Gott, Götter, Gottes Ebenbilder und Existenzen



Psalm 82,6: "Wohl sprach ich: Götter seid ihr geheißen, und Söhne des Höchsten ihr alle."

Joh10,34:  "Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: 'Ich habe gesagt: Götter seid ihr'?"


Bei diesen Verheißungen sollten wir neugierig werden und nachfragen, was damit gemeint ist - ob es tatsächlich Götter gibt, ob wir Menschen "Ebenbilder Gottes" sind laut Genesis1, "Gottes Söhne", zu denen sich auch Jesus zählte, und was Gottes-Existenzen eigentlich sind.

Fangen wir gleich mit den Gottes-Existenzen an. Gottes Existenzen sind alle diejenigen, welche Gottes Willen tun. Wir wissen ja, daß das unendliche Gottwesen grenzenlos groß ist und keine Gestalt hat. Es ist gewissermaßen "ohne Existenz".  Auf dem Konzil von Nicäa im Jahre 325 wurde viel darüber nachgedacht und schließlich festgelegt, daß Gott keine äußere materielle Person ist sondern ein immaterieller Geist. Zugleich wurde vom Kaiser Konstantin betont, daß Jesus Christus nicht wesensgleich mit Gott sei, da eine immaterielle geistige und nichtkörperliche Natur nicht körperlichen Beziehungen unterworfen sein könne. Diese Dinge (die Wesensgleichheit) müssten verstanden werden als geistliche und unaussprechliche Bedeutung.

Sind wir etwa Gottes Existenzen so wie Jesus?  - Diese Frage stellen wir erst einmal zurück und denken lieber darüber nach, ob wir Menschen wenigstens Abbilder oder Ebenbilder Gottes sind, was wir mit ihm gemeinsam haben. In Tora, Bibel und Koran stehen viele Geschichten, die gleichermaßen für Juden, Christen und Muslime gelten sollten und tatsächlich einige Hinweise auf Gottes Aussehen geben. Es heißt am Anfang der Bibel in der Schöpfungsgeschichte (Gen1,26-27), daß wir Menschen nach Gottes Ebenbild geschaffen wurden, und zwar als Mann und Frau:

Nun sprach Gott: "Lasst uns den Menschen machen nach unserem Bilde, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels, über das Vieh und über alles Wild des Feldes und über alles Gewürm, das auf dem Erdboden kriecht!"

Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, nach dem Bilde Gottes schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie.

Eine sehr bemerkenswerte Bibelstelle! Hier in dieser ersten Schöpfungsgeschichte - es gibt ja noch eine zweite, wo Eva aus der Rippe Adams gebildet wurde - ist Gott ein Paar aus Mann und Frau, die ELOHIM. Auch besteht der Mensch aus Mann und Frau, aus beiden zusammen! Der nachfolgende Satz stellt die Menschen über die Tiere: “Die Menschen sollen herrschen über alle Tiere!“

Abbilder Gottes sind wir sicherlich nicht körperlich sondern höchstens geistig. Das bedeutet, daß unser Geist dem Wesen Gottes gleicht, göttlicher Natur und Herkunft ist und nicht unser sterblicher Körper. Auch sehen wir unseren Geist genausowenig wie Gottes Geist. Dennoch sprechen wir auch von unserem Geist wie ganz selbstverständlich. Die Schulwissenschaft versteht unter "Geist" freilich nur den Verstand. Auf dem Konzil war man sich auch nicht wirklich einig über Gottes und Jesu Wesen und machte daraus ein Dreierwesen den "Vater, Sohn und Heiligen Geist". So wurde es noch komplizierter. Der Mensch Jesus machte Aussagen, die aufklären. In Joh. 12,45-49 sagt er:

"Wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat ......den Vater"

Jesus bestätigt hier seine Wesensgleichheit mit Gott, und daß er nicht selbst Gott ist sondern von ihm gesandt wurde und dessen Willen ausführt.  Wer die Bibel kennt, der weiß, daß Jesus wie jeder fromme Mensch betete, z.B. auf Gethsemane, und muß feststellen, daß Jesus ein Mensch war. Er kannte Gottes Willen  und aus Liebe zu Gott tat er dessen Willen. 

Ein Mann, der Gottes Willen tut, ist ein "Sohn Gottes", wenn er Gott als Vater erkannt hat, oder er ist ein “Diener Gottes", wenn er Gott nur als Herrn ansieht. Jesus lehrte die Menschen das Vater-Unser-Gebet. Im Patriarchat der Juden, Christen und Muslime wird immer nur von "Söhnen", "Vater" oder "Herrn" gesprochen, doch Jesus betete im Aramäischen, seiner Muttersprache, stets zum universellen "Mutter-Vater-Gottwesen (Neil Douglas Klotz). Jesus war einer, der Gottes Willen erforschte, als Liebe zu und zwischen Menschen erkannte und lehrte. Deswegen existierte Gott im Menschen Jesus unter den  Menschen.

Gottes Geist und Wesen wirkt durch alle Menschen, die Seinen Willen tun, der pur Liebe ist. Diese Menschen dürfen sich "Söhne" oder "Töchter" Gottes nennen.  Durch wen auch immer Gott spricht und handelt, der ist eine sichtbare Gottesexistenz. - Die Konzilsaussage des Kaisers und Jesu Aussage bestätigen die Wesensgleichheit des Menschengeistes mit Gott.  In einen Menschenkörper kann man das unendlich große Gottwesen nicht einsperren! Es entsteht aber in den Söhnen und Töchtern ein Geistzentrum des unendlichen Gottesgeistes wie eine unseren Augen freilich unsichtbare Sonne.  Gott kann also durchaus durch auserwählte Menschen  handeln, als Geist in ihnen wohnen und  herausleuchten wie die Sonne aus einem  Tautropfen. So kann auch eine Gruppe von Menschen dem Geist Gottes eine sichtbare Existenz oder Grundlage in Zeit und Raum bieten:

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. -Mt 18,20

Mit "zwei" sind Mann und Frau gemeint, mit "drei" Vater, Mutter, Kind (Kinder). Rom machte auf dem Konzil daraus "Vater, Sohn und Heiliger Geist". Diese Sentenz ist übrigens auch die Grundlage dafür, daß bei einem Gespräch mit einem Geistlichen Gottes Geist dabei ist, wenn sie sich über ihn unterhalten. Einen noch höheren nicht von Gott erteilten Anspruch erhebt der Papst. Er sagt, daß er der Stellvertreter Gottes sei. Die Geschichte lehrt oft das Gegenteil und läßt vermuten, daß so mancher Papst eher der Antichrist war. Es gibt aber gute Ausnahmen. Im Grunde kommt es also nicht auf das hohe Amt an sondern immer auf den Geist darin.

