Gibt es Zeitreisen?


Wer hat sich nicht schon einmal gewünscht, die Zeit zurück zu drehen, z.B. um einen Fehler ungeschehen zu machen, um etwas wiederzufinden oder einfach um schöne Stunden noch einmal zu genießen. Andere sind auch bloß neugierig darauf, zu wissen wie es früher einmal war. Auf den ersten Blick ist es ein unerfüllbarer Wunsch, durch die Zeit zu reisen und am Rad der Geschichte zu drehen. Das würde logischerweise ja die ganze Geschichte verändern, uns eingeschlossen. Auch müßten wir dann umgekehrt darauf gefasst sein, daß wir Besucher aus der Zukunft hier hätten - evt. sogar uns selbst. Denn wenn wir in ferner Zukunft in unsere Zeit hierher reisen wollten, wären wir oder andere aus der Zukunft eben auch jetzt hier. Wir sahen aber noch nie einen einzigen Zeitreisenden. Also in dieser Form ist das mehr als unwahrscheinlich. Es sind aber dennoch Zeitreisen denkbar. Nur etwas anders als man sie sich vorstellt.

Es gibt theoretisch zwei grundlegend verschiedene Möglichkeiten durch die Zeit zu reisen, die als passiver Zuschauer oder die als aktiv Beteiligter. Die bequemste und ungefährlichste Art, einen Ausflug in die Vergangenheit zu machen, wäre die eines bloßen Zuschauers in einer filmartigen Rückschau. Man hörte vielleicht schon einmal davon, daß bei so manchem, der Todesängste durchlitt und überlebte, der ganze Lebensfilm recht plastisch und lehrreich vor den geistigen Augen ablief. Die Bibel und andere "Heilige Schriften" berichten vom "Buch des Lebens" oder einer jenseitigen Chronik, in der alles aufgezeichnet wird, alles Geschehene, alle Gedanken und alle Gefühle. Bekannt ist diese phantastische Chronik auch als "Akasha-Chronik".  Sie kann eine Rückschau oder eine Reise in die Vergangenheit ermöglichen.

Das Blättern und Lesen in dieser Chronik einmal als Jenseitiger in ferner Zukunft mag noch einleuchten. Doch jetzt soll eine andere weitaus interessantere aber auch gefährlichere Art der Zeitreise dargestellt werden - ein wirkliches Eingreifen in die Geschichte, hautnahes und fühlbares Miterleben und Gestalten mit allen Konsequenzen. Dabei wird der Lauf der Geschichte verändert. Wir versuchen zu erklären, wie das überhaupt möglich ist. Die Quantenphysik hat einige Modelle, die uns bei der Erklärung helfen. So vertreten einige Quantenforscher die utopisch klingende Ansicht, daß bei jeder Entscheidung zwischen verschiedenen Möglichkeiten alle Möglichkeiten eintreten mit der Konsequenz, daß es eine Unzahl von Parallelwelten gibt (Vielweltentheorie). Unser höheres "Ich" entscheidet sich allerdings zunächst nur für eine Option. Nehmen wir einmal an, daß das stimmt, so lebt unsere Seele eine gewählte Option bewußt weiter mit allen Konsequenzen bis zum natürlichen Ende in dieser Welt. In einer Rückblende nach dem Tod wird  sich unser höheres Ich evtl. für eine wichtige Alternative entscheiden, steigt an diesem Punkte wieder ein und erlebt dann auch diese andere Option mit allen Konsequenzen von dem entscheidenden Zeitpunkt an - jedoch in einer parallelen Welt! So entsteht ein Weltenbaum mit vielen Erlebnis-Ästen. Die Endergebnisse sind wichtig für die Vollendung eines Geistwesens (Geist & Seele). 

