Teil I - Zum Wesen Gottes
Inhalt Zurück * Namensproblematik * Schöpferpaar - Schöpfergott * Das wunderbare Gottwesen *
* Heiliger Geist und Gottheit * Die Hierarchie der Mächte * Der Unfassbare wird existent *
Inhalt

Ohne Namen geht es nicht...

und so gaben die Menschen dem höchsten Schöpfer-Geist gemäß ihrem Erkenntnisgrad zu ihm passende Namen, und Gott hatte sich noch nie dagegen gewehrt, ob man ihn "Jahwe", "Jehova", "Gott", "Allah" oder Xuihtecutli nannte. Man staune nur über die vielen Götternamen im "Lexikon der Götter"und das sind längst nicht alle ! Auch wir müssen uns hier festlegen. Wir bleiben beim christlichen Gottesbegriff, wollen aber die biblischen Aussagen nicht kritiklos übernehmen.

Beginnen wir bei dem in unserem Kulturkreis bekannten "Jahwe". "JAHWE" ist kein normaler Name, sondern heißt "Ich bin der ich bin.". Was sicher der Wahrheit entspricht. Vor "Jahwe" werden in der Genesis1 die "Elohim" als Schöpfergötter genannt. Vor dem Bibelgott Jahwe, der "keine anderen Götter neben sich duldet", gab es nämlich weit und breit noch viele ägyptische, mesopotamische und kanaanitische Götter, die den aus Ägypten auswandernden Juden gut bekannt waren. Jahwe wird auf den Tontafeln von Ugarit als "Gott JW" und "Sohn des EL" genannt. Er hatte anfangs sogar eine Gefährtin an seiner Seite, nämlich die Göttin Aschera. Sie wurde einst zusammen mit Jahwe im Jerusalemer Tempel verehrt und Hinweise findet man noch in der Bibel. Doch die Zeiten, besser gesagt die Menschen, änderten sich. Es stritten sich die verschiedenen Glaubensrichtungen untereinander. Jede behauptete, die richtige zu sein und der Eifer um Ihn brachte viele schon um. In Wirklichkeit bemühten sich Kirchen und Machthaber aber nicht so sehr um ein wahres Gottesverständnis, sondern vielmehr um ihre Macht über die Völker. Gewöhnlich ließen sich in vergangenen Zeiten viele Herrscher wenn nicht als Götter so doch als von Gott eingesetzt verehren (Pharaonen, Päpste, Kaiser). So war das Regieren einfacher und die Anordnungen wurden respektiert. Priester verkündeten das Wort Gottes, in der Regel das des Pharao, des Tempels, des Papstes usw... Das war in der ganzen Welt usus. Das Volk sollte nicht selbst nachdenken, sondern nur dem glauben, was von Herolden im Namen Gottes angeordnet wurde. Die alten Heiligen Schriften aber durften lange Zeiten nur "Eingeweihte" lesen und auslegen, so auch die Bibel. Doch genug davon... sonst müssten wir noch die Frömmigkeits-Beteuerungen der us-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten vor christlichen Wählern anprangern und kämen gar nicht mehr zum richtigen Gottesverständnis.

Namen sind für unsere Kommunikation unentbehrlich - egal ob es um Gott geht oder um unsere Kinder. Heute gibt es Namensbüchlein für werdende Eltern, um die Bedeutung eines Namens zu erkennen, worauf viele Wert legen. Auch der Klang desselben ist natürlich wichtig. - Wir verwenden den Namen "Gott". Es möge sich niemand an dem vorwiegend christlichen Gedankengut stoßen, das eine sehr gute Basis für unseren Zweck darstellt ! Es kommt letztendlich nur auf den Geist und das Gut dahinter an, was wir hier neu darlegen wollen. Wenn ein Inder aber lieber "Krishna" hört statt "Christus" und andere ihn für den guten Enki der Sumerer halten, so akzeptieren wir das. Wir können die Verbindung herstellen. Der Gott, über den wir hier sprechen, ist ein ubiquitärer Geist, der Gott aller Menschen und aller Kreatur, und einer, der nicht auf Namen und äußere Religionen sieht, sondern auf die Gesinnung und den Charakter eines Menschen.

Nicht nur von Volk zu Volk sondern auch von Zeit zu Zeit änderten sich Namen oft mitsamt ihrer Bedeutung. Die ersten römischen Christen verstanden unter "Luzifer" den Lichtbringer und Erlöser Christus. Das war auch ganz einleuchtend - schließlich war Christus genau der, der das Licht in die Finsternis brachte. In Offenbarung 22,16 bezeichnet sich Christus noch selbst als der "helle Morgenstern" und so wurde er auch übersetzt: Römer nannten ihn "Luzifer", Griechen "Phosphorus". In der römischen Mythologie war Luzifer identisch mit dem Morgenstern Venus, der die Sonne und den Tag ankündigte. Alle wichtigen Sterne bzw. Planeten repräsentierten in der Antike einen Gott oder eine Göttin. Venus war aber eine verführerisch schöne (heidnische) Göttin. Das paßte scheinbar nicht recht zusammen mit dem Christusbild der römischen Kirche und war auch nicht im Sinne des alttestamentarischen Gottes Jahwe, der keine anderen Götter und schon gar keine Göttin neben sich duldete. Doch die Venus war ja auch der hell leuchtende Abendstern, dem die finstere Nacht folgte. Das war die Lösung. So bekam die Sache bald ein anderes Gesicht. Nach 6 Jahrhunderten wußte die römische Kirche endlich, daß "Luzifer" identisch sein mußte mit dem Antichrist, der Christus nachäffte, identisch sein mußte mit Satan bzw. Satana, die statt des Lichtes eben die Finsternis bringt.

Mit Namen, unterschiedlich verstanden, kann man viel Verwirrung anrichten. Tatsächlich wußten auch die Hebräer von zweierlei Lichtengeln. So nannten früher die Hebräer das personifizierte reine Licht um Gott die Weisheit "Echmot" bzw. "Achmoth". Das von Gott abgewandte Licht, also die von Gott abgewandte Weisheit, aber heißt auf Hebräisch "Echamot" bzw. "Achamoth". Das entsprach der arabischen Satana ("die sich entfernt hat"), dem hebräischen Versucher und Widersacher Satan und auch dem ägyptischen "Gott der Wüste" Sethen. Manche halten El Shaddai für diesen Gott der Wüste. - Die Gegensätze zeigen oft verwirrende Ähnlichkeiten, wie auch die gleichen Namen der Nachkommen von Kain und Seth beweisen. Zufall, Absicht, Verwechslung ?

