffneten sich die Himmel und die ganze Schöpfung, die unter dem Himmel ist, erstrahlte, und die Welt geriet in Erschütterung. Ich war ängstlich. - Und siehe (eine Vision): Ich sah im Licht ein Kind. Es stand bei mir. Als ich es aber betrachtete, wurde es ein Mann. Und der änderte seine Gestalt und wurde zu einer Frau. Als ich sie sah, wunderte ich mich, wie diese Frau in vielerlei Gestalten in dem Licht auftrat. - Es war keine Vielzahl vor mir, sondern es war da nur eine Person aber mit vielen verschiedenen Erscheinungsformen im Licht. Und die Erscheinungen offenbarten sich gegenseitig. Die Gestalt hatte aber drei wesentliche Aspekte und sie sagte zu mir:

Johannes, Johannes, warum wunderst du dich?
Hab keine Angst!
Ich bin der, der mit euch ist alle Zeit.
Ich bin der Vater, ich bin die Mutter, ich bin der Sohn.

Unsere Annahme, daß Gott Vater und Mutter ist und auf keine einzige Gestalt fixiert ist, wird hier bestätigt. Gott kann in verschiedensten Gestalten erscheinen. Zur Zeit des Johannes herrschte wie gesagt schon längst das Patriarchat, weshalb hier die Tochter weggelassen wurde. Die Jünger Jesu aber lernten wie Jesus zum Mutter-Vater-Gott zu beten. Das Gottwesen spricht  unsere Sprache, wenn es sich zeigt.


Wo und wie zeigt sich Gott?

Auf allen Kontinenten wußten die Gläubigen, daß Gott bei ihnen ist, und zwar ganz persönlich, im Herzen, in Gedanken. Sie haben recht!  Weil dies aber gleichzeitig und an verschiedensten Orten und je nach Religion und Geschmack in verschiedenen Gestalten möglich ist, handelt es sich um geistige Seelenprojektionen. In jeder Seele kann sich Gottes Geist anders zeigen, aber immer in der Gestalt, die die Seele am besten versteht und akzeptiert. Bei medial begabten Menschen oder vollkommenen wie hier Johannes besteht ein bewußter sichtbarer göttlicher Kontakt.  Die Kommunikation findet augenblicklich in perfekter Telepathie bzw. Visionen statt. Die irdische Sprache spielt keine Rolle mehr. Es können sich medial begabten Menschen freilich auch andere Geister zeigen, wenn das jemand wünscht.

Damit hätten wir endlich eine Lösung für das Aussehen des gesuchten Schöpferwesens. Das Bild entsteht in unserer Seelensphäre nach unseren Vorstellungen und passend zur Situation, passend zu unseren Erwartungen und Glaubensvorstellungen. Bei jedem anders. Der Geist ist ja überall und unsichtbar. Trifft er jedoch auf eine Seelenmatrix, die ihn aufnimmt, so erscheint er darin wie das am Nachthimmel noch unsichtbare Sonnenlicht, das aber sichtbar wird, sobald es auf den Mond oder einen anderen Himmelskörper trifft.  So ist es erklärbar, daß Gott, Christus, Maria, ein Engel usw. gleichzeitig vielen Menschen erscheinen können. Auch ein vollendeter Menschengeist wird einmal in verschiedenen Seelenwelten auftreten können,  indem er sich das passende Seelenkleid anlegt. Im Traum kann er seinen Enkeln als Opa oder Oma erscheinen und sich gleichzeitig an anderen Orten mit Freunden unterhalten als junger Mann oder junge Frau im "besten Alter".

Eine vollkommene Menschenseele ist wie Jesus eine Existenz des Gotteswesens. Gott kann sich also nicht nur in Visionen zeigen in der Seele, sondern auch außen durch andere Menschen, die ihn im Herzen tragen. Ebenso kann sich die Gottheit in ihren vollkommenen Töchtern zeigen und dies sowohl im Reich der Seelen und Geister als auch schon auf Erden in so manchen Menschen mitteilen.

