Unsere Bibel entstand

erst im späten 4. Jahrhundert nach Christus. Kirchenvater Hieronymus schrieb diese "politisch korrekt" im Auftrag des damaligen Papstes Damasus I. Dieser erteilte im 4. Jahrhundert Hieronymus (347-419) den Auftrag, eine Bibel im Sinne Roms herzustellen. Zugrundeliegende bekannte lateinische Evangelien wurden an vielen Stellen verändert. Damasus I. hielt nichts von der christlichen Botschaft. Er eroberte den "Stuhl Petri", also den Papst-Thron, angeblich blutig und rücksichtslos. Er war bekannt für ein ausschweifendes Leben. Somit war es sicher nicht der Heilige Geist, der den Auftrag erteilte, die Bibel, die Vulgata, zu schreiben, die viel später auf dem Konzil von Trient (1545-1563) zu unrecht als "fehlerlos" und vom "Geist Gottes" eingegeben erklärt wurde. Daß die Bibel nicht vom Geist Gottes inspiriert wurde, verdeutlicht der folgende Brief von Hieronymus an seinen obersten Dienstherren Papst Damasius I.:.

 

"Du zwingst mich, ein neues Werk aus einem alten zu schaffen, gleichsam als Schiedsrichter zu fungieren über Bibelexemplare, nachdem diese seit langem in aller Welt verbreitet sind, und, wo sie voneinander abweichen, zu entscheiden, welche mit dem authentischen griechischen Text übereinstimmen. Es ist ein Unterfangen, das ebenso viel liebevolle Hingabe verlangt,wie es gefährlich und vermessen ist, über die anderen zu urteilen und dabei selbst dem Urteil aller zu unterliegen, in die Sprache eines Greises ändernd einzugreifen und eine bereits altersgraue Welt in die Tage ihrer ersten Kindheit zurückzuversetzen......

Wird sich auch nur einer finden, sei er gelehrt oder ungelehrt, der mich nicht, sobald er diesen Band [diese Überarbeitung der Evangelien] in die Hand nimmt und feststellt, daß das, was er hier liest, nicht in allem den Geschmack dessen trifft, was er einmal in sich aufgenommen hat, lauthals einen Fälscher und Religionsfrevler schilt, weil ich die Kühnheit besaß, einiges in den alten Büchern zuzufügen, abzuändern oder zu verbessern? Zwei Überlegungen sind es indes, die mich trösten und dieses Odium auf mich nehmen lassen: zum einen, daß du, der an Rang allen anderen überlegene Bischof, mich dies zu tun heißest; zum anderen, daß, wie auch meine Verleumder bestätigen müssen, in differierenden Lesarten schwerlich die Wahrheit anzutreffen ist. Wenn nämlich auf die lateinischen Texte Verlass sein soll, dann mögen sie bitte sagen: Welchen? Gibt es doch beinahe so viele Textformen, wie es Abschriften gibt. Soll aber die zutreffende Textform aus einem Vergleich mehrerer ermittelt werden, warum dann nicht gleich auf das griechische Original zurückgehen und danach all die Fehler verbessern, ob sie nun auf unzuverlässige Übersetzer zurückgehen, ob es sich bei ihnen um Verschlimmbesserungen wagehalsiger, aber inkompetenter Textkritiker oder aber einfach um Zusätze und Änderungen unaufmerksamer Abschreiber handelt?“

Quellen: Ammianus Marcellinus, Röm. Geschichte 27, 3, 4, zitiert nach A. M. Ritter, Kirchen- und Theologiegeschichtein Quellen, Band 1, S. 173) und A. M. Ritter, Kirchen- und Theologiegeschichte in Quellen, Bd. 1 - Alte Kirche, 1. Auflage 1977, S. 181 f.; Original bei J. P. Migne, Patrologiae cursus completus, series Graeca (MPG) 29, Sp.525 ff.)

 

Hieronymus gehört heute zu den 4 Heiligen Kirchenvätern.

 

 

 

Roms Bannfluch über vegetarisch lebende Christen

 

Suchmaschinen im Internet bringen einige Informationen, welche darauf hinweisen, daß Jesus, seine Jünger und die Urchristen wegen Ablehnung von Schlacht- und Blutopfern verfolgt wurden: Papst Johannes III. (561-574) belegte die Vegetarier mit dem Bannfluch. Er verkündete auf der 1. Synode von Braga in Portugal:

 

"Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuß gegeben hat, für unrein hält und auf sie verzichtet, der sei mit dem Bannfluch belegt."

 

Aber schon im Jahr 326 erließ Kaiser Konstantin das sogenannte "Häretiker"-Gesetz, das es erlaubte, vegetarisch lebende Urchristen grausam zu verfolgen und zu vernichten. Versammlungen von Christen, die sich nicht der römischen Staats-Kirche unterordneten, wurden verboten, Zuwiderhandlung mit Enteignungen, Folter und Tod bestraft. Die Urchristen gingen in den Untergrund. Die meisten beugten sich schließlich der Gewalt. Es blieb ihnen nichts weiter übrig, wenn sie am Leben bleiben wollten.