Das Leben spielt sich wie im Theater auf einer Bühne ab, auf der Lebensbühne. Das Theaterstück aber besteht ebenfalls aus verschiedenen Akten, die wichtigen Lebensabschnitten eines Menschen entsprechen. Auch wenn wir das Ganze als einmalig und manche sogar als das einzige Leben überhaupt betrachten, so ist dem aber nicht so. Wie im Theater kann auch hier ein Stück abgeändert werden, wenn es dem Autor oder Regisseur gefällt. Ebenso kann auch unser Leben bestimmte Schnittstellen besitzen, an denen später einmal das ganze Stück anders gestaltet werden kann. Ein Beispiel: Ein Kind ertrinkt scheinbar in einem See. Nun gibt es zwei Haupt-Möglichkeiten: Die Wiederbelebungsmaßnahmen haben Erfolg - oder eben nicht. Bei einem Mißerfolg leben die traurigen Eltern nun ohne ihr Kind weiter. Doch es existiert auch die Möglichkeit eines Wiederbelebungserfolges nach diesem Leben in einer zweiten Version des Lebens. Diese Möglichkeit bietet dem Geistwesen einen alternativen Lebensast zum schon bestehenden am Baum des Lebens zu gestalten. Es heißt dann nicht entweder -oder, nein, es lautet: Version 1 und Version 2. Sobald der Geist des Kindes die Version 2 wählt, geht die Lebensgeschichte mit einer erfolgreichen Wiederbelebung weiter und die Eltern danken den Rettern und Gott. Für das Kind der zweiten Version wird es künftig so sein, daß es erzählt, daß es einmal fast ertrunken wäre. Doch es war in Version 1 tatsächlich gestorben und zwar in einer Parallelwelt. So gesehen konnten auch wir schon öfters gestorben und gleichzeitig dem Tode entronnen sein - freilich nicht mit dem jetzigen Bewußtsein. Einmal alt geworden legen wir aber das Kleid der Inkarnation in diesem Raum-Zeit-Modell ab und werten jenseits von Diesseits unsere gesamten Lebenserfahrungen aus - zusammen mit anderen Beteiligten und fortgeschritteneren Geistern. Selbstverständlich gibt es bei diesem Beispiel auch den Weg, daß der Geist des Kindes nicht mehr in dieser Welt inkarniert weiterleben wollte, sondern lieber als Seele im Jenseits verblieb oder eine andere Weltenbühne betrat, um wieder andere Erfahrungen zu sammeln. - Der Sinn des Lebens (s.u.) besteht ohnedies nicht im Reichwerden auf Erden an irdischen Gütern sondern im Reichwerden an Erfahrungsschätzen und in der Vervollkommnung der moralischen und seelischen Qualitäten und nicht zuletzt in der Verbindung möglichst vieler anderer Mitmenschen. Das Mitspielen der anderen Wesen ist kein Problem, da jede neu entstandene Seelenmatrix (Welt) für alle eine Bereicherung darstellt. Die mitwirkenden Geister erhalten auf diesem neuen Erlebnis-Ast ein weiteres Abbild bzw. "Kleid" ihrer selbst. Doch wichtiger als hier das Beispiel eines ertrunkenen Kindes wären von einzelnen Menschen getroffene Entscheidungen mit größten Konsequenzen für ganze Völker, zum Beispiel über Krieg und Frieden. So kann es auch sein, daß jetzt ein Großteil der Menschheit den 3. Weltkrieg und große Kataklysmen erleidet, der andere Teil aber keinen und alle Endzeit-Prophezeiungen für Unsinn hält. 

Man kann sich auch vorstellen, daß ein belastendes Gewissen oder große Schuld einen Reinkarnationswunsch aufkommen läßt oder sogar eine Zeitreise veranlaßt, um eine unschöne Geschichte auszubügeln und um zu beweisen, daß man es besser machen möchte und auch konnte.  Nach einem Lebensrückblick oder auch Nahtoderlebnis sagen viele: "Wenn ich das gewußt hätte, dann hätte ich mich damals anders entschieden."und sie bedauern entweder eine für sie unglückliche Entscheidung oder bereuen gar ein schlimmes Fehlverhalten anderen Menschen gegenüber. Tatsächlich hat ein Nachtoderlebnis in der Regel eine positive Auswirkung auf das weitere Leben der Betroffenen. Sie werden zumeist mitfühlender und hilfsbereiter und haben keine Angst mehr vor dem Tod. Aber bei Verstorbenen erhalten reuige Seelen die Möglichkeit einer wiedergutmachenden späteren Inkarnation oder eines Einstiegs in exakt diese Geschichte am entscheidenden Punkt. Damit ändert sich aber auch alles und die Geschichte nimmt tatsächlich einen anderen Verlauf. Doch wieder ist es nur eine zweite Version einer schon einmal anders gelaufenen Geschichte, die weiterhin dazu parallel existiert. Man kann aber schneller und gezielter wiedergutmachen und ein krumm gewachsener Lebensbaum kann danach wieder besser aussehen und statt in den Schatten ins Licht wachsen.  - Die Frage ist nun: Wer ist man dann? Der Erste oder der Zweite? - Nun, man ist beides. Und welche Geschichte ist dann richtig? Beide. Es existieren von da an in der Lebens-Chronik beide Versionen parallel zueinander mit unterschiedlichen Ergebnissen. Diese sind eine Bereicherung um einen neuen wichtigen Aspekt. In Wirklichkeit existieren für viele von uns nicht nur ein oder zwei Aspekte sondern schon mehrere oder viele. Manche haben einen kleinen, andere einen großen Lebensbaum mit vielen Verzweigungen. - Für Menschen ist es schwer, sich vorzustellen, mehrere Ich-Bewußtseins-Ebenen zu besitzen, doch im geistigen Sein denken und fühlen wir wesentlich vielfältiger, nicht mehr nur linear eins nach dem anderen sondern gleichzeitig vielseitig auf verschiedenen Ebenen. Gleichzeitig können wir uns dann mit verschiedenen Aufgaben befassen und sie lösen bei vollem Bewußtsein aller Vorgänge ohne körperliche Behinderungen durch Zeiten und Räume. Unsere Computer können schon mehrere Aufgaben leichzeitig lösen, wir Menschen aber können  uns bewußt immer nur auf eine Sache konzentrieren.  Hohe Geistwesen aus der göttlichen Familie sind den Computern freilich weit überlegen und  für sie ist es kein Problem, in verschiedenen Räumen und Zeiten  gleichzeitig  zu agieren und reagieren. Das ist für Menschen schier unvorstellbar. 