Gott sieht nur auf das Herz, nie auf Titel oder weltliche Ränge. Jeder noch so einfache Mensch kann mit Gott in Verbindung treten zu jeder Zeit. Wer Gott sucht und liebt, in dem und mit dem ist Gottes Geist wirksam und gern. Das gilt natürlich auch für Frauen, welche die Abbilder der Muttergottheit sind, der zu Ehren auch zu Kaisers Justinians Zeit in Byzanz die Krönungskirche, die Hagia Sophia ("Heilige Sophia"), gebaut wurde. Sie war lange die größte christliche Kirche der Welt. Als sie später in die Hände der Muslime fiel, zerstörten sie diese übrigens nicht. Vor dem Aufkommen des Patriarchats und Monotheismus verehrte man die weibliche Sophia. König Salomon pries sie als die Mitschöpferin Gottes, wovon der Monotheismus nichts wissen wollte. Im frühen Jerusalem wurden zuerst noch Gott und Göttin angebetet. Salomon tat dies sogar wieder nach König David. Als David den Monotheismus blutig und gegen den Willen des Volkes einführte, siehe auch Jeremia 44, 16-19, wurde der Glaube an die Muttergottheit verteufelt und eine zweite Schöpfungsgeschichte geschrieben, in der die Frau aus der Rippe des Mannes kam und ihm als sein Eigentum untertan sein müsse. Das setzte sich dann im Judentum, Christentum und Islam fort. Allerdings stellte Jesus das bei den Juden wieder richtig. 300 Jahre nach Jesus verfasste die Großmacht Rom eine Bibel, in der Jesu Lehre stark verfälscht wurde zugunsten der Macht Roms. Papst Damasius I. erteilte damals Hieronymus (347-419) den Auftrag, eine Bibel im Sinne der römisch-katholischen Kirche herzustellen. Dieser tat es, beklagte sich aber, daß jene, die zu seiner Zeit doch die wahre Lehre kannten,  ihn den größten Fälscher aller Zeiten nennen würden. Die ersten Christen, welche noch die wahre Lehre kannten und danach lebten, wurden jedoch grausam verfolgt und ausgerottet durch die Inquisition.  Hieronymus aber gehört heute zu einem der vier "Heiligen Kirchenväter". Das Neue Testament, dass die Lehre Jesu Christi wiedergeben soll, macht übrigens nicht einmal 30% der Bibel aus. Somit besteht die Bibel zum größten Teil aus den alten Lehren und Büchern der Juden, dem Alten Testament.

Der Monotheismus war sehr frauenfeindlich auch im Christentum. Die Frauen mußten zu Paulus Zeiten in Kirchen ihre Haare verbergen. Welche das nicht tat, der wurden sie geschoren. Den Tieren wurde eine Seele aberkannt, sie durften wie Ware behandelt werden und auch den Frauen drohte man damit. - Das heute leider zwar sehr verwässerte Christentum hat sich diesbezüglich aber etwas weiterentwickelt. Inzwischen wird Frauen auch wieder eine Seele zuerkannt und sie müssen ihre Haare in der Kirche nicht mehr verbergen. Aus der "Hure Maria Magdalena" wurde inzwischen eine Heilige.  Nicht weiterentwickelt hat sich dagegen der Islam, in dem die Frauen sich in einigen Staaten immer noch verhüllen müssen und viel weniger Rechte haben als die Männer. - Jesus hatte etwas ganz anderes gelehrt und gelebt. Jesus war ein Meister der göttlichen Lehre und ein aufmerksamer Religionslehrer, der alle einlud ihm zu folgen, Männer, Frauen und Kinder - was dem Tempel sehr mißfiel. Jesus lehrt uns, Gottes Geist der Liebe in uns wachzurufen, Gutes zu denken und zu tun, denn dadurch können wir uns selbst mit Gott verbinden und uns weiterentwickeln. Gottes Geist nimmt dann Wohnung in uns wie seinerzeit in Jesus und Gottes Liebe verbindet dann alle solche durch seinen göttlichen Heiligen Geist in seiner heiligen göttlichen Familie.


Götter gibt es wirklich. . . aber nicht alle sind Engel.

Bis jetzt haben wir noch kein Bild Gottes als das eines Geistes und daß jeder, der der Lehre Jesu folgt, Gott gleicht. Prinzipiell ist jeder Mann ein Sohn Gottes und jede Frau eine Tochter Gottes.  Im vorangegangenen Kapitel über das "Wesen Gottes" wurde schon eingehend über die Anunnaki-Götter und Adam und Eva gesprochen. Hier wiederholt sich einiges, ist aber detaillierter und  wird anschließend noch ergänzt um interessante Aussagen des Vatikans über Jesu Vater und die Ankündigung, daß die christliche Religion in naher Zukunft einengravierenden Wandel erfahren wird. Doch zuerst zu den Anunnaki.

Alte sumerische Tontafeln berichten nach Aussagen der Sumer-Experten Zecharia Sitchin und Noah Kramer, daß die Schöpfer der heutigen Menschen die Anunnaki vom Planeten Nibiru waren. Dieser Planet wird erwartet in unserer Zeit und mit ihm die Rückkehr der Götter, die Ankunft des Messias bzw. Christi je nach Religion. Ankündigungen gab es schon 2002. Gesehen hat diesen noch keiner, aber astronomische, mathematische und physikalische Berechnungen machen seine Existenz wahrscheinlich. Die letzten wissenschaftlichen Forschungen kommen 2017 aus Kalifornien. Nach Wegfall des Zwergplaneten "Pluto" als Planet nennt man Nibiru nun "Planet Nine". Man sucht ihn jenseits des Keuper-Gürtels. Andere Forscher vermuten, daß die Anunnaki in einem künstlichen Planeten in unserem Sonnensystem wohnen und diesen steuern können. - Wieder andere behaupten, daß der Asteroidengürtel der Rest eines Planeten war. Von  diesem oder einem anderen noch nicht gesehenen Planeten sollen die Anunnaki, die Götter der Menschen gekommen sein. Sie sind technisch hochentwickelte Bewohner unseres Sonnensystems, aber keine Erdlinge. Von den damals technisch noch sehr unterentwickelten Menschen wurden sie natürlich alle als Götter verehrt. Deswegen gab es so viele Götter im Altertum. Es sollen übrigens auch andere Rassen als die Anunnaki die Erde zeitweise bewohnt haben. Das Weltall gehört nicht nur uns Menschen!

