Das Wesen der Liebe

 

Gott ist Liebe, Licht und Leben und die Liebe ist die stärkste Macht, heißt es. Wir erleben sie als das, was das Leben lebenswert macht. Die meisten denken zuerst natürlich an körperliche Liebe, doch lieben kann man alles: Menschen, Tiere, Blumen, Essen, Reisen, Reichtum, Macht über andere zu haben usw... die Liste kann man beliebig fortsetzen. Lieben hat etwas mit "Wollen" und "Wünschen"zu tun und kommt nicht vom Denken. Das Denken ist dem Wunsch untergeordnet und soll Mittel und Wege finden, wie man das, was man will, bekommen bzw. verwirklichen kann. Hat man es, dann hat man es oft auch wieder satt. Aber manches will man nie mehr hergeben. Das Wesen der Liebe ist eine wahre Lebens-Antriebsfeder. Hört aber die Liebe zu allem und jedem auf, erlischt die Lust am Leben und viele sind dann nur noch depressiv.

 

Rein körperliche Liebe zwischen den Geschlechtern beruht bei Mensch und Tier auf dem Fortpflanzungstrieb und ist hormonell bedingt. Das ist eine naturbedingte Notwendigkeit, um die Art zu erhalten und dient auch der Evolution. Eng damit hängt der Erhaltungstrieb zusammen, welcher dafür sorgt, daß wir uns möglichst lang und gesund am Leben erhalten. So lieben wir gutes Essen, haben Hunger und Appetit und arbeiten auch dafür. Können wir unsere Triebe befriedigen, schenkt uns unser Körper ein gutes Gefühl. Liebe und Triebe sorgen für Leben und Aktivitäten. Ohne diese Liebe wäre man antriebslos.

 

Wahrhaft himmlisch traumhafte Liebe ist bei Menschen möglich, wenn sich ein Mann und eine Frau nicht nur körperlich gefallen, sondern auch gleiche Interessen haben - oder entwickeln - und auch geistig und seelisch harmonieren. Ihre Ehe wird dann erfolgreich sein in jeder Beziehung. Eine gute Ehe gleicht dann einem Wagen, der von zwei Pferden gezogen wird, die eines Geistes sind und in eine gemeinsame Richtung ziehen. Sie kommen voran. - Leider gibt es heute viele Ehen, die auseinanderbrechen, weil beide sich nicht auf eine Richtung einigen können und unterschiedliche Aktivitäten entwickeln. Da zieht und zerrt dann jedes Pferd in eine andere Richtung und der Wagen kommt nicht voran - das Band der Ehe zerreißt. Äußerlich bewahren viele noch den Schein einer guten Ehe, doch innerlich ist sie oft die Hölle. - Aus diesem Grunde sollten junge heiratswillige Menschen darauf achten, ob sie auch geistig und seelisch zusammenpassen und diesbezüglich gleiche Interessen haben.

 

Der Ursprung der Liebe

Bei Sirach 42,22-25 steht in manchen alten Bibeln noch, daß Gott alles zweifach schuf, damit es sich gegenseitig erhält und Freude bereitet. Auch Gottes Wesen besteht nicht nur aus dem "Herrgott" sondern aus einer weiblichen und einer männlichen Kraft, man kann das auch Ur-Yin und Ur-Yang nennen. Die gesamte Schöpfung beruht auf dem Zusammenspiel zweier Kräfte wie bei uns Menschen eben aus Mann und Frau. Mag bei den meisten Tieren eine flüchtige sexuelle Vereinigung die Art erhalten, so ist dies doch bei den Menschen ganz anders. Die Frau braucht in der doch beschwerlichen Schwangerschaft die Unterstützung ihres Mannes und ebenso dann später bei der Erziehung ihrer Kinder, die auch den Vater brauchen. In einer optimalen Familie sollte also von Anfang an Harmonie herrschen zwischen Mann und Frau! Als Ebenbilder Gottes wurden Mann und Frau erschaffen. Die Ursache göttlicher Liebe ist Harmonie im Geistigen und Seelischen. Gemeinsam kann man dann Berge versetzen und leichter ein Ziel erreichen! Bei Zweien, die sich nicht nur sexuell sondern auch von Herzen aufrichtig lieben, wirkt durch sie die weibliche Yin-Kraft der Gottheit und durch ihn die männliche Yang-Kraft Gottes. Gott und Gottheit, die männliche und weibliche Urkraft, ermöglichen echt-göttliche Liebe zwischen Menschen, auch körperlich. Solche haben dann schon den Himmel auf Erden bei ihrem Zusammensein und ihren geistigen Aktivitäten. Sie helfen sich und sie stärken sich so wie Sirach es ausdrückt und das Hohelied der Liebe von Salomon beschreibt.

 

 

Liebe auf den ersten Blick

Wir Menschen sehen keine Seelen. Doch manchmal spüren wir auf Anhieb Sympathie für jemanden, den wir vorher nie sahen oder hörten. Liebe auf den ersten Blick ist ja nicht unbekannt. Scheinbar grundlos zieht uns ein bezauberndes Gegenüber magisch an. Wir spüren es im Herzen, wissen aber nicht wieso. Wie kommt das?

 

Wie schon auf dieser Webpräsenz beschrieben, kann man Seelen und Geister mit Schwingungen, Farben oder Zahlen vergleichen und andere hilfreiche Analogien bilden. So wie es Farben und Klänge gibt, die miteinander harmonieren, so gibt es auch Seelen, welche gut zusammenpassen und ihre Lebenskräfte schon durch ihre Gegenwart verstärken. Ebenso gibt es auch das Gegenteil: Menschen, die uns Kraft rauben und nerven, bei denen wir uns unwohl fühlen. Solche vermindern unser Lebenskräfte.

 

Liebe auf den ersten Blick ist die Folge einer geheimnisvollen Ausstrahlung verwandter sich gut ergänzender Seelen. Wenn die Antennen und Frequenzen stimmen, ist die Reichweite groß, sie denken aneinander und bleiben in Gedanken und im Herzen verbunden. Ähnliches findet man auch bei Müttern und ihren geliebten Kindern.

 

 

Liebe ist des Lebens Sinn

Liebe ist der Grund allen Lebens, schenkt nicht nur Kinder, sondern auch Lebensfreude und Lebenskraft - gibt dem Leben einen Sinn. Liebevolle Harmonie sollte zwischen den Menschen und besonders zwischen den Geschlechtern und in der Familie herrschen! Dann schaffen Menschen nicht nur die körperliche Vermehrung, sondern bewirken auch ein geistiges und gesellschaftliches Weiterkommen mit viel Freude. Sie leben länger und sind erfolgreicher in allem, was sie tun. Fehlende Liebe oder gar das Gegenteil, der Hass, zehren an den Lebenskräften, fördern Leid und Krankheit.

 

Zum Schluss sei noch gesagt: Man kann wahre Liebe nicht kaufen, verhandeln oder erzwingen. Liebe ist ein Geschenk, eine himmlische Kraft... Und noch etwas: Jenseits von Diesseits bestimmt die Liebe den Abstand... Jeder kommt dahin, wohin ihn seine Liebe zieht. Man kommt unter Seinesgleichen, nämlich zu denen, die so sind, wie man selbst ist, wodurch auch der Gerechtigkeit Genüge getan wird.