Die Duale Schöpfung

Von Anfang an waren ZWEI

 

 

 

Gott sprach:

LASST UNS DEN MENSCHEN MACHEN NACH UNSEREM BILDE......UND GOTT SCHUF SIE ALS MANN UND FRAU. (1.Buch Mose, Genesis1, 26-27)

 

Deutlicher geht es nicht: Gott ist hier eindeutig nicht Einer sondern Zwei und er schuf auch den Menschen zweifach: Als Mann und Frau. Ursprünglich stand am Anfang der Bibel nicht das deutsche Wort "Gott" sondern das hebräische "ELOHIM". Im ersten Schöpfungsbericht (Genesis1 bzw. Moses1,Kapitel 1) schufen die ELOHIM, das sind Gott EL und Göttin ALH (gesprochen "ELOH"), den Menschen. "IM" ist die Mehrzahlendung.

 

Im Patriarchat und Monotheismus bezieht sich die heutige Einheitsübersetzung der Bibel immer nur auf einen Gott und meint damit den Herrn und Gott der Juden JHWH. Er schuf den Menschen Adam aus Lehm. Eva wurde später aus der Rippe Adams gemacht als Gehilfin des Menschen. Aus der Sichtweise des alleinigen Herren und Gottes JHWH (Jahwe) ist nur der Mann Adam der MenschMensch. Die ältere Genesis-Version der ELOHIM wird ignoriert oder monotheistisch falsch erklärt.

 

Nun folgt ein Kapitel, das katholischen Patriarchen nicht gefallen wird: Nicht nur die ELOHIM und Sirach sagen, daß Gott alles zweifach schuf, sondern auch Pfarrer Johannes Greber war davon überzeugt. Er lebte von 1874 bis 1944, war katholischer Priester und Anwärter auf das Bischofsamt in Trier, auf das er angesichts wachsender spiritueller Erkenntnisse aber verzichtete. Er habe das Amt nicht mit seinem Gewissen vereinbaren können. Greber formulierte das Verhältnis von Mann und Frau folgendermaßen:

 "Es gibt genausoviel männliche wie weibliche Geister, die zusammenpassen .... So werdet ihr wohl ungläubig den Kopf schütteln, wenn ich sage, daß das in der ganzen irdischen Natur und bei allen Lebewesen vorhandene Gesetz der Verbindung des Männlichen mit dem Weiblichen auch in der geistigen Schöpfung in demselben Umfang gilt und gelten muß. Denn die Materie ist ja bloß eine Verkörperung des Geistigen, also bloß ein anderer Zustand des Geistes, der die geistigen Gesetze nicht aufhebt, sondern sie bloß in einer der Materie angepaßten Weise wirksam werden läßt. Wie es daher in der irdischen Schöpfung männliche und weibliche Wesen aller Gattungen gibt, so gibt es auch männliche und weibliche Geister in der geistigen Schöpfung. Die Zahl der männlichen Geister ist dieselbe wie die der weiblichen. Jedem männlichen Geist ist ein weiblicher Geist nach Gottes Gesetz zugeteilt. Beide passen vollkommen zueinander und finden in der gegenseitigen Ergänzung und in ihrem treuen Zusammenarbeiten an der ihnen von Gott gegebenen Aufgabe ihr höchstes, persönliches Glück. Solche füreinander geschaffene Geisterpaare nennt man 'Duale'. Das bedeutet soviel wie: 'Zwei, die zusammengehören'. 'Blicke auf alle Werke des Höchsten: immer sind es zwei und zwei (also Paare) eins zum anderen gehörend.' Das sind die Ehen, die im Himmel geschlossen wurden. (Sirach 33, 15)

 

Dazu ist eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Im englisch orientierten Sprachraum wird neben dem lateinischen Begriff "Dual" auch "Twin Flames" gesagt. Deutsch heißt das dann "Zwillingsflammen" - ein sehr schöner Ausdruck für zwei, die geistig, seelisch und körperlich besonders gut harmonieren.

