SEELEN


 

TEIL II: Ursprung und Werdegang der Geister und Seelen

 

Geister und Seelen spielen seit Menschengedenken bei allen Völkern in Religionen und Mythen eine große Rolle. Der größte Geist ist definitiv Gottes Geist und seine Seele ist die größte. Deswegen kann sich keiner ein Bild von Gott machen. Wir Menschen sind begrenzte Wesen und haben einen begrenzten und deswegen sichtbaren Körper mit einer diesen belebenden Seele mit einem schöpferischen Geist aus Gott. Jesus lehrte im Philippus-Evangelium, daß das Wichtigste am Menschen nicht sein Geist und  schon gar nicht sein sterblicher Leib ist, sondern seine unsterbliche Seele ist, insbesondere wenn sie es bis in den Himmel geschafft hat. Sie ist das zusammenhaltende Zentrum unseres Seins, unseres Selbst oder Ichs. Überdies schuf Gott laut Sirach alles zweifach, sich gegenüberstehend und ergänzend, damit es Bestand hat. Den Menschen schuf er laut Moses1,1 nach seinem Bild als Mann und Frau. Deswegen gibt es männliche und weibliche Seelen, Männer und Frauen. Die Seele eines Mannes nannten die alten Römer "Animus", die einer Frau "Anima". Erstere Seele ist mehr kopf-orientiert(Gedanken, Funktion), zweite mehr vom Herzen dominiert (Gefühl, Gestalt). So ist auch erklärt warum der Mann das "Haupt" und die Frau das "Herz" eines Paares ist, wie es die christliche Religion lehrt. Zusammen bilden sie einen vollkommenen Menschen nach Gottes Ebenbild.

 

Aus dieser kleinen Einleitung erkennen wir schon, daß Geister und Seelen Ebenbilder Gottes sind und zusammen wie Gott Mutter- und Vater-Qualitäten besitzen. Der Unterschied zwischen uns Menschen und Gott ist, daß Gott wegen seiner unendlichen Größe keine begrenzte Gestalt haben kann und über Zeiten und Räume erhaben ist. Gottes Geist ist nicht in Raum und Zeit eingesperrt. Gott war und ist allein deswegen ewig und ohne Anfang und Ende. Und in allen Schöpfungen und Welten können Ihn weder Engel noch Menschen von außen ansehen, denn er hat kein Außen, es gibt nichts außerhalb von Ihm. Auch unser Geist aus Gottes Geist ist unbegrenzt und würde sich verlieren, wenn nicht die magnetische (=liebende) Matrix Gottes die Eigenschaft hätte, die Gedanken Gottes, seine Schöpfungs-Ideen und somit auch uns "Gotteskinder" bzw. "Gottes Babys" in ihrem Schoß aufzufangen, auszureifen und dann in passenden Räumen und Zeiten auszugebären. Männliche und weibliche Seelen werden aus dem Zusammenspiel von  Geist und Seelen-Matrix aus Gottes Gedanken und Liebe erschaffen. Von Gott auf diese Weise erdacht und als freie Wesen erschaffen gehen sie selbstgewählte Wege und füllen ihre Seelenkleider und später seelischen "Kleiderschränke" mit allem Erlebten, mit zahlreichen Erfahrungen und Erkenntnissen und profilieren sich für irgendeine Geistesrichtung. Bei Gleichgesinnten verweilen sie gerne und bei geistiger und seelischer Harmonie verbinden sich weibliche und männliche Seelen zu Schöpfungszwecken aus Liebe.  In ihm ist dann Gottes Geist zentriert und in ihr der Gottheit Macht und Matrix. Bei Erreichen der höchsten Entwicklungsstufe und entsprechender Gottesverbundenheit bilden passende Paare schöpfungsmächtige Gottes-Existenzen.

 

Weil das Gottwesen aus zwei grenzenlosen ewig unfaßbaren Urkräften besteht, nämlich aus dem Meer der Gedanken (Ur-Yang) im Meer der Gefühle (Ur-Yin), aber selbst gesehen werden möchte von seinen Kindern, schuf ES die Menschenseelen als sichtbare Personen, ausgestattet mit Geist aus seinem Geist und Seelenmaterial aus seiner Seelenmatrix und schenkte dazu ewiges Leben. Indem das Gottwesen den Menschen dual als Mann und Frau erschuf, ermöglichte ES die persönlich erfahrbare Liebe und alles geistige Leben in allen Schöpfungswelten. Ur-Yang und Ur-Yin, Gottvater und Muttergottheit, können sich in ihren Schöpfungen und da vor allem in ihren sie innerlich aufnehmenden "Kindern" selbst persönlich erleben und lieben. Das ist dann echte göttlich-himmlische Liebe. Für die erfahrbare Liebe wurden Männer und Frauen aus Gottes Liebe erschaffen für die Liebe. Doch alle waren frei in ihrer Wahl und auf ihren Wegen...