Die Sumerer, Babylonier, Ägypter, Griechen und Römer verehrten die Anunnaki als Götter und ihre Boten nannten sie "Götterboten". Aus dem griechischen Wort "angelos" für "Bote" wurde in Rom auf Lateinisch "angelus", später auf Englisch "angel" und zu deutsch "Engel". Die "gute Botschaft" heißt übrigens  Evangelium ("ev"="eu"="gut"). - Diese "Engel" hatten freilich keine Flügel auf dem Rücken wie Vögel. Flügel symbolisierten nur die Fähigkeit fliegen zu können.  Sie kamen vom sichtbaren Himmel mit Flugzeugen und Raumschiffen.  Für die alten Sumerer waren das alles Götter oder Engel "mit Flügeln" gewesen.

Erschaffung des Menschen aus Genen und Rippen

Zecharia Sitchins Übersetzungen der sumerischen Tontafeln erzählen sehr detailliert, wie "Adam und Eva" von den "Göttern" durch Genetik aus Vormenschen, den Schwarzköpfen, erschaffen wurden. Sitchin bzw. die Sumerer erklären uns verständlich beide biblischen Schöpfungsberichte und warum die Menschen  erschaffen wurden.

Die Anunnaki hatten ein Problem. Um ihren Planeten zu retten, brauchten sie viel Gold für ihre Atmosphäre. Gold fanden sie auf und in unserer Erde, doch der Abbau war schwer. Das Ziel war Arbeitssklaven zu erschaffen, die klug genug waren, Befehle auszuführen. Die Anunnaki probierten zuerst erfolglos sich mit irdischen Vormenschen zu paaren. Es klappte nicht. Dann kam es zu genetischen Experimenten, die ebenfalls sehr kompliziert wurden und lange dauerten. Die weiblichen Eizellen stammten von menschenaffenähnlichen Vormenschen ab. Die männlichen Samen aber lieferten die Anunnaki-Wissenschaftler, laut Sitchin sogar ENKI, einer der zwei Söhne von Anu, dem Herrscher der Anunnaki. Die künstliche Befruchtung funktionierte nach vielen Fehlschlägen erst in Tongefäßen aus Lehm. In Gefäßen aus Metall oder Glas kam es immer zu Fehlbildungen. Das Austragen klappte nur in den Gebärmüttern von Anunnaki-Frauen. Erdfrauen stießen die befruchteten Eier ab. Hunderte von Kindern wurden deswegen von freiwilligen Anunnaki-Frauen ausgetragen und geboren. Ziel der Erschaffung intelligenterer Menschen war wie gesagt, eine Arbeiterrasse auf Erden zu schaffen, die Gehirn genug hat, Befehle anzunehmen. Die Kinder wuchsen heran, waren aber unfruchtbar wie Maulesel und Maultier. Das war ein herber Rückschlag. Durch eine Eingebung kam ENKI erst auf die Lösung. Es fehlte noch ein Bestandteil des Blutes. So injizierte Enki Knochenmark aus seiner Rippe dem Adam und Enkis Frau Ninki (Nin-khursag, Ninki, Ninti, Nintu, Ninharsag - verschiedene Schreibweisen) Knochenmark aus ihrer Rippe der Eva. Danach waren die Menschen fruchtbar und vermehrten sich selbst. Wenn man den sumerischen Tontafel-Übersetzungen von Zecharia Sitchin glauben darf, dann hieß die erste Geburtsgöttin Ninki. Später nannten die Sumerer sie " Nin-tî ", das bedeutet "Herrin des Lebens".  Zum Verwechseln ähnlich klingt das sumerische Wort "Nin-ti" mit lang ausgesprochenem "i". Das bedeutet ganz passend "Rippe". - Nun wissen wir, warum in der zweiten Schöpfungsgeschichte die "Rippe" auftaucht und wie es laut Sitchin gewesen sein könnte. Kramer deutet die "Rippe" anders. Er schreibt: „Cheva“ ist der hebräische Ausdruck für „Eva“ und bedeutet „die aus Leben geschaffene“. "CHEV.A." bedeutet im Sumerischen „Rippe, „Lebenskraft“.

In der Bibel werden sehr menschliche Göttersöhne beschrieben.

Die Anunnaki waren zufrieden, fühlten sich trotz massiver anfänglicher Fehlschläge als Schöpfergötter. Tatsächlich aber wußten sie nicht, daß ihnen unsichtbare Mächte des wahren Gottes schließlich mithalfen, weil sie ebenfalls ein Interesse an der Erschaffung eines Menschen hatten (Nag Hammadi Schriften). Auch die sumerischen Tontafeln und Zecharia Sitchins Buch "Das verschollene Buch Enki" erwähnen nebenbei, daß höhere Wesen als die Anunnaki existieren.  - Zu erwähnen sei noch, daß die "Göttersöhne" bald merkten, daß die Töchter der Menschen gut zu ihnen paßten und mischten oft und fleißig genetisch mit. Auch Enki hielt sich da nicht zurück.

Genesis 6,1-2: Als die Menschen anfingen, sich auf der Erde zu vermehren, und ihnen Töchter geboren wurden, sahen die Gottessöhne, dass die Menschentöchter zu ihnen passten, und sie nahmen sich Frauen aus allen, die ihnen gefielen.

Gen 6,4: Die Nephilim lebten damals auf Erden [und auch später noch], als die Gottessöhne mit den Menschentöchtern verkehrten und diese ihnen Kinder gebaren, jene Helden, der Vorzeit, die berühmten.