 

An der Gleichwertigkeit und Zusammengehörigkeit von Frauen und Männern kommen Tempel, Synagogen, Kirchen und Moscheen nicht mehr vorbei. Frauenfeindlicher Monotheismus ist nicht mehr zeitgemäß. Mit ihm geht es in immer höherem Tempo bergab. Auch der Begriff "Emanzipation" ist irreführend. Männer und Frauen kann man nicht gleichmachen, sie sind und bleiben verschieden, aber sie ergänzen sich perfekt und können zusammen Kinder so erschaffen wie das Schöpferpaar, die ELOHIM, die Menschen erschuf. Das sollte erkannt, verstanden, geachtet und gelehrt werden. Erste Anfänge besserer Erkenntnis gibt es schon. So lernen in der ersten Schulklasse die Kinder im katholischen Unterricht mancherorts Kindergebete wie dieses hier:

 

"Gott, wir dürfen Vater zu dir sagen, sogar Papa, so wie wir Zuhause sprechen. Bei dir dürfen wir daheim sein, du sorgst für uns wie ein Vater, der seine Kinder lieb hat und sie ernährt und beschützt. Gott, wir dürfen auch Mutter zu dir sagen, sogar Mama, wie unsere Mama zuhause. Du liebst uns wie eine Mutter, die ihr Kind in die Arme nimmt, es streichelt und küsst und mit allem Notwendigen versorgt. Gott, du unser Vater und unsere Mutter, sei uns immer nahe!"

 

Jesus betete ebenfalls nicht einen Herrn an, sondern das echte gesamte Gottwesen. Er sprach aramäisch und betete laut Neil Douglas-Klotz zum "Atmenden Mutter-Vater-Gottwesen Abwûn d'bwaschmâja" in der gesamten Natur. Gott hieß damals auf Aramäisch "Allaha". Hebräisch sprach zu Jesu Lebenszeiten in Israel schon lange keiner mehr. (In ganz wenigen Teilen der Welt hat sich die aramäischen Sprache noch erhalten, z. B. in Teilen von Syrien.) Die heiligen Schriften, der Tanach, waren zu Jesu Zeiten auf Hebräisch. Deswegen brauchte man die der alten Sprache kundigen Schriftgelehrten. Es war den alten Machthabern sehr recht, daß das Volk ihre hebräische Bibel nicht selbst lesen konnte. Nur wenige Gebildete wie Jesus wußten, was in der Schrift stand.

 

Wiederholte sich das denn nicht wieder mit der lateinischen Bibel? Auch sie war nicht für das "gemeine" Volk gedacht. Als Luther sie in die Sprache des Volkes übersetzte, da war im Vatikan die Hölle los. Denn Jesus lehrte, daß ein Mensch keine äußeren Kirchen aus Stein, keine Gebäude, keinen Vatikan und auch keine amtlichen Geistlichen braucht, um zu Gott zu finden. Jesus war sehr gebildet und kannte auch die alten hebräischen Schriften genau. Ihm konnten die Pharisäer und Schriftgelehrten nichts vormachen. Er aber predigte dem Volk furchtlos das rechte Verständnis von Gottes Wesen. Solche weise und gute Lehrer braucht das Volk, keine Kirchen und Tempel.

 

Das Gottwesen ist männlich und weiblich. Das berücksichtigt seit 2017 die Schwedische Kirche und auch auf der Webseite des evangelischen Kirchenkreises von Bochum tauchte 2011 die Göttin wieder auf:

 

"Das Bild des Geistes ist offen für weibliche Züge in der ansonsten von männlichen Bildern dominierten Gottesvorstellung des Christentums: Das hebräische Wort für Geist "Ruach" ist feminin, ebenso das griechische Geistwort "Sophia"......Von Ur an: Gott in Geselligkeit, Gott mit Sophia, der Frau der Weisheit, geboren noch ehe alles begann".