Die himmlischen Engel können sich als Paar zeigen oder auch nur als Mann oder nur als Frau. Sie bilden alle vollkommene Paare mit dem Geist aus Gott in ihm und der Seele der Gottheit in ihr. Da das göttliche Schöpferpaar in allen himmlischen Paaren wirksam werden kann, sind alle himmlischen Engel immer paarweise miteinander in Liebe verbunden. Jedes Paar bildet eine Gottesexistenz. Also sie sind immer zu zweit, und zwar immer mit dem Nächsten oder der Nächsten verbunden in größter Zuneigung und Liebe. Die Liebe ist ja im Himmel das Maß für den Abstand. Die sich am nächsten stehen bilden die Zwillingsflammen, die Twins, ein wirksames Schöpferpaar. Laut Thomas-Evangelium werden auch nur Paare mit Gott und Gottheit im Herzen in den Himmel eingehen. Der Himmel öffnet sich ihnen.

Thomas-Evangelium: Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr aus zwei eins macht .... und wenn ihr aus dem Männlichen und dem Weiblichen eins  macht ...... dann werdet ihr in das Königreich eingehen.

Im Himmel ist man  auch kein "Kind Gottes" mehr, sondern erwachsen und ein vollkommener Engel Gottes. Der Naturforscher und Theologe Emanuel Swedenborg (1688-1772) war ebenso wie Jakob Lorber ein großer Visionär seiner Zeit und berichtete von den vollkommenen Engeln und daß er sie als seelige Paare von Mann und Frau im Himmel gesehen und gesprochen habe. Weil es hier sehr gut passt, folgt ein Auszug aus Swedenborgs "Eheliche Liebe":

"Aber bald ließ sich aus dem Himmel eine Stimme hören, welche rief: " Wir haben vernommen und sehen jetzt, daß du nachsinnst über die eheliche Liebe; und wir wissen, daß es bis jetzt niemand auf Erden weiß, was die wahrhaft eheliche Liebe in ihrem Ursprunge und in ihrem Wesen ist, und doch ist es wichtig, daß man es wisse. Es hat dem Herrn gefallen, dir (Swedenborg) die Himmel aufzutun, damit in das Innere deines Gemüts ein erleuchtendes Licht und dadurch ein Innewerden einfließe. Bei uns in den Himmeln, besonders in dem dritten, fließen unsere himmlischen Freuden hauptsächlich aus der ehelichen Liebe. Wir werden daher vermöge der uns gegebenen Erlaubnis ein Ehepaar zu dir hinabsenden, damit du es sehest."
Und siehe, es erschien nun ein Wagen, der vom dritten oder höchsten Himmel herabfuhr, und in dem man Einen Engel sah; so wie er aber näher kam, ersah man zwei in demselben. Der Wagen glänzte aus der Ferne vor meinen Augen wie ein Diamant, und es waren ihm junge Pferde vorgespannt, weiß wie Schnee. Die in dem Wagen hielten in den Händen zwei Turteltauben und riefen mir zu:
"Willst du, daß wir näherkommen? Aber dann nimm dich in acht, daß nicht der Glanz, der von unserem Himmel, aus dem wir herabgestiegen sind, herstammt und flammend ist, tiefer in dich eindringe! Denn aus seinem Einfluß werden zwar die höheren Ideen deines Verstandes, welche an sich himmlisch sind, erleuchtet, allein diese sind in der Welt, in der du lebst, unaussprechlich. Nimm deshalb, was du hören und sehen wirst, vernunftmäßig auf und lege es so der Fassungskraft des Verstandes aus."
Ich antwortete: " Ich will mich vorsehen, kommt nur näher!"
Und sie kamen, und siehe, es waren ein Ehemann und seine Gattin...."
 

Im Himmel sind alle Engel seelige Paare und bilden eine Familie, sind untereinander Brüder und Schwestern, die sich lieben. Es ist die göttliche Familie die große Existenz des ansonsten nicht erfassbaren, eben quasi nicht existenten Gottwesens.

Matthäus 12,50: "Denn jeder, der den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter."