Es ist in allen Religionen immer dasselbe Schema von Gut und Böse: Seit Menschengedenken sind die göttlichen Gegensätze paarweise, meist "Brüder". Bei den Sumerern waren es die Brüder ENKI und ENLIL, die sich wegen der Menschen bekämpften. Enki schützte und förderte die Menschen, Elil unterdrückte die Menschen und wollte sie vernichten durch die Sintflut. Bei den Ägyptern hießen die sich bekämpfenden Brüder Osiris und Set, in der Bibel sind es Kain und Abel. Enki, Enlil, Osiris, Set hatten Götterstatus. Der eine war immer den Menschen wohlgesonnen, der andere streng und rachsüchtig. Damals in den alten Religionen hatten sie alle auch noch eine weibliche Partnerin und Familien. Im Monotheismus gestaltete es sich etwas anders. So gibt es in der Bibel im Alten Testament den strengen Gott Jahwe und den wohlwollenden "Herrn", im Neuen Testament den gütigen Gottvater von Jesus und den Teufel als Gegensatz. Gegensätze bilden u.a. auch „El Elyon“ und „Baal“, „El Shaddai“ und „Adon“, „Ahriman“ und „Mazda“.

Man kann in allen Religionen sich gegenüberstehende Geistesmächte finden. Ohne Gegensätze geht nichts. All diese Gegensätze haben wichtige geistige Wurzeln, wie wir auf dieser Webpräsenz noch deutlich machen werden. Die Brüder in den Geschichten haben einen Vater-Gott, der aus der Mutter-Gottheit kam. Bildlich stiegt er als Sonne aus dem Urozean auf, schuf die Elemente, Himmel und Erde und setzte seine gegensätzlichen Kinder auf die Erde über die Menschen. Seitdem gibt es den die Erkenntnis fördernden Kampf zwischen Gut und Böse - doch dazu in anderen Kapiteln ausführlich.

Gegen diesen bösen Feind der Menschheit sendet Gott Hilfe in Gestalt eines Mittlers, eines Befreiers. Das versprechen die Religionen. Die Muslim erwarten als Allahs Hilfe für ihre Sache den Mahdi. Die Juden erwarten den Messias. Jesaja spricht von Immanuël ("Gott mit uns"), der von einer Jungfrau geboren wird. Die Christen haben ihn schon entdeckt in Jesus (arabisch Isa), nennen ihn Christus und seinen Gegner den Antichrist. Vielleicht rief man Jesus zu Lebzeiten "Jeschua" oder "Yahúshua", was dann so viel wie "Erlöser" oder "Gott hat Macht zu retten" heißt. Da es für Jesus keine historischen sondern nur religiöse Dokumente gibt, glauben manche auch, daß es sich bei Jesus nur um einen Titel handelt, um Geschichten, Sagen oder einen ersehnten Mythos. Den guten Geist hinter Christus wollen wir hier aber nicht in Frage stellen. Der spricht für sich.

Wer sich mit Jesu Leben intensiver befasst hat, wird sich vielleicht schon mal gefragt haben, ob er wirklich nur ca. drei Jahre, also nur 10% seines ganzen irdischen Lebens, als Messias wirkte und lehrte. Das erscheint ja für Gott(es Sohn) auf Erden zu wenig. Eine Antwort darauf fanden laut Wikipedia arabische, persische und kaschmirische Geschichtswerke, die zum Teil ausführlich von Jesus berichten, daß er unter dem Namen Isa, Issa oder Aisha als Mitglied von Karawanen von Palästina nach Indien gelangte und auch dort tätig war. Lokale Ortsnamen sollen von Jesus in Kaschmir zeugen. - Amtlich anerkannt sind diese Geschichten allerdings nicht, eher sehr strittig. - So bleibt die Frage unbeantwortet, was Jesus als Teen und Twen tat. Mag dies auch unwichtig sein angesichts seiner zeitlos schönen Lehre, so drängt doch manchen die Liebe zu ihm, alles über seinen Erlöser zu erfahren.- Roman Odermatt fand den historischen Jesus - wie er sagt "als Einziger".


Wenn Jesus schon verschiedene Namen hatte, so hat Gott noch viel mehr bei der Vielzahl der Völker und der Länge der Zeiten. Unser Wort "Gott" soll heidnischen Ursprungs sein. Es gibt Hinweise dafür (Khuda). Andere assoziieren "Gott" mit "good" bzw. "gut", was ja sinngemäß ganz in Ordnung ist für uns Christen. Im Alten Testament dominiert allerdings ein anderer, strenger Gott, der heute gewöhnlich mit "Jahwe" oder "Herr" übersetzt wird. Manche Historiker halten Jahwe für gar keinen Gott, sondern für den mächtigen Herrscher "El Shaddai", der damals im Gebiet der heutigen Sinai-Wüste auf dem 755m hohen Berg Serâbît EL Khâdim ("Höhen des Sklaven") residierte. Der britische Ägyptologe Sir William Flinders Petrie, Professor am University College in London, fand auf diesem Berg Höhlen und Reste eines einst wohl sehr prächtigen Hathor-Tempels vor mit Hinweisen auf unglaubliche Technologien und Reichtümer. Dieser El Shaddai nahm die aus dem Westen kommenden Juden auf. Erst 40 Jahre später durften dann die Juden ins "gelobte Land" Kanaan ziehen, motiviert als eifrige Diener eines Gottes, dessen Namen sie nicht auszusprechen wagten, ja gar nicht genau kannten. Nur der Priester durfte einmal im Jahr seinen Namen flüstern. - Der "Berg Horeb" ("Berg in der Wüste"), auf dem Moses die Gesetze erhielt, war nach Petrie nicht identisch mit dem "Berg Horeb", der heute im Süden der Sinai-Halbinsel den Touristen als Berg Moses angeboten wird. - Bevor die Juden, d.h. die Nachfahren Jakobs in Ägypten, zu El Shaddai kamen, beteten sie zu ihrem Herrn und Gott "Adon", das entsprach dem ägyptischen Gott "Aton" (Echnaton = Diener des Herrn). Jahwe, El Shaddai, war nicht dieser Aton. Das wußten die Israeliten. Als sie El Shaddai einmal direkt fragten, wer er denn sei, antwortete dieser ja nur ausweichend: "Ich bin der ich bin". So vermuteten die Israeliten unter Moses, daß Jahwe mit dem ägyptischen Reichsgott "Amun" identisch sein müsse und fügten ihren Gebeten das "Amun" (Amen) hinzu. So erklärt der international anerkannte Historiker Sir Laurence Gardner auch. Er schreibt in "Sternenfeuer - Das Gold der Götter": "Sogar das wohlbekannte christliche Vaterunser (wie im Matthäus-Evangelium wiedergegeben) wurde von einem ägyptischen Original transponiert, das begann: "Amen, Amen, der du bist im Himmel ..". Gardner ist einer der vielen Historiker, die Beweise dafür fanden, daß die Wurzeln unserer Weltreligionen in Mesopotamien, Ägypten und Kanaa zu finden sind. Bei unserer Religion handelt es sich um eine Mischreligion und die Autoren der biblischen Schriften hatten auch unterschiedliche Ansichten. Was für die einen Gott war, war im Extremfall für die anderen sogar Satan. So heißt es in 2. Samuel 24,1, daß Gott Jahwe die Volkszählung angeordnet hat. In 1.Chronik 21,1 war es Satan, der ebendiese Volkszählung angeordnet hat. Desgleichen bezeichnet Jesus den Vater der Tempel-Priester als den Teufel.Ja, sie dienten einem strengen Herrn, Jesus dagegen lehrte einen Gott der Liebe. Jahwe verlangte die Steinigung der Gesetzesbrecherin, der Gott Jesu vergab und sagte: "Nur wer ohne Sünde sei, dürfe den ersten Stein werfen..." Nun sie waren alle nicht ohne Sünde, wie jeder wußte. Sie hatten Angst vor dem Volk, das Jesus umgab, und ließen die Steinigung der Ehebrecherin sein.

