Die Geschlechterrollen

Die Rolle des Weiblichen und des Männlichen

Das hervorragende Merkmal der Weiblichkeit ist das aufnehmende und formende Prinzip, wohingegen das Männliche das belebende ist. Die Frauen sind die Bildnerinnen. Das Urweibliche ist die Matrix. In sie strahlen Gedanken aus der Ideenschmiede Gottes ein und in der Matrix werden sie zu verschiedensten Schöpfungen ausgereift und ausgeboren. Die Matrix ist keinesfalls passiv ! Sie ist ein intelligentes Wesen, das wir die Gottheit nennen können, die gleichberechtigte Partnerin Gottes. Es gibt eine reingeistige ewig nie begreifbare Urmatrix. Zu dieser gehört der grenzenlose Urborn aller Gedanken. Darunter kommt die lichtvolle Matrix der existenten Gottheit mit einem geistigen Reich und einem seelisch-materiellen Bereich in unserem Kosmos. Beide Matrixformen sind voneinander getrennt, weil gegensätzlicher Natur. Eine Brücke gibt es nur und das ist der Mensch. Er ist ein Wesen beider Welten. Aus der lichtvollen Matrix, die wir Himmel nennen können, kommen die männlichen Geister vereint mit ihren weiblichen Lichtseelen. In der kosmisch-astralen Welt aber verteilen sie sich auf weibliche und männliche Seelen. Dann werden die weiblichen Licht-/Astralseelen Frauen. Die männlichen Geist-/Astralseelen aber werden Männer. - Bei diesem Vorgang fällt auf, daß die männlichen Lichtgeister ihre weiblichen Lichtseelen aus den Himmeln verloren und stattdessen weibliche Astralseelen von unten erhielten, und die weiblichen Lichtseelen verloren ihren himmlischen Partner und erhielten eine Astralseele als Partnerin. Im Mythos verlor Adam seine Lilith und erhielt stattdessen die Eva. Heutzutage sucht jeder Adam in seiner Eva auch seine Lilith, und jede Lilith sucht immer wieder nach ihrem Adam.

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Im Reiche der Geister sind Mann und Frau ein körperloses Licht, wobei man den männlichen Anteil den inneren Lebenslicht-Quell nennen könnte, das Weibliche aber den äußeren Glanz. Es gibt große und kleine, starke und schwache Geister, keins gleicht dem anderen. Je nach Stärke kann ein Geist in große Fernen seinen Strahl schicken und mehr oder weniger fest und gut ist sein Erkennen. Gottes Geist und der von großen Engeln reicht in alle Richtungen und ist nicht wankend. Die weiblichen Lichtseelen aber nehmen alle Erkenntnisse auf und wenden sie an. Dabei glänzen und strahlen die Seelenkleider in allen Farben und manche voller Schuck und Glanz. - Im Reiche der Geister der Himmel ist überall Licht. Es gibt keine Schatten. Der Überfluß kommt allen zugute. Sie tauschen sich gegenseitig aus und bilden Erkenntnisfamilien voller Liebe. Allerdings kennen sie nicht den Wert der Liebe, weil sie Lieblosigkeit nicht kennen. Alles Lieblose und Gegensätzliche wohnt im Schattenreich der Astralseelen.

Im Reiche der Astralreiche liegt eine andere Matrix vor. Hier bildet das Weibliche der Gottheit magnetisch begrenzte Formen für Frauen und Männer. Diese kosmischen Seelen beinhalten aber in sich alle Wesenheiten des gesamten Kosmos in magnetisch-magischer Verknüpfung. Doch liegen diese Erkenntnisbereiche guter und böser Art für den neu eingekleideten (inkarnierten) Geist zuerst noch tief verborgen in seiner Seele. Er kann sie sich aber im Laufe der Inkarnationen auf Erden erwerben und sein Aussehen selbst danach bestimmen, und das geschieht im Kampfe zwischen Licht und Finsternis... denn das Astralreich hat alle Gegensätze, kennt Liebe und Leid. Das kosmische Astralreich mit den Erden ist die Seelenschmiede. Nur gediegene göttlich reife Seelen können wieder in den Himmel der Lichtwelten zurückkehren. Dann aber als Sieger über Licht und Finsternis, als erwachsene Kinder Gottes, selbst Schöpfer und Bäume des Lebens voller Erkenntnis, Schönheit, Macht und ewigen Lebens.

Aller männlicher Geist wäre gestaltlos und ohne Heimat, ohne zu Hause, wenn es nicht für ihn genau eine eigene weibliche Seele gäbe. Sie bildet für ihn das Zuhause, seine Körper und alle Herrlichkeiten nach seinen Ideen in ihrem Schoß, in der Matrix. Sie speichert alle gewonnenen Erkenntnisse und verknüpft sie logisch und hilfreich. Sie ist der Schöpfungsbaum des Lebens und er ist der lebendige Strom in ihr. Wie wir anfangs aber lasen, hat jede Seele einen einzigen zu ihr passenden Geist. Sie bilden ein Paar. Sie stärken sich gegenseitig. Er gibt die Lebenskraft, sie ernährt den Leib und kleidet ihn.

Alle Formen, alle Gestaltungen sind weiblich, auch die Gestalten der Männer. Sie werden mit Hilfe der Gottheit von den Frauen und Müttern in deren Leib gebildet. - In den Seelenreichen aber herrschten anfangs die widersätzlichen Geister, denen die göttliche Ordnung mißfiel. Deshalb trennten sie sich auf in die zwei Geschlechter und hatten miteinander Geschlechtsverkehr, wodurch die Geister in fremden Betten strömten und in die Schöße sich mit fremden Geistern füllten. Das Ergebnis waren entartete Schöpfungen und Kinder, Treulosigkeit, Neid, Zorn, giftige Pflanzen, reißende Tiere. Die Gestalten verhärteten, wodurch eine Ergänzung nicht vollkommen war. Durch diese Untreue entstanden die materiellen Gestalten in der Materie (Satana) und der Tod. Denn die Seelen konnten sich nicht ergänzen und mußten von fremden das leben nehmen (essen trinken), statt von der eigenen weiblichen Schöpferin, die anderen diente usw...

Sophia Christi