Wie glaubwürdig dieses Evangelium ist, muß jeder selbst entscheiden. Viele Recherchen im Internet sprechen dafür, andere dagegen. Sicherlich ist auch da nicht alles authentisch, aber vorstellen kann man sich schon, daß Jesus mehr sagte als in unserem kurzen Evangelium steht, zumal Hieronymus berichtete, daß er die Bibel im Auftrag Roms politisch korrekt schreiben und Jesu Lehre stark verfälschen mußte. Es kann durchaus sein, daß dieses menschen- und tierfreundliche Evangelium Jesu verworfen, ja sogar streng verboten wurde. Es stammt eindeutig von den Essenern, zu denen auch Jesus laut vorstehender Papst-Predigt angehörte. Die Essener brachten das Evangelium in ein buddhistisches Kloster nach Tibet, wo Roms Verbot nicht galt und die Arme der Inquisition nicht hinreichten.

Laut "Evangelium des vollkommenen Lebens" war Jesus ein Gegner der Schlachtopfer und des Blutvergießens. Er schützte die Tiere, wie nachfolgende Seite zeigt. So feierte Jesus mit Seinen Jüngern das Abendmahl auch ohne ein Lamm zu schlachten - nur mit ungesäuertem Brot, Oliven, Kräutern und mit Wasser verdünntem Wein. Judas hatte zwar ein Lamm besorgt, doch Jesus verbot es zu schlachten. - Auf den Vorwurf des Judas: "Wo ist das Lamm, das Moses befohlen hat ?!.... Steht nicht im Gesetze, daß ein Lamm geschlachtet werden müsse für das Osterfest innerhalb der Tore ?!" antwortete Johannes auf Jesus zeigend: "Sehet das Lamm Gottes, den guten Hirten, der sein Leben für die Schafe hingibt."

Und Jesus sagte: "Wahrlich, ich sage euch, darum bin ich in die Welt gekommen, daß ich alle Blutopfer und das Essen vom Fleische der Tiere und Vögel abschaffe."

Daß auf die Mißachtung der mosaischen Anordnung eines Schlachtopfers die Todesstrafe stand, wußte Jesus. Der Tempel wartete darauf, daß Jesus wie gewöhnlich auch zum Passah-Fest kein Fleisch aß. Sie brauchten einen Vorwand für eine Anklage zur Hinrichtung. Denn die sozialen Lehren Jesu und seine wachsende Anhängerschaft waren dem Tempel ein Dorn im Auge... und ein Judas Ischariot half dem Tempel durch Verrat des Aufenthaltsortes Jesu und seiner Jünger während seines Passahmahls. Ein wichtiger Hinweis: Verantwortlicher für die Ausrichtung des Schlachtopfers war übrigens stets das Familienoberhaupt bzw. der Leiter einer Gruppe, also hier Jesus. Ihn traf die "Schuld", der Vorwurf der Gotteslästerung.

Daß das Ablehnen des Schlachtopfers zum Fest eine Gotteslästerung darstellte, beweist eine Auseinandersetzung der Pharisäern mit Jesus eine Woche zuvor wegen der Tempel-Ausschmückung zum Passah-Fest. Im genannten Evangelium antwortete Jesus den Pharisäern:


"Es steht geschrieben bei den Propheten: Mein Haus soll ein Gebetshaus für alle Völker heißen zur Dankbarkeit und zum Preise Gottes. Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht und es mit Niedrigkeit erfüllt..... Ihr habt eine Mördergrube daraus gemacht mit euren Blutopfern und den süßen Weihrauch nur verwendet, um den Geruch des Blutes zu verdecken. Ich bin gekommen, um das Gesetz zu erfüllen, nicht, um es aufzulösen...."

Und die Pharisäer sagten: "Wer bist du, der du die Opfer abschaffen willst und die Saat Abrahams verachtest ? Hast du diese Gotteslästerung von den Griechen und den Ägyptern ?"


  Einige Verse aus dem Evangelium zeigen Jesus als Tierschützer:

=> Jesu beschützt Tiere