Lange Zeiten hindurch wurden die Anunnaki als Götter oder Gottessöhne verehrt, die Frauen als Göttinnen. Sie lebten viel länger als die Menschen, tausende von Jahren. Nur durften sie nicht auf unserer Erde bleiben, sonst alterten auch sie rasch. Sie ließen sich anbeten und Opfergaben bringen in Sumer, Babylon, Ägypten, Griechenland, Rom und auch in anderen Teilen der Welt. Die Menschen hatten ihnen zu dienen und für sie zu arbeiten.  Es ging hauptsächlich um den Abbau von Gold. Es war immer eine Abordnung der "Götter" auf Erden, welche den eingesetzten Machthabern Instruktionen gaben und dann abgelöst wurden. Zumindestens in späteren Zeiten war das so, daß sie sich vor den normalen Menschen nicht zeigten. Anfänglich aber herrschten sie auch persönlich und "halfen" fleißig bei der Befruchtung der Menschentöchter mit. Sklavendasein war der Zweck der Erschaffung des Menschen. Aber diese waren auch mehr und mehr leibliche Kinder der Anunnaki. So gab es viel Streit zwischen den Anunnaki. Anus Sohn Enlil, der als als oberster Befehkshaber über die Erde eingesetzt wurde, wollte nur Sklaven. Der Sohn Enki betrachtete sie aber als Verwandte. Natürlich liebten auch viele Anunnaki-Frauen ihre Menschenkinder, allen voran Ninti - die "Herrin des Lebens", die erste Geburtsgöttin, siehe unten. Handgemacht war dann die Sintflut auf Anordnung von Enlil, der die intelligenten Menschen auslöschen wollte zugunsten einer reinen Sklavenrasse. Enki rettete Noah und dessen Angehörigen über die Flut hinweg, was Enlil wütend machte. Die Götter-Saat war also nicht mehr aufzuhalten unter den Erdmenschen. Noah war auch ein Kind Enkis.

Auch Jesus soll einen nichtirdischen Vater gehabt haben, wie der "Große Talmud" berichtet:

TJ 1:85 85-87
Siehe, die Schwängerung Marias geschah also elftausend Jahre nach der Zeugung Adams durch den Himmelssohn Semjasa, so das Wort erfüllet würde, was Gott, der Herrscher der Weithergereisten, durch den Propheten Jesaja gesagt hat, der da spricht:"

TJ 1:86-87
"Siehe, eine Jungfrau wird durch einen Himmelssohn geschwängert werden, noch ehe sie vor dem Volke einem Mann vertrauet ist. Die Frucht ihres Leibes werden sie beim Namen Jmmanuel heissen, das gedolmetscht ist "der mit göttlichem Wissen"...


Der Chef-Astronom des Vatikan beobachtete schon viele Raumschiffe mit dem größten binokularen Infrarot-Teleskop der Welt, das im Besitz des Vatikan ist. Br. Guy Consolmagno vermutet sogar, daß Jesus ein Sternenkind sei, Sohn eines Außerirdischen, sagend:

"Jesus might be the son of a star child" 

Quelle(2018):
https://www.youtube.com/watch?v=wSHLPs9n5q0

Wie wir sehen, waren die außerirdischen Götter, die uns genetisch schufen, nicht einmal Engel im christlichen Sinn. Sie waren wie wir fehlerhaft und triebhaft. Bei ihnen herrschten Kriege wie bei uns. Sicher erbten wir diese Eigenschaften.

Es gab auch andere Götter-Rassen, die die Erde besuchten und bewohnten. Zwischen Jupiter und Mars gab es einmal einen angeblich bewohnten Planeten, der von seinen Bewohnern, die der Raumfahrt kundig waren, in einem großen Atomkrieg zerstört wurde und heute den Asteroidengürtel bildet. Alte Mythen berichten, daß einige übrig gebliebene der Raumfahrt kundige Bewohner auf unsere Erde auswanderten und als Götter verehrt wurden. So haben die Mayas nicht nur einen Kalender mit 365 Tagen sondern auch einen Kalender für Götter mit 260 Tagen. Das dürfte nach Däniken und einem Prof. der Universität Bonn, der laut Däniken nicht genannt werden will, der zerstörte Planet gewesen sein mit 260 Tagen für eine Sonnenumrundung.  - Es sollen auf der Erde verschiedene Alien-Rassen leben, beteuert auf einem öffentlichen Hearing der ehemalige Verteidigungsminister Kanadas Hon.Paul Hellyer. Er berichte von ein oder zwei Dutzend Alienrassen auf Erden und sagte, daß die Menschen ein Recht hätten, darüber aufgeklärt zu werden.

Die Verehrung der Raumfahrer als Götter kann man gut verstehen. Sie konnten fliegen, sie kamen von den Sternen und vom Himmel geflogen. Ähnliches geschah später bei Columbus. Er und seine Mannschaft wurden von den Indianern als Götter angesehen und als solche auch empfangen, als sie in ihren glänzenden Rüstungen auf großen mit Kanonen bewehrten Schiffen über das Meer kamen. Man brachte ihnen Gold, Silber, Edelsteine und Jungfrauen. - Doch Undank ist der Welt Lohn, wie die spätere Geschichte der Indianer in Amerika zeigt.

Es gibt viele Rätsel auf Erden, welche mit außerirdischer Hochtechnologie leicht erklärbar wären (nur z.B. Linien von Masca, Pyramiden). Sitchin übersetzte aus dem Sumerischen, daß die Anunnaki oder auch andere raumfahrende Nationen auf die Erde kamen und lange auf Erden blieben. Jedenfalls ist die erstaunliche Hochkultur der Sumerer erklärbar, die erste uns gut bekannte und historisch dokumentierte auf Erden. Ziemlich plötzlich entstanden damals in der Bronzezeit Städte mit Infrastruktur, Kanälen, Parkanlagen, Schulen, Palästen, medizinischen Einrichtungen, und auch die Hochseeschifffahrt. Frauen trugen modische Kleider und Frisuren, wie man auf den sumerischen Tafeln sehen kann.

Es gab und gibt nicht nur die ELOHIM, JAHWE, ALLAH. . . . . . . 

sondern noch tausende von Göttern auf dieser Erde! Wer nach weiteren Göttern und Götternamen forschen möchte, dem empfehle ich zu googeln oder "Das Lexikon der Götternamen, ihrer Herkunft und Funktionen" von Elisabeth Malchow zu lesen. Sie schreibt in der Einleitung, daß sich das Phänomen einer personifizierten und vermenschlichten Götterwelt rund um den Erdball zeigt. Die Anzahl der handelnden Götter scheint dabei schier unvorstellbar zu sein. So soll es den Quellen nach bei den Sumerern allein 7000 gegeben haben, und in den indischen Veden werden 3399 erwähnt. Hochrechnungen unserer Tage kommen auf eine Zahl von über 100.000 Götter für die gesamte Erde.  Im Götterlexikon von E. Malchow werden 4000 Götter aufgeführt und sie kommt nach 15 Jahren Forschung zu dem Schluß, daß es in Wirklichkeit die Götter nicht gibt, die in unseren Religionen benannt werden.  Sie schließt mit der Erkenntnis:

"Gott ist die Liebe."