Ein anderer könnte zu bedenken geben: Was ist mit der nötigen Umwelt bei dem Auflegen einer anderen Version? Macht diese so einfach alles mit? Ja, das ist kein Problem, denn die Weltenbühne ist mehr Illusiion als Realität. Die mitspielenden Geister senden ihre Abbilder in die neu gebildete Matrix, ein Abbild der alten, welche umgestaltet werden soll durch die Zeitreisenden. Von jedem Geistwesen gibt es Abbilder, so wie das Sonnenlicht sich in tausenden von Tautröpfchen als Abbilder der Sonne wiederspiegelt. Auch von uns gibt es Abbilder - uns Menschen unbewußt, maximal traumähnlich. In Träumen begegnen wir so manchen.  Alles was uns umgibt, sind Geistesprojektionen in einer Raum-Zeit-Ebene. Es ist nicht Sein sondern Schein wie in sehr realistisch erscheinenden Träumen. Die irdische Realität ist nicht wirklich. In der neu formulierten Matrix nehmen die Bewußtseinszentren der beteiligten Geister Gestalt an und spielen darin ihre Rollen ganz nach ihrer Art. Auch für diese Geistwesen ist es eine Bereicherung und für manche kann es vorteilhaft sein, die Zeit noch einmal für eine besonders wichtige Angelegenheit zurückzudrehen und zu erleben, wie sie unter anderen Verhältnissen reagiert und sich entwickelt hätten. Evtl. ist eine Höherentwicklung drin und karmische Knoten könnten gelöst werden. Da wo einmal aus einer irrigen Entscheidung Krieg, Tod und Verwüstung sowie Haß und Rache resultierten, entstanden das zweite Mal vielleicht Frieden und Fortschritt für eine ganze Zivilisation - über Generationen hinweg mit positiven geistigen Entwicklungsmöglichkeiten für zahlreiche Seelen. Wir, d.h. unsere Geistesströmungen, machen da locker mit, denn jede zusätzliche Matrix ist eine Bereicherung, ein neuer Ast am Baum der Erkenntnis.


Der Sinn

Ist das alles nur ein Theater oder Spiel zur Unterhaltung eines Gottes und höherer Geistwesen? - Mitnichten! Für die Beteiligten ist es ein Erkenntnisgewinn, eine Chance zur Höherentwicklung, für interessierte Zuschauer immerhin lehrreich. Die Rollenspiele in den Inkarnationen mögen noch so echt und dann und wann existenzbedrohend erscheinen - wir erleben ja jetzt selbst eins - sie sind dennoch nichts als Schulungen und Proben und auch Mitarbeit an einem großen Projekt. Worum handelt es sich? Ist das nur ein Experiment? Nein, der Mensch wurde geschaffen als Medium zwischen den Polaritäten, um selbst in Feuer und Wasser geschmiedet zu werden zu einem selbstständigen mächtigen Schöpferwesen,  zu einer persönlichen Existenz des allseienden mächtigen und weisen Gottwesens.  Um das aber zu erreichen, dazu dienen nicht nur schöne Inkarnationen in himmlisch-harmonischen Lichtwelten sondern vor allem harte Inkarnationen in Problemwelten.  Ist einmal die Hochschule und Seelenschmiede "Mensch" erfolgreich im Sinne des guten wahren Gottes überstanden, kann das so vollendete Geistwesen auch fertig werden mit den unerhörten raffinierten Gegensätzen in den zahllosen negativen Spiegelwelten der Finsternis. Dort in den Ewigkeiten der Unendlichkeiten der Gottesmatrix existieren unglaubliche Schöpfungen, die es kennenzulernen, zu fördern, zu unterstützen und zu ordnen gilt. Das schafft kein Wesen ohne Schulungen. Aus den Kindern Gottes müssen selbständige, souveräne Erwachsene werden. Dann erst können sie in allen Äonen der Matrix erstens auf die Macht- und Lebensquelle des ubiquitären "nicht-existenten" Gottes zurückgreifen und zweitens selbst Schöpfer und Mitschöpfer, Erlöser und Miterlöser in verschiedensten Zeiten und Räumen sein, dabei Licht in die Finsternis, Wärme in die Kälte und Hilfe den Verirrten und Suchenden bringen ohne daselbst zu straucheln.  In den vielen Jenseitswelten wird es nie langweilig und auch höchsten Engel, d.h. die  Mitglieder der göttlichen Familie, lernen stets mehr dazu und es gibt auch für sie nie ein Ende der Entwicklung.  Aber  als  Gottesexistenzen  haben sie einen ganz anderen Stand als wir  geistig noch blinden Gotteskinder auf Erden.