 

Nach König Salomon war die Weisheit Gottes die von Gott geliebte weibliche Mitschöpferin von ANFANG AN. Man lese das Hohelied Salomos in der Bibel! Salomon hielt auch nichts vom Monotheismus und erlaubte auch wieder die Anbetung der Himmelskönigin Aschera. - Wie schon in den vorangegangenen Kapiteln beschrieben, gibt es nicht nur das wahre unendlich große Gott-Wesen sondern auch sehr viele persönliche, physische Götter. Uns interessiert hier aber nur das wahre spirituelle Geistwesen. Auch dieses Wesen ist sowohl männlich wie weiblich:

 

Gott zeigte sich Johannes in vielerlei Gestalten,

Das große grenzenlose Gottwesen ist ein Geistwesen. Darin sind Gott und Gottheit die gesamte unendlich Matrix und ihr Geist. Sie können sich aufgrund ihrer Allmacht aber auch gestaltlich zeigen und zwar sowohl als Frau als auch als Mann, wenn dies erforderlich ist. Im "Apokryphon des Kodex Berolinensis" schildert der Jünger Johannes nach der Kreuzigung Christi seine Gottes-Begegnung einmal so:

 

Als ich diese Fragen in meinem Herzen bewegte, siehe, da öffneten sich die Himmel und die ganze Schöpfung, die unter dem Himmel ist, erstrahlte, und die Welt geriet in Erschütterung. Ich war ängstlich. Und siehe: Ich sah im Licht ein Kind. Es stand bei mir. Als ich es aber betrachtete, wurde es ein Mann. Und der änderte seine Gestalt und wurde zu einer Frau. Als ich sie sah, wunderte ich mich, wie diese Frau in vielerlei Gestalten in dem Licht auftrat. - Es war keine Vielzahl vor mir, sondern es war da nur eine Person aber mit vielen verschiedenen Erscheinungsformen im Licht. Und die Erscheinungen offenbarten sich gegenseitig. Die Gestalt hatte aber drei wesentliche Aspekte und sie sagte zu mir: "Johannes, Johannes, warum wunderst du dich? Hab keine Angst! Ich bin der, der mit euch ist alle Zeit. Ich bin der Vater, ich bin die Mutter, ich bin der Sohn.

 

Mit "Sohn" ist auch die "Tochter" gemeint, welche zu Johannis Zeiten im Patriarchat und Monotheismus gewöhnlich nicht erwähnt wurde. Es zeigten sich nicht nur männliches sondern auch viele weibliche Gestalten in der Vision. Der wahre Gott ist auf keine Gestalt begrenzt. Auch uns kann sich Gott zeigen. Jeder Seele kann sich Gott persönlich zeigen. Sein Geist strahlt in die Seele ein und manifestiert sich dort in eine für den Zweck passende Gestalt - und wie gesagt als Mann oder als Frau und kann auch Frauen genauso wie Männern erscheinen.

Nun hätten wir endlich eine Lösung für das Aussehen Gottes. Es ist grenzenlos vielfältig. Die Vision entsteht in unserer Seelensphäre und daraus in unserem der Seele untergeordneten Gehirn ganz nach unseren Glaubensvorstellungen als Erscheinung, passend zur Situation und passend zu unseren Erwartungen und Glaubensvorstellungen, ganz individuell. Der Geist erleuchtet eine Seelenmatrix und erscheint in der Gestalt, wie sie sich die Seele oder der Mensch normalerweise vorstellt. Gottes Geist ist überall, er ist zwar unsichtbar, doch trifft er auf eine Seelenmatrix, die ihn anzieht, so erscheint er darin wie das am Nachthimmel noch unsichtbare Sonnenlicht, das sichtbar wird, sobald es auf den Mond oder einen anderen lichtlosen Himmelskörper trifft. So ist es erklärbar, daß Gott, Christus, Maria, ein Engel usw. gleichzeitig vielen Menschen erscheinen können - so wie die Sonne eben auch viele Planeten und Monde gleichzeitig erleuchten kann. Auch ein vollendeter Menschengeist (wie der von Jesus z. B.) kann dort, wo man ihn liebt und herzlich aufnimmt, im Traum oder als Vision erscheinen. Er kann seinen Enkeln als ihr Großvater erscheinen und sich gleichzeitig an anderen Orten mit Freunden unterhalten als junger Mann im besten Alter. Das klingt utopisch, doch ist es leicht zu verstehen, wenn man die Besonderheiten von Seele und Geist kennt. Geist projiziert in der Matrix einer Seele ein Bild nach deren Vorstellungen. Analog dazu verhält es sich mit der Kommunikation. Sie findet durch Telepathie statt und wird als Rede in der gewohnten Sprache aufgenommen.