Das ist ein gutes Stichwort und so wollen wir die Götter des Alten Testaments, der Sumerer, Ägypter und Griechen verlassen und zum Neuen Testament gehen. Jesus lehrt den Gott der Liebe. Er spricht von einem gütigen Gott, einem Geist, nicht von einem Menschen oder Außerirdischen, welche Frauen vergewaltigen, Blut- und Schlachtopfer fordern und Bruder gegen Bruder kämpfen lassen. Gott straft auch nicht. Die Menschen strafen sich selbst durch Hochmut, Egoismus, Lügen, lieblose Gesetze und schaffen erst die Sünden und die Strafen. Die mächtigen Gesetzgeber der Welt schaden am meisten ihrer eigenen Seele. Doch das wissen sie nicht. Jesus sagte denen, die der Macht wegen herrschen und einem falschen Gott dienen :

"Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben. Denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen. Ich bin nicht von mir aus gekommen, sondern jener hat mich gesandt. Warum versteht ihr meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören wollt.
Ihr habt den Teufel zum Vater und wollt die Gelüste eures Vaters tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, weil Wahrheit in ihm nicht ist. Wenn er die Lüge redet, dann redet er aus seinem Eigenen, weil er ein Lügner ist und der Vater der Lüge." - (Joh 8,42-45)

Jesus wurde von Gott gesandt. Er ist also nicht selbst das unendliche Gottwesen, sondern eine Gottes-Existenz!  Viele Christen lernten zwar, daß Jesus Gott selbst ist, daß Gott in ihm höchstpersönlich selbst als Mensch in Jesus auf die Erde kam. Doch wie oben schon gesagt, kann das so nicht sein. Es ist komplizierter. Es betete Jesus zu Gott zusammen mit seinen Jüngern und Jüngerinnen. - Philippus wollte mal wissen, wer Jesus ist, und dieser antwortete:

Schon so lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: 'Zeige uns den Vater'? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir aus. Der Vater, der in mir bleibt, tut seine Werke. (Joh14,9-10)

Ist das eine Bestätigung, daß der Mensch Jesus Gott ist ? "Ja" und "nein", wie wir noch sehen werden. Man übersieht, daß Jesus von dem unsichtbaren, "nicht-existenten" Gottwesen spricht und auch zu diesem Gott betete. Der Mensch Jesus betete vor seiner Kreuzigung nämlich folgendermaßen:

Und er (Jesus) trennte sich von ihnen etwa einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete: "Vater, wenn du willst, lass diesen Kelch an mir vorübergehen. Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe." Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. Und als er in Angst geriet, betete er noch inständiger. Und sein Schweiß wurde wie Tropfen Blutes, die auf die Erde niederrannen. ( Lukas 22,41-44: )

Diese Szene - wer beobachtete sie übrigens und schrieb sie nieder? - zeigt einen ängstlichen Jesus und keinen Gott. An anderer Stelle in der Bibel spricht er vor den Juden im Tempel von Gott als seinem Vater und bezeichnet sich als ein "Sohn Gottes". Als die Tempeljuden das vernahmen, wollten sie ihn steinigen. Übrigens würden das heute auch orthodoxe Muslime tun, welche einen "Sohn Gottes" als Todsünde ablehnen. Für sie ist Jesus ein Prophet. Jesus rechtfertigte sich antwortend:

"Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: 'Ich habe gesagt: Götter seid ihr'? - Joh.10,34

Jesus spricht hier von dem göttlichen Geistfunken in jedem Menschengeist, jedem Gotteskind und  damit kommen wir der echten Göttlichkeit Jesu näher und verstehen gleich sie besser. Während dieser Gottesgeistfunke in fast jedem Menschen erst noch entwickelt werden muß durch eine entsprechende Lebensführung und Herzensbildung, war er in Jesus schon zu einer wahren Geistes-Sonne geworden. Jesus war geistig erwachsen, kein Kind Gottes mehr.  Solch erwachsene "Kinder Gottes" sind  Gottesexistenzen . Sie tun Gottes Wille.

Gottes Wesen ist aber nicht auf die Person Jesu beschränkt. Jeder, der Gottes Willen tut, durch den Gott also wirkt, sie sind Töchter der Gottheit oder Töchter Gottes. Das klingt in den Ohren der archaischen Monotheisten, der Patriarchen sehr ungewohnt, aber es ist logisch. Mann und Frau sind durch die ELOHIM gleichzeitig und gleichwertig erschaffen worden.


Von Anfang an war nicht EINER sondern ZWEI

Pfarrer Johannes Greber ist davon überzeugt, daß Gott ganz gerecht genau immer zwei erschuf, die zusammenpassen. Er lehrte: Es gibt genausoviel männliche wie weibliche Geister. Greber lebte von 1874 bis 1944, war katholischer Priester und Anwärter auf das Bischofsamt in Trier, auf das er angesichts wachsender spiritueller Erkenntnisse aber verzichtete. Er habe das Amt nicht mit seinem Gewissen vereinbaren können. Greber formulierte das Verhältnis von Mann und Frau folgendermaßen:

So werdet ihr wohl ungläubig den Kopf schütteln, wenn ich sage, daß das in der ganzen irdischen Natur und bei allen Lebewesen vorhandene Gesetz der Verbindung des Männlichen mit dem Weiblichen auch in der geistigen Schöpfung in demselben Umfang gilt und gelten muß. Denn die Materie ist ja bloß eine Verkörperung des Geistigen, also bloß ein anderer Zustand des Geistes, der die geistigen Gesetze nicht aufhebt, sondern sie bloß in einer der Materie angepaßten Weise wirksam werden läßt. Wie es daher in der irdischen Schöpfung männliche und weibliche Wesen aller Gattungen gibt, so gibt es auch männliche und weibliche Geister in der geistigen Schöpfung. Die Zahl der männlichen Geister ist dieselbe wie die der weiblichen. Jedem männlichen Geist ist ein weiblicher Geist nach Gottes Gesetz zugeteilt. Beide passen vollkommen zueinander und finden in der gegenseitigen Ergänzung und in ihrem treuen Zusammenarbeiten an der ihnen von Gott gegebenen Aufgabe ihr höchstes, persönliches Glück. Solche füreinander geschaffene Geisterpaare nennt man 'Duale'. Das bedeutet soviel wie: 'Zwei, die zusammengehören'. 'Blicke auf alle Werke des Höchsten: immer sind es zwei und zwei (also Paare) eins zum anderen gehörend.' Das sind die Ehen, die im Himmel geschlossen wurden. (Sirach 33, 15)