Ist ein Kind Gottes erwachsen geworden, dann beginnen nimmer endende Raum- und Zeitreisen in alle Schöpfungen, die waren, die sind und die noch kommen. Eine unendliche Geschichte! Denn die vielen Äonen und Schöpfungswelten haben verschiedenste Zeiten und Räume, inszeniert durch hochintelligente mächtige Geistwesen harmonischer und disharmonischer, gütiger und gefährlicher Art. Als vollendete mit allen Wassern gewaschene "Engel Gottes" können wir dann diese Geistwesen und ihre Schöpfungen besuchen, um sie kennenzulernen und um im Rahmen der göttlichen Ordnung mitzuwirken. Das kann unsichtbar geschehen oder auch sichtbar für die betreffenden Geistwesen bzw. Menschen. Das können sehr schöne Begegnungen für alle Beteiligte sein, es können aber auch traurige Erlebnisse sein. Wir erleben dann aus höherer Warte mit, inspirieren und greifen ein, wo nötig und erlaubt. Alle Schöpfungen mit ihren Zeitachsen sind dabei wie Lebensbäume oder Pflänzchen, die wir beobachten, pflegen, bei Bedarf und Wunsch (Bitten) auch veredeln und kultivieren helfen - ohne das Gegensätzliche, uns Widerstrebende zu vernichten, das ja auch Existenzrechte besitzt. Da gibt es Menschenseelen aller Art und auch mächtige und gefährliche Geistwesen jeder Sorte. Nur vollkommene, willensstarke, gefestigte Engel können im Schutze göttlicher Vollmacht solche gefährlichen Schöpfungsregionen besuchen. Sie müssen sich auskennen, sie müssen über allem stehen. Das Entartete, Kriegerische, Zerstörende und Schlechte lebt als Schatten der veredelten Gewächse (Welten) fort und fort, bis daraus und darin genügend gutes Licht entsteht. Diese Licht- und Schattenwelten eines Weltenbaumes kann man übrigens als Parallelwelten auffassen, also verschieden ausgerichtete Achsen einer Ausgangssituation. - So kann ein Lebensbaum, der vorher schlecht wuchs, mit einem neuen besseren Austrieb einen Weg ins Licht finden. Oder ein vormals schlecht wachsender verkrüppelter Baum erholt sich und wächst nun normal. Kein Science Fiction kann aber beschreiben, was für Welten und Schöpfungen es da gibt und noch geben wird. Entsprechend abenteuerlich wird unser Leben in Ewigkeit bleiben. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Albert Einstein sagte ganz richtig: "Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.- Phantasie ist alles. Es ist die Vorschau auf die kommenden Ereignisse des Lebens." Deswegen gilt: Alles gibt es! Auch Unglaubliches! Einst werden wir darin Abenteuer über Abenteuer erleben, doch die Macht ist mit uns. Nur für "Kinder Gottes" ist da kein Platz, höchstens einer im Kindergarten oder in der Menschen-Schule. Hier auf Erden können wir als Menschen immerhin schon etwas bewegen und auch ein kleiner Schneeball kann eine große Lawine auslösen. Im Guten wie im Bösen! Haben wir also acht auf unsere Gedanken und Taten! Alles bewirkt Verbindungen bzw. Verstrickungen.

Die Gedanken von heute sind die Zukunft von morgen, sagen viele. Eine vorbestimmte Zukunft gibt es folglich nicht und auch das allsehende Gottwesen, die göttliche Familie, kennt unsere Zukunft nicht, weil es nicht unsere Zukunft bestimmt. Die bestimmen wir. Unsere Gedanken, unsere Gefühle und nicht zuletzt unsere Entscheidungen stellen die Weichen für unsere Zukunft. Es kommt dann auch nicht nur darauf an, was man tut, sondern auch darauf, wie und warum man es tut. Die Möglichkeit von Zeitreisen erlaubt verschiedene Vorgehensweisen seinen Baum des Lebens optimal zu gestalten.