 

Kirchenvater Hieronymus war Kenner der ursprünglichen christlichen Lehren und der amtlich bestellte Ersteller unserer Bibel (Vulgata). Er schrieb in einem Brief an Juvenian über den Fleischverzehr folgendes:

 

"Der Genuß von Tierfleisch war bis zur Sintflut unbekannt; seit der Sintflut aber gibt man uns die Nerven und den stinkenden Saft des Fleisches unter die Zähne, gleich wie man dem murrenden Volk in der Wüste Wachteln vorwarf. Jesus Christus, der am Ende der Tage gekommen ist, hat das Ende an den Anfang zurückgeführt, so daß es uns heute nicht mehr gestattet ist, Fleisch zu essen."

 

Hier wird bekräftigt, was Papst Benedikt XVI.  in der Gründonnerstagpredigt 2007 über das Johannes-Evangelium und Jesus sagte.  Außerdem gewinnt dadurch das von Rom verworfene "Evangelium des vollkommenen Lebens" an Glaubwürdigkeit. Nicht zuletzt existieren weitere Quellen, welche z.B. bestätigen, daß auch die Apostel wie Jesus Vegetarier waren:


Petrus:
 “Ich lebe von Brot und Oliven, denen ich nur selten ein Gemüse zufüge.” (Clementinische Homilien, XII,6; rec. VII, 6)
Paulus:
 “Jesus befahl mir, dass ich kein Fleisch esse und keinen Wein trinke, sondern nur Brot, Wasser und Früchte, damit ich rein befunden werde, wenn er mit mir reden will.” (Toledoth Jeschu, Ausgabe Krauss, Berlin 1902, S. 113, Pauluswort)
Matthäus:
 “Matthäus lebte von Samenkörnern, Baumfrüchten und Gemüsen ohne Fleisch.” (Clemens von Alexandrien,Paidagogos II,1,16)
Johannes:
 “Johannes hat nie Fleisch genossen.” (Kirchenhistoriker Hegesipp nach Eusebius' Kirchengeschichte II 2,3)
Jakobus:
 “Jakobus, der Bruder des Herrn, lebte von Sämereien und Pflanzen und berührte weder Fleisch noch Wein.” (Epistulae ad Faustum XXII,3)


Diese Informationen wurden natürlich nicht in die Bibel aufgenommen, denn das wäre nicht  im Sinne Roms und nachdem die katholische Kirche unter Kaiser Konstantin I. (285-337 n.Chr.) eine mächtige Staatsreligion geworden war, zementierte sie ihre Macht und Herrschaftsansprüche rücksichtslos und die Lehre Christi wurde dafür wie gesagt verfälscht. Es dauerte nicht lange und es folgten die ersten Inquisitionsmorde, die den Urchristen und Andersgläubigen das Leben zur Hölle machten. Für die freien Urchristen war die vegetarische Ernährung selbstverständlich. Auch liebten sie nicht die heidnischen Zeremonien und Machtansprüche der Staatskirche, sondern die menschenfreundlichen Gebote Jesu, die sie noch kannten. Deswegen wurden sie brutal bekämpft - sogar in den eigenen Reihen der Kirchenfürsten!

Als erstes prominentes Inquisitionsopfer wurden 386 n.Chr. der Spanier Priscillian und 6 seiner Landsleute von ihm in Trier hingerichtet, weil sie Vegetarier waren und sich nicht (wie Jesus seinerzeit) an die befohlenen Schlacht- und Blut-Opfer-Anordnungen Mosis hielten. Dabei war Priscillian 4 Jahre zuvor erst selbst zum Bischof von Avila geweiht worden - er lehrte die alte Lehre Jesu - und folgte lediglich einer arglistigen Einladung Roms nach Trier. "Kaiser Konstantin ließ überdies den auf Alkohol verzichtenden und vegetarisch lebenden "Irrlehrern" flüssiges Blei in den Hals schütten". (Quelle:Carsten Strehlow, Vegetarismus / Veganismus als Bestandteil des Christentums, Berlin 2000, S. 49).