Alles nur Geschichten ? - Es gibt in der Bibel zu viele Widersprüche, denn sie sind eine Auswahl verschiedenster alter Schriften ganz unterschiedlicher Autoren aus verschiedenen Kulturkreisen aus verschiedenen Zeiten, die oft gegensätzliche Ansichten vertraten. Darüber zerbrachen sich schon viele Schriftgelehrte und Suchende den Kopf, und so mancher Religionskrieg entstand. In der Regel bestimmte der Gesetzgeber die Auslegung.

Historiker und Archäologen der Universität Tel Aviv und aus aller Welt fanden, daß viele biblischen Geschichten erfunden seien. Sie entlarvten manches als Dichtung ( "Keine Posaunen vor Jericho", dtv 2004 ). Es ist sehr zu begrüßen, daß Wissenschaftler die Wurzeln der Heiligen Schriften unserer Weltreligionen endlich nicht nur akribisch überprüfen sondern auch ihre erstaunlichen Ergebnisse veröffentlichen dürfen - ohne Repressalien befürchten zu müssen ! Letzteres war Jahrtausende hinweg undenkbar. Es floss aus religiösen Gründen schon mehr als genug Blut.

Schöpferpaar

Vom Schöpferpaar zum Schöpfer

In der Bibel stehen unterschiedliche Schöpfungsberichte. Im ersten Schöpfungsbericht (Genesis 1) schufen die ELOHIM, Gott IL (EL) und Göttin ALH (gesprochen "eloh") , nach ihrem Ebenbild ein zusammengehörendes Menschenpaar, also einen Mann und eine Frau. Diese Genesis geht zurück auf das sumerische Götterpaar Enki und Ninki, das schon Jahrtausende vorher den primitiven irdischen Menschen (adamu) nach ihrem Bild, d.h. nach ihren Vorstellungen, schuf, wobei ihre Gene verwendet wurden. Kurz - der irdisch primitive Mensch wurde veredelt, indem Gene der Erdmenschen vermischt wurden mit Genen der hochentwickelten Kulturbringer.

Wenn man den sumerischen Tontafel-Übersetzungen von Zecharia Sitchin glauben darf, dann hieß die erste Geburtsgöttin Ninki bzw. Nin-khursag. Später nannten die Sumerer sie "Herrin des Lebens" = Nin-tî. Zum Verwechseln ähnlich klingt das sumerische Wort "Nin-ti" mit lang ausgesprochenem "i". Doch das bedeutet "Rippe". Nun erklärt sich, warum bei den Monotheisten die Eva aus einer Rippe entstand (Ähnlich ist der Unterschied zwischen "weg" und "Weg"). Adams und Evas Mutter war eine irdische Mutter, deren Ei vom Samen eines nichtirdischen, sondern "göttlichen" Vaters (Enki) befruchtet worden war. Das wohl in der Retorte künstlich befruchtete Ei wurde jedenfalls Enkis Gattin Ninki eingepflanzt. Nach "10 Mondumläufen" gebar Ninki den Adam, unseren Urahn. Es folgten weitere erfolgreiche Geburten. Selbstverständlich wurden die Kinder sorgsam großgezogen und vor Übergriffen durch Fremde bewacht, und zwar im Garten Eden. So entstanden echte "Semiten" (Samen), irdische Nachkommen der Götter. Wir gehören dazu und sind deswegen "Gotteskinder", "Söhne" oder "Töchter" Gottes ! Enki hatte übrigens einen Bruder, der neidisch auf seinen Erfolg war und die Menschen hasste. Während Enki und Ninki die Menschen als ihre Kinder liebten, betrachtete Enlil die Menschen als Bastarde und wollte nicht, daß sie zur Familie gehörten, sondern nur als Sklaven dienten. So begann der Kampf zwischen "Christ" und "Antichrist" (wie wir sagen) um die Menschen und ist heute noch nicht beendet.

Diese "Götter" waren erstens aus Fleisch und Blut, zweitens nicht die einzigen Schöpfer und obendrein unter sich oft nicht einig. Laut Mythen aus aller Welt mußte es "Götter" ganz unterschiedlicher Herkunft geben. Es waren nach Zecharia Sitchin Außerirdische von einem Planeten unseres Sonnensystems, von Nibiru. In vergangenen Jahrtausenden mischten sich so allerlei "Göttersöhne" mit den sie reizenden Menschentöchtern, was immer neue Gen-Mischungen ergab. Vor allem die Riesen machten Probleme. Wir kennen sie aus Sagen und Märchen. Aber auch in der Bibel können wir von den Riesen lesen, von intelligenten Rassen, aber auch gefräßigen, gefährlichen und dummen Riesen, im Buch Numeri 13,33 oder Sirach 16,7 oder Baruch 3. Im letzteren Bibel-Buch steht z.B.