Weit entwickelte, vollkommene Menschengeister wie Christus bilden im Verbund mit Gottes Wesen sogar echte Gottesexistenzen. Sie können Menschen als Engel, als Paar oder auch nur als ein Mann, Frau oder Kind erscheinen. Sind sie als Menschen inkarniert, so wirken sie auf Erden mit ihrem großen Geist aus Gott Wunder. Sie vollbringen Wunder durch die Liebe und sind ein Licht in der Finsternis wie Jesus, der "strahlende Morgenstern" (Johannes-Evangelium) .

 

Der Naturforscher und Theologe Emanuel Swedenborg (1688-1772) war ein großer Visionär seiner Zeit und berichtete von den vollkommenen Engeln und daß er sie als selige Paare von Mann und Frau im Himmel gesehen und gesprochen habe. Weil es hier gut passt, folgt ein Auszug aus Swedenborgs "Eheliche Liebe". Er verwendete Bilder und Wortschatz seiner Zeit, in der es Pferdekutschen und keine Autos oder Flugzeuge gab. So zeigen sich die Engel ihm auch nicht in Flugzeugen oder Autos, sondern in Pferdekutschen:

 

Aber bald ließ sich aus dem Himmel eine Stimme hören, welche rief: " Wir haben vernommen und sehen jetzt, daß du nachsinnst über die eheliche Liebe; und wir wissen, daß es bis jetzt niemand auf Erden weiß, was die wahrhaft eheliche Liebe in ihrem Ursprunge und in ihrem Wesen ist, und doch ist es wichtig, daß man es wisse. Es hat dem Herrn gefallen, dir (Swedenborg) die Himmel aufzutun, damit in das Innere deines Gemüts ein erleuchtendes Licht und dadurch ein Innewerden einfließe. Bei uns in den Himmeln, besonders in dem dritten, fließen unsere himmlischen Freuden hauptsächlich aus der ehelichen Liebe. Wir werden daher vermöge der uns gegebenen Erlaubnis ein Ehepaar zu dir hinabsenden, damit du es sehest." Siehe es erschien nun ein Wagen, der vom dritten Himmel herunterkam. Darin sah ich einen Engel. So wie er aber näher kam, ersah man zwei in demselben Wagen. Der Wagen glänzte aus der Ferne vor meinen Augen wie ein Diamant, und es waren ihm junge Pferde vorgespannt, weiß wie Schnee. Die in dem Wagen hielten in den Händen zwei Turteltauben und riefen mir zu:

"Willst du, daß wir näherkommen? Aber dann nimm dich in acht, daß nicht der Glanz, der von unserem Himmel, aus dem wir herabgestiegen sind, herstammt und flammend ist, tiefer in dich eindringe! Denn aus seinem Einfluß werden zwar die höheren Ideen deines Verstandes, welche an sich himmlisch sind, erleuchtet, allein diese sind in der Welt, in der du lebst, unaussprechlich. Nimm deshalb, was du hören und sehen wirst, vernunftmäßig auf und lege es so der Fassungskraft des Verstandes aus." - Ich antwortete: "Ich will mich vorsehen, kommt nur näher!"- Und sie kamen, und siehe, es waren ein Ehemann und seine Gattin...."

 

Im Himmel wohnen nach dieser Vision lauter selige Paare. Sie bilden untereinander eine Familie von Brüdern und Schwestern. Es ist die göttliche Familie, die große Existenz des ansonsten nicht erfassbaren, eben in Raum und Zeit nicht existenten Gottwesens. In dieser Familie gibt es keine Rangordnung. Jesus ist Prinzeps inter Pares. Jesus sagte einmal:

 

"Denn jeder, der den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester...."

 

Auch Jesus wird im Himmel kein Junggeselle sein, zumal er schon auf Erden gern mit Maria-Magdalena zusammen war, sie umarmte und küßte und sie vor seinen männlichen Jüngern lobte. Erst die Einheit der Zweiheit stellt den vollkommenen Menschen wieder her als Ebenbild Gottes und der ELOHIM.

 

Mehr dazu in der "Das Werden der Wesen"