"Mutter" sagte Jesus hier in einer Anspielung im Kontext auf seine irdische Mutter Maria. Die göttliche, schöpferische,  alle beseeligende Liebe von Gott und Gottheit ist die seeligste Liebe zwischen Zueinandergehörenden. Zusammen bilden sie eine große göttliche Familie. Sie helfen  einander und auch allen noch in finsteren Regionen zurückgebliebenen Seelen. Zusammen sind sie das Antlitz Gottes, seine Arme, seine Liebe, Weisheit und Macht. Erst durch sie erlebt und erkennt sich das unendliche nicht existente Gottwesen selbst und wirkt auch durch sie. 

Eine große Existenz Gottes stellt wie gesagt die göttliche Familie der Engel im Himmel dar. Nicht dazu gehören jene Geistwesen und Menschen, die sich von Gott abwendeten und gewaltsam und boshaft trennen, was in Gottes Ordnung zusammen gehört - und so gibt esbei ihnen auch keine wirkliche Liebe, höchstens Sex und Sodom und Gomorrha. Die göttliche Familie dagegen vereint, was zusammengehört. Die Teuflischen trennen, um über die Schwachen zu herrschen. Die Himmlischen aber vereinen, schenken Liebe und leben in größter Seligkeit miteinander. Sie sind weil sie lieben und mit dieser schönen Liebe den Willen Gottes tun mächtiger und weiser als alle anderen.

Alle, die Jesus im Herzen tragen, und alle, mit denen der Heilige Geist geht,  sind ebenfalls lebendige  Bilder Gottes: Sein Wort, Seine Arme, Seine Engel, Er selbst  - Das bedeutet nachfolgende Aussage Jesu: 

Johannes 10, 33-36: Die Juden antworteten ihm: Wegen eines guten Werkes steinigen wir dich nicht, sondern wegen Lästerung, und weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst. Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: "Ich habe gesagt: Ihr seid Götter"? Wenn er jene Götter nannte, an die das Wort Gottes erging - und die Schrift kann nicht aufgelöst werden -, sagt ihr von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst, weil ich sagte: Ich bin Gottes Sohn?"

Das bedeutet, daß Jesus Gott ist.
Es bedeutet aber auch, daß alle Götter sind, die das Wort Gottes im Herzen aufnehmen.
Wir erinnern uns: Das Wort war von Anfang an bei und mit Gott und ist der Zündfunke der Schöpfung.

*

Das für uns Menschenkinder noch grenzenlose und unfassbare Wesen Gottes hat viel mit Gedanken und Gefühlen, Kommunikation, Liebe und Intelligenz sowie Kräften aller Art zu tun. Es manifestiert sich in all seinen sicherlich zahlreichen Schöpfungen durch Engel und schon manche Menschen-Geister. Über diese kann es quasi wie persönlich in vielerlei Gestalten auftreten. Es  kann prinzipiell auch in dir oder mir mitwirken, wenn oder wann immer wir dem Typus Christi entsprechen. So hat das Gottwesen zahllose Gesichter. Es kann außerdem höchstpersönlich in beliebiger Gestalt jedem und jeder zu jeder Zeit erscheinen wie oben dem Johannes. Auch der gesamte Kosmos ist ein Bild Gottes, und wer schon jetzt einen kleinsten Zipfel seines Gewandes mit Leibesaugen sehen möchte, der schaue nur in den nächtlichen Sternenhimmel und staune, daß Gottes Geist, der all diese unermeßlich großen Himmelskörper erschuf und erhält, in einem winzigen Erdenmenschen Platz genommen hat, um uns zu seinen Erben zu machen durch das Wort, das Er uns gab im Geiste Christi. Die göttliche Familie aber, bestehend aus vollkommenen Engeln, bildet das kommunikative, existente, sichtbare Wesen Gottes. Sie sind jene Götter, von denen die Bibel an drei Stellen spricht. Sie sind Erwachsene und nicht mehr "Kinder Gottes". Wo immer sie sind, ist Gott persönlich anwesend und erfahrbar.... mag sein, eines Tages auch durch dich und mich.   

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