 

Die Menschenseelen konnten und sollten sich frei und nicht als Marionetten entwickeln. Das große Gottwesen wollte, daß es Menschen gibt, die mit ihrem Geist und ihrer Liebe Gott suchen, erkennen und von sich aus lieben, in ihre Herzen schließen. Liebe hat vor Gott nur Wert, wenn alles freiwillig geschieht. Gekaufte Liebe oder befohlene Liebe zählt vor dem wahren Gottwesen nicht. Die Gotteltern wissen, daß man Liebe nicht befehlen kann. Nie erließ das wirkliche Gottwesen ein Gebot wie "Du sollst Gott lieben!" - Gott ist Liebe und kennt den Wert der Liebe. Mit Kindern, die Gott alsWesen der Liebe erkennen und dann selbst lieben, wird das große Gottwesen umso lieber mitwirken. Es wird ihnen helfend zur Seite stehen. Gott und Gottheit (=Das Gottwesen) haben großen Gefallen daran, wenn sich ihre Kinder geistig, seelisch und körperlich gut verstehen und lieben. Das ist auf Erden in dieser Kombination noch selten. Die Erde ist ein Schulhaus für geistig-seelische Entwicklung. Doch wenn die Menschen als Kinder Gottes durch ihre Gottesliebe und durch Liebe zu Menschen und Geschöpfen aller Art erwachsen geworden sind, dann finden sich nach dem Abstandgesetz der Liebe jenseits von diesseits Paare, welche Gottes Liebewunsch in sich erfüllen und zusammen bleiben. In ihr wohnt dann ein Zentrum der Muttergottheit und in ihm wohnt dann ein Zentrum Gottvaters. Durch solche Paare wird das Gottwesen vertreten in den Schöpfungen. SolchePaare sind dann wie das Gottwesen eine Schöpfereinheit. Mit solchen ist dann auch Gottes Macht und sie sind dann echte Gottes-Existenzen, bestehend aus Mann und Frau. Sie tun Gottes Willen durch ihren Wandel der Liebe. Sie behalten dabei voll ihre Souveränität und Identität, Gottes Wesen unterwirft sie nie unter seinen oder gar einen fremden Willen, sondern dient dem Paar mit seiner Liebe ganz nach deren Art. Also: Wer liebt, tut Gottes Willen! Gott ist die pure Liebe, die alles verbindet, was zusammen gehört. Mehr nicht. Und so ist Gott eben selbst die Liebe und daraus alles Licht und alles Leben, alle Weisheit und alle Macht. - Alle Gottesexistenzen zusammen bilden eine Familie, in der es keine Hierarchie gibt, keinen König, keine Bevormundung. Alles wird in Liebe und den göttlichen Kräften im Herzen geregelt. Der Himmel ist aber kein Ort sondern ein Zustand vollendeter Liebe, höchster Seligkeit, Macht und Herrlichkeit und ist überall da, wo eine oder merere Gottesexistenzen sind. Der Weg von der Geburt eines Geistwesens in einer Seele bis hin zur Gottesexistenz ist aber langwierig und schwierig, wenige Wesen wollen diesen Weg beschreiten, wenige schaffen es.


Auf dem beschwerlichen Weg vom Geistkind bis zur Vollendung gibt es viele verschiedene Stufen der Entwicklung. Es beginnt wie ein Spiel, doch es hat viele unterschiedlich schwierige Level und viele unterschiedliche Richtungen. Nirgendwo gibt es einen Zwang, man kann jeden Weg und jede Richtung selbst aussuchen. Zwang entsteht erst da, wo ein Geistwesen sich freiwillig unterwirft, um z.B. besonders schwere Level zu meistern. Eine solche Entwicklungsstufe bietet das Dasein als Mensch auf Erden in einem materiellen Leib. Doch Anfangs beginnt jeder Weg einfach wie in einem Kindergarten. Man kann Entwicklungsstufen unterscheiden vom geistigen Kindergarten bis zur anspruchsvollen Hochschule. -  In der allerersten Phase sind Gottes Kinder nur göttliche Gedanken. In der zweiten Phase festigen sie sich in einer Seelen-Matrix und reifen dort aus zu bewußten Geistwesen mit Seele und Geist und erhalten Gestalten als Jungen und Mädchen, wobei bei den Mädchen mehr das gestaltende Prinzip der Gottes-Seelenmatrix vorherrscht und bei den Jungs der funktionelle schöpferisch-erfinderische Geist Gottes. Aber beide haben sowohl Anteile des männlichen Geistes als auch Anteile der gestaltgebenden Seelenmatrix. Sie unterscheiden sich nur dadurch, dass sie geschlechtsspezifisch unterschiedlich denken, fühlen und handeln - und sich brauchen. Auch in ihrer Erscheinung sind sie verschieden. Aber sie bilden zusammen ein sich optimal ergänzendes Wesen analog zum elterlichen Gottwesen. Alle Kinder Gottes sind überdies einzigartig, doch anfangs unerfahren und unwissend. Sie müssen durch die Schule des Lebens gehen in den Schöpfungswelten, damit sie erwachsen werden. Dort bilden sie auch ihre eigene Persönlichkeit in geistiger Freiheit aus, lernen viele Partner mit anderen Ansichten und allerhand Neues kennen, was im göttlichen Kindergarten nie der Fall gewesen wäre. Eine kleine Geschichte soll nun einen möglichen Werdegang eines Geistwesens von der Kindheit bis zum Erwachsensein schildern:

 

Teil III: Wie ein Gotteskind erwachsen wird