Dazu ist eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Im englisch orientierten Sprachraum wird neben dem lateinischen Begriff "Dual" auch "Twin Flames" gesagt. Deutsch heißt es "Zwillingsflammen", ein sehr schöner Ausdruck. Wenn beide wieder zusammen treffen, flammt das Schöpfungsfeuer göttlicher Liebe zwischen ihnen auf und vergeht nie mehr. Was Gott so vereint hat, kann keiner mehr trennen. Es ist das höchstmögliche Glück und das kann auch der Monotheismus nicht verhindern. An der Gleichwertigkeit und Zusammengehörigkeit von Frauen und Männern kommen Tempel, Synagogen, Kirchen und Moscheen nicht vorbei, das Leben bilden nur das Männliche und das Weibliche zusammen. Der Monotheismus ist äußerst rückständig und nicht mehr zeitgemäß. Mit ihm geht es in immer höherem Tempo bergab.  Auch der Begriff "Emanzipation" ist irreführend. Männer und Frauen kann man nicht gleichmachen, sie sind und bleiben verschieden, aber sie ergänzen sich perfekt. Das sollte erkannt, geachtet und gelehrt werden. Erste Anfänge besserer Erkenntnis gibt es schon. So lernen in der ersten Schulklasse die Kinder im katholischen Unterricht mancherorts Kindergebete wie dieses hier:

Gott, wir dürfen Vater zu dir sagen, sogar Papa, so wie wir Zuhause sprechen. Bei dir dürfen wir daheim sein, du sorgst für uns wie ein Vater, der seine Kinder lieb hat und sie ernährt und beschützt. Gott, wir dürfen auch Mutter zu dir sagen, sogar Mama, wie unsere Mama zuhause. Du liebst uns wie eine Mutter, die ihr Kind in die Arme nimmt, es streichelt und küsst und mit allem Notwendigen versorgt. Gott, du unser Vater und unsere Mutter, sei uns immer nahe!

Jesus betete ebenfalls nicht einen Herrn an, sondern das echte gesamte Gottwesen. Er sprach Aramäisch und betete laut Neil Douglas-Klotz zu "Abwûn d'bwaschmâja", zum "Atmenden Mutter-Vater-Gottwesen" in der gesamten Natur. Gott heißt auf Aramäisch  "Allaha". Heute spricht man  in Teilen von Syrien noch Aramäisch, Jesu Muttersprache. Hebräisch sprach zu Jesu Lebenszeiten schon lange keiner mehr. Deswegen brauchte man die der alten Sprache kundigen Schriftgelehrten. Das war den alten Machthabern sehr recht, daß das Volk nicht selbst lesen konnte, was in der Schrift steht. Wiederholte sich das denn nicht wieder mit der lateinischen Bibel? Ja, sie war nicht für das "gemeine" Volk gedacht. Als Luther sie übersetzte in die Sprache des Volkes, da war im Vatikan die Hölle los. Denn Jesus wußte und lehrte, daß ein Mensch keine äußeren Kirchen aus Stein, keine Gebäude, keinen Vatikan und auch keine amtlichen Geistlichen braucht, um zu Gott zu finden. Jesus war sehr gebildet und kannte auch diese alten hebräischen Schriften genau. Ihm konnten die Pharisäer und Schriftgelehrten nichts vormachen. Er aber predigte dem Volk das rechte Verständnis von Gottes Wesen. Solche weise und gute Lehrer braucht das Volk, keine Kirchen und Tempel.

Das Gottwesen ist männlich und weiblich. Das erkannte jetzt 2017 die Schwedische Kirche. Auch auf der Webseite des evangelischen Kirchenkreises von Bochum (2011) taucht die Göttin auch wieder auf: 

"Das Bild des Geistes ist offen für weibliche Züge in der ansonsten von männlichen Bildern dominierten Gottesvorstellung des Christentums: Das hebräische Wort für Geist "Ruach" ist feminin, ebenso das griechische Geistwort "Sophia"......Von Ur an: Gott in Geselligkeit, Gott mit Sophia, der Frau der Weisheit, geboren noch ehe alles begann".

Nach Salomon war die Weisheit Gottes eine Frau. Die Griechen nannten sie Sophia. Salomon besingt sie als  Mitschöpferin Gottes. Ja, sie schuf eigentlich alles im Sinne und zur Freude Gottes.


Wie wir wissen, ist Gott nicht Einer sondern Zwei - und doch ist Gott nur "EINER", weil beide zusammen eine Schöpfer-Einheit bilden. Das grenzenlose Gottwesen ist überdies auch nicht gebunden an eine Gestalt und zeigt sich sowohl als Mann, Frau, Kind, Sohn oder Tochter:

Gott zeigte sich Johannes in vielerlei Gestalten

Im "Apokryphon des Kodex Berolinensis" schildert der Jünger Johannes nach der Kreuzigung Christi seine Gottes-Begegnung einmal so:

Als ich diese Fragen in meinem Herzen bewegte, siehe, da öffneten sich die Himmel und die ganze Schöpfung, die unter dem Himmel ist, erstrahlte, und die Welt geriet in Erschütterung. Ich war ängstlich. Und siehe: Ich sah im Licht ein Kind. Es stand bei mir. Als ich es aber betrachtete, wurde es ein Mann. Und der änderte seine Gestalt und wurde zu einer Frau. Als ich sie sah, wunderte ich mich, wie diese Frau in vielerlei Gestalten in dem Licht auftrat. - Es war keine Vielzahl vor mir, sondern es war da nur eine Person aber mit vielen verschiedenen Erscheinungsformen im Licht. Und die Erscheinungen offenbarten sich gegenseitig. Die Gestalt hatte aber drei wesentliche Aspekte und sie sagte zu mir: "Johannes, Johannes, warum wunderst du dich? Hab keine Angst! Ich bin der, der mit euch ist alle Zeit. Ich bin der Vater, ich bin die Mutter, ich bin der Sohn.

Mit "Sohn" ist auch die "Tochter" gemeint, welche im Patriarchat und Monotheismus nur nicht genannt wird. Es zeigten sich ja auch viele weibliche Gestalten in der Vision. Der Geist Gottes kann sich jedenfalls jeder Seele zeigen und der wahre Gott ist auf keine Gestalt begrenzt. 