 

Jahrhunderte hindurch verfolgte Rom alle, die sich vegetarisch ernährten. Sie wurden als "Ketzer"und "Häretiker" verleumdet. Tiere wurden zur Sache gemacht. Kirchenlehrer Augustinus und Thomas von Aquin erklärten Tiere und sogar Frauen für seelenlos. - Beide Kirchenlehrer wurden heilig gesprochen. Christen, "die sich zur Zeit der Inquisition weigerten, Tiere zu töten, wurden gezwungen, entweder öffentlich ein Tier zu schlachten, oder wurden als Ketzer aufgehängt. 1051 wurden mehrere sogenannte Ketzer zum Tode verurteilt, weil sie es ablehnten, Hühner zu töten und zu essen.“(Carsten Strehlow)

Bemerkung:

Die grausame Inquisition, die blutige Unterwerfung vieler Völker, die Kreuzzüge sowie die Pflicht der Blut- und Schlachtopfer zu religiösen Festen, die der "Gott Abrahams" fordert, wie der Papst oben sagt, zeigen, daß die römische Kirchenführung nicht denselben Gott vertritt, den Jesus lehrt. Rom lehrt vor allem den abrahamitischen Gott Jahwe des Alten Testamentes, welcher mit den Juden einen Bund geschlossen hatte (Nebenbemerkung: Die Muslime sagen übrigens, Gott habe nicht mit den Juden sondern mit ihnen den Bund geschlossen). So darf es auch nicht wundern, wenn das Alte Testament in der Bibel 3 bis 4 mal so umfangreich ist wie das Neue Testament, was speziell für Christen geschrieben wurde. Den Christen wird darin Gehorsam und Demut gepredigt! Den Juden aber wird im Alten Testament die Herrschaft über die Welt versprochen, sie sind Jahwes Führungselite, die Auserlesenen. Die Muslime sind da wieder gegenteiliger Meinung und beziehen die Verheißung wieder auf sich. - Die Christen sind in allem auch nach Jesu Worten auf Erden die Letzten! Aber Jesus erklärte seinen Jüngern einmal, daß die Letzten Erste sein werden, wenn sie seiner Lehre gemäß leben. Woher aber sollen die heutigen Christen bei der eher hebräischen Bibel und der verfälschten Christenlehre Jesu die echte Lehre Jesu kennen?! - Wer damals den Urchristen half, also den schon mehrere hundert Jahre alten etablierten Christengemeinden, ihnen z.B. Versammlungsräume zur Verfügung stellte, der wurde wie oben gesagt enteignet und für vogelfrei erklärt. Die naturverbundenen und friedliebenden Christengemeinden wurden grausam verfolgt und ihre heiligen Schriften verbrannt, wo immer man sie fand. Immerhin hatten damals im großen Römischen Reich einige kluge Gemeinden ihre Schriften rechtzeitig vergraben. So fand man 1945 alte Schriften im ägyptischen Wüstensand, welche damals vor der Inquisition versteckt wurden. Diese Nag Hammadi Bibliothek zeichnet eine deutlich andere und viel umfangreichere Lehre von Jesus und bestätigt die Klage vom Kirchenvater Hieronymus. Ebenso tun das die Qumran-Handschriften vom Toten Meer. Auf diese bezog sich auch Papst Benedikt XVI. in seiner Gründonnerstag-Predigt.(Vatikan-Text)

 

Wenn man das weiß, so wundert es nicht, daß die wichtigsten christlichen Feste Ostern und Weihnachten, auch die größten Schlachtfeste der Christen sind. Selbst die ärmsten Katholiken haben sich angewöhnt, an Festtagen Fleisch zu essen und am Freitag Fisch. Das sitzt heute noch allen echten Katholiken im Blut und die meisten Menschen heutzutage glauben, daß Vegetarier etwas falsch machen.

 

Ernährungswissenschaftler bewiesen aber längst trotz Angriffe der Fleisch- und Milchlobby, daß Vegetarier gesünder und länger leben als Mischköstler und daß Fleisch nicht so lebensnotwendig sei, wie man sagt. Im Gegenteil: Viele Zivilisationskrankheiten, besonders rheumatische Erkrankungen wie Gicht, Herz-und Kreislauferkrankungen und auch verschiedene Krebsarten sind ernährungsbedingt. Besonders das rote Fleisch und das Fett dieser Tiere spielen eine Hauptrolle. Das Fleisch von Schweinen besitzt zu große Mengen an Rheuma fördernder Arachidonsäure, einem Schmerzvermittler und Gelenkkiller. So lagen die Urchristen mit ihrem tierliebenden, vegetarisch lebenden Jesus goldrichtig. Er sprach den Tieren auch nicht die Seele ab und schon gar nicht den Frauen, sondern achtete sie. Jesu Weigerung zum Pascha-Fest das obligatorische Lamm zu schlachten, führte zusammen mit seiner menschenfreundlichen Lehre zu seiner Verhaftung. So wurde laut Papst-Verlautbarung bei einer Abendmahlsmesse  Jesus anstatt des Lamms ans Kreuz geheftet und zwar in jener Stunde, in der alle Juden ihr Lamm schlachten mußten und das Blut an die Türpfosten strichen, wie von ihrem Herrn, Gott und Vater Jahwe befohlen.