"Buch Baruch 3,26-28 Dort wurden geboren die Riesen der Vorzeit, die hochberühmten. die hoch gewachsen waren und des Krieges kundig. Doch nicht diese erwählte sich Gott, nicht ihnen gab er kund den Weg der Weisheit. So gingen sie zugrunde, weil sie keine Klugheit hatten; ob ihrer Torheit gingen sie zugrunde. "

Der grüne, wasserreiche Planet Erde war jedenfalls sehr begehrt und es kam bei der Resourcenverteilung schließlich zu den bekannten Götterkriegen, was Verwüstungen und Sintfluten auslöste. Für diese Version der Genesis in Moses 1, wo "Götter" die Menschen schufen, sprechen auch alte sumerische Tontafeln sowie Mythen aus Mesopotamien und Ägypten, welche als irdische Heimat ihrer Götter "Schumer" bzw. "Ta Neter" nennen. Beides heißt "Land der Wächter", hebräisch "Shin´ar", womit Sumer, Südbabylon gemeint ist.

Diese alten "Götter" hatten ihren Ursprung wie schon erwähnt nicht auf unserer Erde sondern auf Nachbarplaneten. In Frage kamen da außer dem Nibiru in den letzten Jahrmillionen nicht nur Venus und Mars, sondern auch jener zerstörte Planet zwischen Mars und Jupiter, vondem nur noch der Asteroidengürtel übrigblieb - eine Ansammlung von Gesteinsbrocken, die uns jedes Jahr viele Sternschnuppen bescheren. Als unsere Erde noch keine intelligenten Wesen trug, lebten nach diesen Theorien schon hochentwickelte Zivilisationen auf mindestens einem einst fruchtbaren Nachbarplaneten. Der Raumfahrt mächtig besiedelten sie die damals auch schon sehr schöne fruchtbare Erde und beuteten deren Bodenschätze aus. Es gab aber Streit zwischen den verschiedenen Zivilisationen bzw. außerirdischen Göttern über deren Besitz, was zu kriegerischen Auseinandersetzungen und gewaltigen Zerstörungen nicht im sonder am Himmel und auf Nachbarplaneten und Monden führte. Als sie danach radioaktiv, chemisch verseucht und größtenteils unbewohnbar wurden, flohen die technisch am besten ausgestatteten Zivilisationsreste auf die Erde. Dort begruben sie notgedrungenermaßen zunächst ihre Meinungsverschiedenheiten und planten eine vernünftige Besiedlung der Erde. Als es später aber um die Weltherrschaft und wichtige Menschheitsfragen ging, lebte der alte Streit wieder auf und es kam zu interkontinentalen Kriegen, die die damals noch benutzten Weltraum-Stationen und Mondbasen zerstörten. Auf Erden wurden weite Gebiete verstrahlt und unfruchtbar. Wüsten entstanden, wo vorher alles grünte. Die Kulturbringer verloren damit ihre "göttlichen" Existenzgrundlagen. Ihr Wissen gaben sie zwar weiter, bevor sie starben, doch die Nachkommen konnten damit auf der Erde bald nichts mehr anfangen. Sie begannen mit ganz einfachen Mitteln wieder von vorne. Erinnerungen und Gene blieben. Es setzte sich der homo sapiens auf der Welt durch. Er trägt schließlich die Gene der "Götter" und des homo erectus in sich. Das alte Wissen immer mehr vergessend entwickelten sich nach und nach jene Menschen, die wir heute sind. - Da gibt es nach Hautfarbe verschiedene Menschen. Das sind die Nachkommen der unterschiedlichen "Götter-Familien", Nachkommen von den unterschiedlichen Besuchern auf unserem Planeten, die lange auf den verschiedenen Erdteilen herrschten und die dortigen Menschen prägten, bis es eben um die Weltherrschaft ging. Sagen um Atlantis und Lemuria sowie viele Mythen und sogar einige Geschichten des Alten Testamentes weisen noch darauf hin ebenso wie uralte gigantische Bauwerke, z.B. die Pyramiden. - Was alte Mythen berichten, klingt zwar unglaublich, doch selbst Märchen und Sagen besitzen einen wahren Kern. Altindische Veden berichten von an Science Fiction erinnernde abenteuerlichen Geschichten, von die Erde verwüstenden Kriegen mittels schwer bewaffneter schneller Flugmaschinen (Vimanas).... Unglaublich ??? - Es ist nicht einmal hundert Jahre her, da hielt man es noch für unglaublich, daß einmal Menschen in wenigen Stunden nach Afrika oder Amerika fliegen könnten - schon gar nicht auf den Mond. Ja selbst die heute übliche drahtlose Kommunikation rund um den Erdball für jedermann war undenkbar. So etwas war seit eh und je nur den "Göttern" bzw. Gott und seinen Engeln vorbehalten. Ihnen allein gehörte der Himmel. - Nun denkt man darüber anders.