Wie zeigt sich Gott uns?

Jeder Seele kann sich Gottes Geist anders zeigen. Bei medial begabten Menschen wie hier bei Johannes kann ein seinem Geist sichtbarer göttlicher Kontakt entstehen. Die Kommunikation findet augenblicklich in perfekter Telepathie statt. Die irdische Sprache spielt keine Rolle mehr. Es können sich medial begabten Menschen freilich auch andere Geister zeigen, wenn das jemand wünscht oder provoziert, der das "zweite Gesicht" hat.

Nun hätten wir endlich eine Lösung für das Aussehen Gottes. Es ist vielfältig. Das Bild entsteht in unserer Seelensphäre und in unserem der Seele untergeordneten Gehirn nach unseren Glaubensvorstellungen als Erscheinung, Vision, und zwar passend zur Situation und passend zu unseren Erwartungen und Glaubensvorstellungen, ganz individuell. Der Geist tritt in eine Seelenmatrix ein und augenblicklich erscheint diese in der Gestalt des Geistes, so wie diesen sich die Seele, der Mensch, vorstellt. Geist ist überall, Gottes Geist und auch unser Geist. Die Liebe oder der Wille kann die Wunder bewirken.  Geist ist zwar unsichtbar, doch trifft er auf eine Seelenmatrix, die ihn durch Liebe anzieht, so erscheint er darin wie das am Nachthimmel noch unsichtbare Sonnenlicht, das sichtbar wird, sobald es auf den Mond oder einen anderen unbeleuchteten Himmelskörper trifft. So ist es erklärbar, daß Gott, Christus, Maria, ein Engel usw. gleichzeitig vielen Menschen erscheinen kann. Auch ein vollendeter vollbewußter Menschengeist wird einmal in verschiedenen Seelen oder Schöpfungen auftreten können mit passendem Seelenkleid, denn auch sein Geist ist überall und besonders dort, wo man ihn liebt und herzlich aufnimmt. Er kann seinen Enkeln als ihr Großvater erscheinen und sich gleichzeitig an anderen Orten mit Freunden unterhalten als junger Mann im besten Alter. Das klingt utopisch, doch ist es leicht zu verstehen, wenn man die Besonderheiten von Seele und Geist kennt. Geist projiziert in der Matrix, z.B. in der Matrix einer Seele, sein Bild. Analog dazu verhält es sich mit der Kommunikation. Sie findet durch Telepathie statt und wird als klare Rede aufgenommen.  Hochentwickelte, vollkommene Menschengeister bilden im Verbund mit Gottes Wesen sogar echte Gottesexistenzen. Sie  können Menschen als Engel, als Paar oder auch nur als ein Mann, Frau oder Kind erscheinen. Sind sie inkarniert, so wirken sie auf Erden mit ihrem großen Geist aus Gott Wunder. Sie vollbringen Wunder durch die Liebe und sind ein Licht in der Finsternis wie Jesus.

Der Naturforscher und Theologe Emanuel Swedenborg (1688-1772) war ein großer Visionär seiner Zeit und berichtete von den vollkommenen Engeln und daß er sie als seelige Paare von Mann und Frau im Himmel gesehen und gesprochen habe. Weil es hier gut passt, folgt ein Auszug aus Swedenborgs "Eheliche Liebe". Er verwendete den Wortschatz seiner Zeit, in der es Pferdekutschen und keine Autos oder Flugzeuge gab. So zeigen sich die Engel ihm auch nicht in Raumschiffen oder Autos, sondern in Pferdekutschen:

Aber bald ließ sich aus dem Himmel eine Stimme hören, welche rief: " Wir haben vernommen und sehen jetzt, daß du nachsinnst über die eheliche Liebe; und wir wissen, daß es bis jetzt niemand auf Erden weiß, was die wahrhaft eheliche Liebe in ihrem Ursprunge und in ihrem Wesen ist, und doch ist es wichtig, daß man es wisse. Es hat dem Herrn gefallen, dir (Swedenborg) die Himmel aufzutun, damit in das Innere deines Gemüts ein erleuchtendes Licht und dadurch ein Innewerden einfließe. Bei uns in den Himmeln, besonders in dem dritten, fließen unsere himmlischen Freuden hauptsächlich aus der ehelichen Liebe. Wir werden daher vermöge der uns gegebenen Erlaubnis ein Ehepaar zu dir hinabsenden, damit du es sehest." Siehe es erschien nun ein Wagen, der vom dritten Himmel herunterkam. Darin sah ich einen Engel. So wie er aber näher kam, ersah man zwei in demselben Wagen. Der Wagen glänzte aus der Ferne vor meinen Augen wie ein Diamant, und es waren ihm junge Pferde vorgespannt, weiß wie Schnee. Die in dem Wagen hielten in den Händen zwei Turteltauben und riefen mir zu:
"Willst du, daß wir näherkommen? Aber dann nimm dich in acht, daß nicht der Glanz, der von unserem Himmel, aus dem wir herabgestiegen sind, herstammt und flammend ist, tiefer in dich eindringe! Denn aus seinem Einfluß werden zwar die höheren Ideen deines Verstandes, welche an sich himmlisch sind, erleuchtet, allein diese sind in der Welt, in der du lebst, unaussprechlich. Nimm deshalb, was du hören und sehen wirst, vernunftmäßig auf und lege es so der Fassungskraft des Verstandes aus." - Ich antwortete: "Ich will mich vorsehen, kommt nur näher!"- Und sie kamen, und siehe, es waren ein Ehemann und seine Gattin...."

Im Himmel wohnen nach dieser Vision lauter selige Paare. Sie bilden untereinander eine Familie von  Brüdern und Schwestern. Es ist die göttliche Familie, die große Existenz des ansonsten nicht erfassbaren, eben in Raum und Zeit nicht existenten Gottwesens. In dieser Familie gibt es keine Rangordnung. Jesus ist Prinzeps inter Pares. Jesus sagte einmal: 

Denn jeder, der den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester....

Die Mitglieder der göttlichen Familie kennen und lieben Gottes Wesen und tun alle dessen Willen, nicht gezwungenermaßen sondern höchst freudig und von sich aus, denn Gott ist die Liebe. Sie sind Ausdruck des göttlichen Willens. Gottes Wille aber ist nichts als Liebe! Es gibt weder Gesetze noch Gebote und schon gar keine Strafen. Jede Seele ist sich selbst Gönner, Lehrer und Richter und kann die gesamte Schöpfung bereisen und inkarnieren um den Erkenntnishorizont zu erweitern. Alle im Himmel leben aber in einer göttlichen Familie, in der sich alle lieben und miteinander kommunizieren. Bei den Inkarnationen gelten freilich die Naturgesetze und die Gesetze der Gesellschaft, in die man geboren wird. Die beseeligende schöpferische Liebe von Gott und Gottheit im Himmel ist aber die Liebe zwischen Zueinandergehörenden, die sich lieben. Sie helfen einander und auch allen noch in finsteren Regionen zurückgebliebenen Seelen, die irgendwo feststecken und ihre Hilfe brauchen und sie darum bitten. Zusammen sind alle Engel der göttlichen Familie das Antlitz Gottes, Seine Arme, Seine Liebe, Seine Weisheit und Seine Macht. Erst durch sie erlebt und erkennt sich das sonst unsichtbare Gottwesen. Es wirkt mit ihnen und durch sie.

Gottes Geist durchdringt wegen seiner Grenzenlosigkeit auch höllische Welten. Doch mit Teufeln kann und wird er nicht wirken. Wenn eine Seele Gott aber um Hilfe bittet, egal wo sie ist, so hilft Gott dieser Seele. Wer ruft, wird erhört, wer bittet, dem wird gegeben - freilich legt Gottes Liebe und Weisheit die Mittel fest und weiß am besten, wie einer Seele geholfen werden kann.  Um eine Lotto-Million wird man Gott umsonst bitten. Zu Geld und irdischer Macht verhilft eher Satan, der sich übrigens seinen Anhängern gegenüber auch als Gott ausgibt. Er hilft etwas irdisch zu Macht und gern bei bei Bosheiten, will aber dafür im Gegenzug aber Deine Seele. Gegen den Willen einer Seele wird Gott oder einer Seiner Engel auch nicht helfen, selbst wenn ihr Weg schnurstracks ins Verderben führt. Allerdings können warnende Zeichen gegeben werden. Wer noch Mitgefühl und ein Gewissen hat, wird diese bemerken. Leider leben die meisten Seelen heute gottabgewandt und dienen falschen Göttern und Götzen, dem Mammon oder folgen Gurus und Rattenfängern. 

Kann man mit Gott kommunizieren?

Religionsgründer, Propheten, Priester und andere sogenannte Heilige sagen das. Nicht immer stimmt das bei den Mächtigen. Bei denen muß man sich fragen, welchem Gott sie dienen. - Wir aber können selbst mit Gott kommunizieren, nicht nur beten. Wir sind Gottes Kinder und uns verbinden Gedanken und die Gefühle unseres Herzens mit ihm, denn Gottes Wesen ist nichts anderes. Sein Reich ist die Liebe und die Weisheit, umfasst das gesamte Meer der Gedanken und Emotionen. Da, wo man sich liebt, da ist er. 

Wer aber lügt, Haß predigt und Kriege  schürt, bei dem ist ein anderer Geist, Satans Geist. Dieser ist zwar auch nur ein Schatten gegen Gottes Allmacht, aber er hat Daseinsberechtigung. Gegen jemanden, der Gottes Liebe im Herzen hat, ist Satan nur ein  winziger Wicht, was seine Macht betrifft. Auch können die niedrigen gottabgewandten Wesen nicht höhere Wesen sehen und hören, sondern nur ihre eigene Sorte. Umgekehrt sieht ein lichter Engel alles. Er scannt alle Herzen augenblicklich und gründlich. Er braucht keine Geheimdienste, Späher und Spione, Google oder Facebook und Millionen Computer. Die Himmlischen sind nicht nur mächtig, sie kann auch niemand belügen oder täuschen. Stellen Sie sich vor, Sie könnten von jedem augenblicklich klar und deutlich wissen, was er denkt und fühlt, was seine Absichten sind usw... noch ehe er seinen Mund auftut, wissen Sie, wen sie vor sich haben. Glauben Sie, kein Lügner und Betrüger käme vor solchen an die Macht. - So wie die Engel Gottes, die Gottes-Existenzen, in Gedankenschnelle wissen, worum es geht, sind sie auch sofort bei jedem, der sein Herz ihnen zuwendet und sie bittet, ihnen zu helfen. Und natürlich helfen sie dann auch:

Das für uns Menschenkinder noch grenzenlose und unfassbare Wesen Gottes hat also viel mit guten Gedanken und Gefühlen, Intelligenz, Liebe und Kräften aller Art zu tun. Eine besonders wichtige Rolle spielt für Gott die Kommunikation mit uns und das Miteinander. Gott will mit uns, seinen potentiellen Existenzen, kommunizieren. Er hat keine Sprechstunden, er ist immer erreichbar in der Liebe und in Gedanken. Er kann auf verschiedene Weisen sichtbar werden und auch mit uns reden. Den meisten, vor allem Ungläubigen, wird dies unglaubwürdig erscheinen, doch es ist für andere wiederum schon zur Glaubensgewißheit geworden.  Wer ernsthaft nach Gott sucht, der wird ihn finden! Wer Gott fragt, erhält bestimmt eine Antwort. Schwer ist der Anfang, doch wer sucht, der wird ihn erkennen und lieben. Mit genügend Vertrauen wird es klappen! Manchmal ist es für Anfänger hilfreich, in einer ruhigen Stunde über sein gesamtes bisheriges Leben nachzudenken, über die einzelnen Lebensstationen, die man besonders in der Erinnerung hat. Dann erkennt man nicht nur die Vergänglichkeit der Zeit sondern auch, was aus einem geworden ist und sieht vielleicht, daß sich ein roter Faden durch sein Leben zieht und er nie allein war, auch wenn er das dachte. Manchmal regt sich auch ein schlechtes Gewissen. Doch Liebe deckt alles wieder zu.

Gott ist nicht nur in unseren Gedanken als "Innere Stimme" oder in Visionen erfahrbar sondern auch in der ganzen äußeren Schöpfung. Wer jetzt schon von Gott einen Zipfel seines Gewandes in der Außenwelt sehen möchte, der schaue einmal in den nächtlichen Sternenhimmel und staune über dessen unendliche Größe, Ordnung und Schönheit! Nicht zuletzt wohnt in jedem Menschen Gottes Geist und Liebe. Wer sucht, findet sie und kann helfen durch Liebe, den göttlichen Geistfunken im Nächsten anzufachen, bis er eine Sonne wird. Das jedenfalls tat Jesus und rettete viele Seelen.