Im zweiten rein jüdischen Schöpfungsbericht der Bibel (Genesis 2), gab es nur noch einen männlichen Gott und Schöpfer: JHWH. Die Frau wurde weggelassen bzw. nur als ein Teil jenes männlichen Gottes belassen. Diese Schöpfungsversion wurde zur Grundlage der mächtigsten Religionen der Welt. JHWH schuf darin nicht Mann und Frau wie die Elohim in Genesis 1 sondern den Menschen Adam, aus dessen Rippe er erst später die Eva machte, damit dieser eine "Gehilfin" habe und sich nicht langweile. So die andere Schöpfungsgeschichte. Durch diese spätere Version der Schöpfung war die Frau nicht mehr gleichwertig mit dem Mann. Jahwe duldete keine göttlich gleichberechtigte Partnerin und auch keine anderen Götter neben sich, wie es jahrtausendelang vorher weit und breit üblich war. Er beanspruchte allein alle Herrschaft und verfuhr mit den Menschen sehr streng. Mit diesem monotheistischen Zuge erhielten die Juden aber eine starke Identität, eine damals ungewöhnliche erfolgreiche Einigkeit untereinander. Sie hoben sich von allen anderen Religionen ab, hielten religiös bedingt eisern zusammen und wurden zur vorbildlichen Wurzel aller mächtigen Weltreligionen und Staatsführungen. Das Geheimnis für diesen Erfolg ist die viel leichtere Führung eines Volkes unter einem Gott (oder unter einer Partei ) als unter vielen Göttern oder gar noch Göttinnen, auf die man Rücksicht nehmen mußte und unter denen es bekanntlich auch Streit gab. In den ehemals mächtigen Reichen Ägyptens und Mesopotamiens aber hatte jede Stadt eigene Götterpaare, ja Götterfamilien, die sich nie immer einig waren, was so manche staatliche und religiöse Entscheidung erschwerte oder ganz unmöglich machte. Da aber alle Reiche damals so beschaffen waren, fiel das nur den Machthabern auf. Mit einem einzigen Gott, so ahnten sie, würde das Regieren leichter, denn da gab es keine Opposition, keine Gegenstimmen, keine Gegengötter, die man berücksichtigen müßte. Tutanchamun versuchte den Monotheismus einzuführen, den Juden gelang es. Jeder, der sich seitdem gegen den einen einzigen Gott und seine irdischen Diener (Tempel,Kirche, Papst, Kaiser usw.) stellte, war automatisch ein allgemeiner Feind, Ketzer und des Teufels. Es dürfte somit nicht verwundern, daß die Weltreligionen (Christentum, Islam) aus der erfolgreichen jüdischen Wurzel entsprangen und seitdem patriarchaisch monotheistisch sind, wobei jedoch der Gottesglaube bei den Herrschern eine immer geringere und meist nur äußerlich zur Schau gestellte Rolle spielte. Trotz des einen gemeinsamen Gottes , des Vaters Abrahams, Isaaks, Jakobs usw.., bekämpften sie sich gegenseitig mit dem Argument des allein richtigen Gottesverständnisses. Doch es geht allen um die Macht - um die möglichst alleinige Weltherrschaft. Dieser Geist steckt wohl in den Genen der Götter, die wir oben erwähnten, und wurde weitervererbt. Machen wir das beste daraus ! Denn in diesen Genen steckt nicht nur die höchste Intelligenz, sondern auch die alles vereinende Güte.

Wo ist aber der wahre GOTT ? Jener allmächtige Geist, an den die meisten Menschen noch heute glauben. Gibt es IHN ? Wie sieht ER aus ? Ist das Schöpferwesen ein Mann, ist es eine Frau, ist es ein Paar ? Wir werden es bald wissen. Dazu weiter in der Geschichte:


David entfernte die Göttin aus dem Tempel, Salomo betete sie wieder an.

In diesem Abschnitt soll dargelegt werden, daß ursprünglich auch bei den Juden ein Götterpaar angebetet wurde. Doch wenn Christen, Moslems oder Juden heute von "Gott" sprechen, denken sie in der Regel nur an einen Mann und nicht daran, daß dieser eine Gattin haben oder eine Frau sein könnte. Die gläubigen Christen nennen Gott ihren "Vater im Himmel". Damit sind die meisten zufrieden. Doch diese Vater-Religion hat ihren Ursprung wie schon gesagt in einer Anordnung des Königs. David wollte den Monotheismus als Staatsreligion einführen und verbot die Anbetung der weiblichen Gottheit Aschera. Wie das Volk sich dagegen wehrte, zeigt ein Ausschnitt aus Jeremia (44, 16-19):

    "Was das Wort betrifft, das du im Namen Jahwes uns verkündet hast, so hören wir nicht auf dich. Wir werden vielmehr das Wort, das wir gegeben haben, voll und ganz ausführen: Nämlich der Himmelskönigin Rauchopfer darbringen und ihr Trankspenden ausgießen, wie wir und unsere Väter, unsere Könige und unsere Vorgesetzten es in den Städten Judas und in den Straßen Jerusalems immer schon getan haben, wobei wir uns satt essen konnten und uns wohl befanden und kein Unglück erlebten. - Aber seit wir aufgehört haben, der Himmelskönigin Rauchopfer darzubringen und Trankspenden auszugießen, hat es uns an allem gefehlt und sind wir durch Schwert und Hunger aufgerieben worden." - Und die Frauen fügten hinzu: "Wenn wir der Himmelskönigin Rauchopfer darbringen und Trankspenden ausgießen, bereiten wir ihr etwa ohne Einwilligung unserer Männer Kuchen mit ihrem Bilde und spenden ihr Trankopfer?"

Der Grundstein für den Monotheismus, also der Glaube an einen männlichen Gott ohne Partnerin, wurde per Gesetz gelegt. Die Gleichstellung der Frauen wurde dadurch gekippt. Der heimliche Grund wurde schon genannt. Es vergingen blutige Jahrhunderte, bis der Monotheismus in Juda und Israel zementiert war. Man kann es in den Büchern der Könige und den Chroniken des Alten Testaments nachlesen. Danach gab es keinen Frieden mehr und alle drei monotheistischen Religionen hinterließen in der Geschichte blutige Spuren, gewannen dafür an innerer und schließlich auch äußerer Macht. Sie bekämpften und bekämpfen sich trotz des angeblich gleichen Gottes noch heute.

Wir wollen festhallten, daß bis in die Zeit der Könige neben dem männlichen Schöpfergott IL bzw. El stets auch eine höchste Göttin verehrt wurde sowie andere ihnen untergeordnete Götter und Göttinnen - wie es eben in Ägypten und Mesopotamien üblich war. EL, der auch den Namen des Nordreiches "ISRAEL" gab ( "Gott EL streitet für uns" ), erhielt schließlich den Namen Jahwe und taucht noch lange zusammen mit Aschera auf.

1975 bestätigten das Ausgrabungen beschriebener Tonscherben aus der Zeit der Könige bei Kuntillet Adschrud im südlichen Juda, im Sinaigebiet, und im Chirbet el-Kom westlich von Hebron, daß Gott (Jahwe) eine Partnerin hat. Das zeigen folgende drei Segenssprüche (U. Winter, 488; nach F. Stolz, a.a.O., 172):

  • Amarjau sagte zu meinem Herrn: " ... gesegnet seist du durch Jahwe ... und durch seine Aschera.
    Er soll dich segnen und beschützen, und es (das göttliche Paar) sei mit meinem Herrn ... "

  • "Ich will euch segnen durch Jahwe meinen (unseren) Beschützer und durch seine Aschera."

  • "Gesegnet sei Urijahu durch Jahwe, und von seinen Feinden hat er ihn durch seine Aschera errettet."

Die ugaritische Aschera war die Gattin des Schöpfergottes "El", der anfangs auch in ISRA. EL der höchste Gott war, später Jahwe ("JHWH") hieß. Die Göttin hatte ihre Tempel meist in schön angelegten Parkanlagen, in grünen Hainen und selbstverständlich auch im Tempel zu Jerusalem. Manasse stellte das Bild der Aschera nach David sogar wieder auf (2.Könige 21,7), was im Patriarchat später ein "Frevel" war. Aschera war die berühmteste "Göttin" aller Zeiten. Sie war die sumerische "Innana", die akkadische "Ischtar" (Sternenkönigin, Himmelskönigin) und die ägyptische Isis. Die Römer erkannten in dieser klugen, guten und schönen Gottheit ihre Liebesgöttin Venus. - Sie wurde nicht nur Jahrhunderte vor Christi Geburt sondern auch Jahrhunderte danach im gesamten römischen Reich und noch weit darüber hinaus verehrt.

Um Isis und Osiris ranken sich viele Sagen und Mythen, die sich teilweise widersprechen. Nach der ägyptischen Schöpfungsgeschichte entstanden aus einem Urozean und einer Ursonne (Re) Himmel und Erde, die Elemente Luft und Wasser sowie die Götterpaare Osiris mit Isis sowie Seth mit Nephthys. Osiris und Isis erhielten die Herrschaft über die Erde. Seth wurde neidisch, tötete Osiris und bestieg den Thron. - Isis gelang es, Osiris wieder so zu beleben, daß er mit ihr einen rechtmäßigen Nachfolger zeugen konnte, den Sohn Horus. Osiris blieb danach Herr und Gott im Jenseits über alle Seelen und Geister, Sohn Horus aber vertrieb Seth vom Thron und wurde König auf Erden. - Diese Geschichte erinnert an die noch ältere sumerische Sage um die Brüder Enki und Enlil. Enki und seine Frau Ninki hatten Erfolg mit der Erschaffung der Menschen und liebten diese als ihre Kinder. Sie schufen sie genetisch als Männer und Frauen nach ihrem Bilde und wurden so im übertragenen Sinne Herren über die Erde. Enlil jedoch wollte später die Menschen alle ersäufen in einer Sintflut...

Tacitus wunderte sich bei seiner Forschungsreise nach Germanien, daß sogar diese nordischen Völker diese ägyptische Gottheit anbeteten (Sueben). Woher die Germanen die Göttin Isis kannten, wußte er nicht, nur daß es auf dem Seewege geschah, lange vor Christi Geburt. Isis war als Wohltäterin der Menschen und als Mutter Gottes, des Erlösers Horus nämlich, recht beliebt. Dies blieb auch nach Einführung des Christentums so, denn dies kannte ja "nur" einen Gott-Vater. Auf ihre göttliche "Mutter" und Freundin wollten die Völker nicht verzichten ! Um von jener berühmten Ägypterin abzulenken, beschlossen die Machthaber in Rom 431 n.Chr.Geb. auf dem Konzil von Ephesos, Jesu leibliche Mutter Maria als "Mutter Gottes", "Fürsprecherin" und "Wundertäterin" zur Anbetung freigeben zu lassen. Mit größtem Erfolg ! Die Isis-Kulte verschwanden und Maria als Mutter Gottes fehlt heute in keiner römisch-katholischen Kirche. Sie wird von den Gläubigen geliebt und verehrt - so wie vor Jahrtausenden die Göttin Isis mit dem Horus-Kind im Arm, auf dem Schoß und an der Brust. Rom verwischte damit erfolgreich die vielen Spuren und Parallelen des Christentums zum alten ägyptischen Reich. Auch bei den Muslim wird Maria verehrt - als Mutter des "Propheten" Isa (Jesus).

Wer aber war Innana, die historische Vorgängerin von Isis ? - Sie war zumindest nach den sumerischen Tontafeln und laut Sitchin die Enkelin des Kulturbringer-"Gottes" Anu und seiner Frau Antu. Man dichtete ihr später nicht nur große Schönheit sondern auch negative Schwächen analog zur Maria Magdalena des Jesus an. Sie wäre eine Hure gewesen und trieb es angeblich mit allen wichtigen Göttern und Menschen, die ihrer Schönheit nicht widerstehen konnten, sogar mit Anu. Sie erreichte nach Ansicht der Dichter dadurch fast alles, was sie wollte - mit Sicherheit aber ewige Präsenz in den Mythen aller Welt, wennschon unter verschiedenen Namen. - Es sei betont, daß sich hier Dichtung und Wahrheit vermischen. Die jahrhundertelange Anschwärzung Maria Magdalenas als Hure wurde vom Vatikan ja auch wieder zurückgenommen. Bei den Religionen wird viel Wahres mit noch mehr Unwahrem vermischt. Wollen wir hören, was Historiker und Archäologen zum Wahrheitsgehalt der biblischen Geschichten zu sagen haben:

Maßgebliche Altertumsforscher und Archäologen zweifeln daran, daß Moses, Salomon, David und andere Hauptdarsteller der Bibel wirklich so waren, wie es da geschrieben steht. So manches war ihrer Überzeugung nach nur dichterische Übertreibung, Wunschdenken, quasi erfunden. Allerdings ist die Existenz eines Königs David gesichert. David war obendrein ein Ehrentitel wie "Caesar". "Dawidum" bedeutet "Heerführer", und zwar ein erfolgreicher, s.a. http://de.wikipedia.org/wiki/David_(Israel) . - Vor diesem Hintergrund versteht man auch, warum eben "König David" die Göttin Aschera abschaffte. Als "Mitregentin" störte sie nur bei Kriegsplänen und Heereszügen. Juda brauchte streitbare Männer, die sich nicht von den sanftmütigen friedliebenden, aber auch wortgewandten Frauen dreinreden ließen. Im AT zeigte Jahwe sich entsprechend als strenger und kriegerischer Herr ohne Weiberschwächen. Von ihm erhofften sich die Juden in Juda Gottes besonderen Schutz. Unter Josia "fand" der Schreiber Schafan dann auch im Haus des Herrn die heiligen Gesetzbücher, die der junge König wie kein anderer umsetzte, auch sehr blutig:


    "2.Chr 34,3,25 Vor Josia gab es keinen König wie ihn, der zu dem Herrn umgekehrt wäre mit seinem ganzen Herzen und mit seiner ganzen Seele und mit seiner ganzen Kraft nach dem ganzen Gesetz des Mose. Und auch nach ihm ist seinesgleichen nicht aufgestanden."

Doch Gott wollte oder konnte ihm nicht helfen. Pharao Necho tötete den erst 39-jährigen Josia und unterwarf danach das ganze Land. Besser lebte dagegen Josias "frevelhafter" Vorgänger Manasse, der trotz Davids Anordnung wieder die Göttin anbeten ließ und über 60 Jahre alt wurde.
Daß Aschera lange vor David als Göttin gemeinsam mit El (bzw. Jahwe) verehrt wurde, zeigen auch Hochaltäre aus der Bronzezeit (3000 v.Chr. - 1000 v.Chr.). Dort wurden "Stein und Holz" (Bibelausdruck) verehrt. Der phallusartige Stein stand für Gottes Zeugungskraft, der hölzerne Aschera-Pfahl daneben für die Fruchtbarkeit seiner Gefährtin. Die Verehrung der Säulen führt 1.Moses 28 auf einen Traum Jakobs zurück. Während der Name Israel historisch erst bzw. schon um 1207 v.Chr. auf einer ägyptischen Siegestele des Pharao Merenptah eher als unbedeutender Volksstamm erwähnt wird, entstanden die Gesetzbücher der noch unbekannteren Juden wie schon erwähnt erst im 7.Jahrhundert vor Christus und zwar unter dem 18-jährigen König Josia. Die Geschichten um Jakob sind wissenschaftlich ebenfalls nicht ganz stimmig. - Immerhin konnten die Geschichtsschreiber unter Josia 1. einen historischen Anspruch auf das Gebiet der wichtigen Handelswege zwischen den großen Wirtschaftsblöcken Ägyptens und Mesopotamiens (Ägypten bis Irak) erarbeiten, 2. sich als das auserwählte Volk Gottes betrachten und 3. in ihren (in den Büchern festgestellten) Fehlern auch die Ursache finden, warum JHWH ihnen so sehr zürnte und bisher so wenig half. Nun wußte das Völkchen, wie wichtig es war und was es zu tun hatte. Der Glaube an JHWH unterstützte es moralisch und festigte seine Identität als das auserwählte Volk. Es war zwar noch immer ein armes und kleines Gebirgsvolk westlich des Jordan laut Finkelstein und Silberman, doch wo zwei Riesen sich immer streiten, gewinnt schließlich der Dritte, auch wenn er klein ist, und so besiegt David bekanntlich jeden Goliath. Das wußten/hofften sie und ihr strenger JHWH-Glaube hielt sie ehern zusammen. In ländlichen Teilen des uns bekannten Israel wurde in der Bronzezeit noch bis zur Eisenzeit nach Gepflogenheit der mächtigen ägyptischen und mesopotamischen Reiche Götterfamilien bzw.-paare wie "EL und Aschera", "Baal und Aschera" oder "Jahwe Zebaoth und Aschera" bzw.Re "Isis und Osiris" verehrt. Doch das hörte nach der Eisenzeit auf.

Mit der Zerstörung fast aller Aschera-Tempel gingen auch Veränderungen der alten heiligen Schriften Hand in Hand. Im Alten Testament findet man wie erwähnt noch Spuren der weiblichen Gottheit, allerdings nur aus Sicht ihrer Gegner. Denn der Sieger schreibt immer die Geschichte. Aschera wird namentlich genannt in den Büchern der Könige und den Chroniken. - Die nicht minder patriarchalisch geprägte christliche Kirche setzte diesen Trend fort. Überall, wo in den Büchern der Bibel noch die Göttin genannt wurde, löschte man den Namen oder ersetzte ihn. Luther setzte das Wort "Hain" dafür ein. In 2. Kön. 13,6 steht somit "Auch blieb stehen der Hain zu Samaria." Die später revidierte Lutherfassung unserer Zeit korrigiert das und die Göttin wird wieder genannt: "Auch blieb die Aschera zu Samaria stehen." - Da die unter dem unerbittlichen Schwert der römischen Kirche niedergeworfenen Heiden in aller Welt aber oft sehr stark an eine Muttergottheit glaubten, wurde ersatzweise die Mutter Jesu zur Verehrung freigegeben, jedoch nicht als Göttin, sondern als irdische "Mutter Gottes" und Führsprecherin. - So wurde nach und nach aus dem Glauben an ein Schöpferpaar der alten Völker der männliche Schöpfergott der Juden, Christen und Muslim. Doch daraus entstanden dann viele Ungereimtheiten und eine frauenfeindliche Welt.

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Beschreibungen des wunderbaren Gottwesens

Von "Gott" existieren Beschreibungen, sogar in der Bibel. - Einmal schufen die "ELOHIM" den Menschen nach ihrem Bilde als Mann und Frau. Zum anderen sah Hesekiel "JHWH" persönlich und beschrieb ihn als einen Menschen. Man kann das nachlesen im Alten Testament im Buch des Propheten Ezechiel 1,26, wo der Prophet Gott-Jahwe sah: "...da war etwas, das... einem Throne glich, und auf diesem thronähnlichen Gebilde war oben eine Erscheinung, die das Aussehen eines Menschen hatte." - Freilich handelte es sich bei den ELOHIM und JHWH nicht um die gleichen Persönlichkeiten. Der spätere JHWH war ein männliches Wesen, die ELOHIM aber waren Mann und Frau. - Während JHWH soviel heißt wie "Ich bin der Ich bin", sagt "ELOHIM" schon mehr aus: Das Wort "ELOHIM" ist der Plural aus dem weiblichen Singular "ALH" (ausgesprochen ELOH). Das heißt "Göttin". Die männliche Mehrzahl-Endung "IM" bedeutet, daß sie eine vollkommene Göttin war, also nicht ledig sondern verbunden mit ihrem Ehemann. Somit handelt es sich beim Schöpfergott in Genesis 1 um ein Schöpferpaar, das den Menschen ebenbildlich als Mann und Frau schuf. Es waren keine Geister sondern sie waren aus Fleisch und Blut. Wie die Erschaffung des Adam bzw. des Homo sapiens geschah, wurde oben beschrieben. Ziemlich plötzlich entstand um 3800 v.Chr. die erste Hochkultur: Städte mit Infrastruktur, Kanälen, Parkanlagen, Schulen, Paläste, medizinische Einrichtungen, Hochseeschifffahrt... Für die Menschen waren die fremden Kulturbringer, die lange Zeit über sie herrschten, die reinsten Götter. Es wurden Gold, Silber und Kupfer geschürft in Bergwerken und die geforderten Opfer gebracht. Die Götter nahmen sich nach Belieben die ihnen gefallenden Frauen der Menschen, woraus die Riesen und Halbgötter der Vorzeit entstanden... so die Texte. In der Bibel wird die Vermischung der Göttersöhne mit den ihnen gefallenden Menschentöchtern erwähnt. Auf den sumerischen Tafeln wurden die Götter genauer beschrieben und sogar abgebildet.

Der erste Gott, der in einem ungewöhnlichen Anzug aus dem Meer kam, war Oannes (Eannes). Er hieß bei den Sumerern Anu und seine Frau Antu. Danach kamen wohl seine Söhne mit den Frauen an die Macht,  die Götterpaare Enlil mit Ninlil und Enki mit Ninki. Das lange Zeit berühmteste Familienmitglied aber war Innana - hier links auf einer in Aschur ausgegrabenen Tonscherbe.

Neben jenem Gott, nach dem wir immer noch suchen, von dem wir hier mehr erfahren werden, gibt es in der Mythologie alter Völker eine Reihe von Göttern, die unsere Religionen stark prägten. Die Göttersagen sind auf Zivilisationsbringer zurückzuführen, die die einst noch primitiven Erdvölker wie Columbus die Indianer überraschten. Columbus und seine Männer wurden ebenfalls als Götter angesehen. Sie wurden angebetet, bekamen Gold und Frauen, hinterließen aber keinen so guten Eindruck wie die Götter der Sumerer. Doch nun weiter....

Während die alten Götterfamilien und -paare der ersten menschlichen Hochkulturen recht sichtbar unter den Menschen wandelten und ihnen viel beibrachten, auch Namen hatten und sich darstellen und verehren ließen, kannten die Juden tausende Jahre später nur noch einen Gott, der neben sich keine Göttin und keinen anderen Gott duldete, aber auch aussah wie ein Mensch und fliegen konnte. Er kam in Maschinen angeflogen mit Donnergetöse und Feuerzungen.Er war von Fleisch und Blut und begehrte auch entsprechende Opfergaben. Seine Diener waren Erz-Engel. All diese sichtbaren Kontakte hörten auf und die physischen Götter verschwanden. Sagen und Mythen blieben und die Hoffnung vieler Völker auf eine Rückkehr des guten Gottes, des Erlösers und Heilandes. Dies erfüllte sich für die Juden(-Christen) auf wunderbare Weise wie lange vorausgesagt mit Jesus, der den Menschen allerdings nur eine geistige Lehre von Gott brachte. Er sprach von einem guten Vater im Himmel.... und Jahrhunderte später spricht die christliche Kirche vom Vater, Sohn und Heiligen Geiste. Diese Trilogie erinnert natürlich stark an Tutanchamuns Worte: „Alle Götter sind drei: Amun, Re und Ptah; es gibt nichts ausser ihnen." und an Osiris, Isis und Horus. Die beiden Letzteren wurden schon vor Jahrtausenden ganz genauso dargestellt wie heute Maria mit dem Kind auf dem Schoß. - Die Namen haben sich geändert und die Religionen. Auf Erden ist eben nur die Unbeständigkeit beständig.

Was war nun die Lehre Christi ? Steht alles im sogenannten "Neuen Testament" ? - In den von Rom unabhängigen Schriften aus Nag Hammadi finden wir noch mehr und kommen dem wahren Gotteswesen wieder ein Stück näher. Im Apokryphon des Johannes des Kodex Berolinensis beschreibt Johannes, der ebenso wie sein Bruder Jakobus einer der 12 Apostel war, Gottes Wesen in der damaligen bilderreichen Sprache einmal so:
    Als ich diese Fragen in meinem Herzen bewegte -- siehe, da öffneten sich die Himmel und die ganze Schöpfung, die unter dem Himmel ist, erstrahlte, und die Welt geriet in Erschütterung. Ich war ängstlich. - Und siehe (eine Vision), ich sah im Licht ein Kind. Es stand bei mir. Als ich es aber betrachtete, wurde es ein Mann. Und der änderte seine Gestalt und wurde zu einer Frau. Als ich sie sah, wunderte ich mich, wie diese Frau in vielerlei Gestalten in dem Licht auftrat. - Es war keine Vielzahl vor mir, sondern es war da nur eine Person aber mit vielen verschiedenen Erscheinungsformen im Licht. Und die Erscheinungen offenbarten sich gegenseitig. Die Gestalt hatte aber drei wesentliche Aspekte und sie sagte zu mir:

    "Johannes, Johannes, warum wunderst du dich? - Hab keine Angst !
    Ich bin der, der mit euch ist alle Zeit.
    Ich bin der Vater, ich bin die Mutter, ich bin der Sohn."



Hier offenbart sich Gott als ein geistiges Wesen. Doch welchen Artikel soll man vor dieses Gottwesen setzen ? Männlich, weiblich, sächlich ? In den patriarchaischen Gesellschaften entschied man sich klar für den männlichen Artikel, sprach vom "Vater" und vom "Sohn". Zuerst aber war der Geist Gottes immer weiblich. Er heißt im Althebräischen die Rúcha. Damit hängt zusammen die "rächäm", das Erbarmen, der Mutterschoß. Aus dem ursprünglich weiblichen Geist wurde erst viel später im Griechischen ein Neutrum (das "Pneuma"), im Lateinischen und auch im Deutschen ein Mann, der "Geist". Damit war die Täuschung perfekt. Wie man sieht, entstehen beim Übersetzen gravierende Fehler, aus einem weiblichen Wesen wird plötzlich ein männliches oder umgekehrt aus einem männlichen ein weibliches. In vielen Sprachen ist die Sonne männlich, im Deutschen aber weiblich, oder der Mond ist eine "Frau" in vielen Sprachen, im Deutschen ein "Mann". - Die Manipulation von einer weiblichen Urgottheit hin zu einem männlichen Schöpfergeist kam der patriarchaischen Gesellschaft natürlich sehr gelegen.

Aufschlußreich sind die im Dezember 1945 in Ägypten bei Nag Hammadi ausgegrabenen ältesten gebundenen Bücher der Welt, die auch bislang unbekannte Gespräche Jesu mit seinen Jüngern über die Schöpfung der Welt enthielten. Diese Schriftensammlung ganz verschiedener Autoren beschreibt ziemlich ausführlich und unabhängig voneinander den Schöpfungshergang aus unterschiedlichen Blickwinkeln, in gewissen Details auch - wie sollte es auch anders sein - widersprüchlich. Obwohl diese alten Schriften schwer zu lesen sind und ein längeres Studium und etwas Hintergrundwissen voraussetzen für ein gutes Verständnis, so lohnt es sich dennoch für jeden an diesem Thema Interessierten, sich damit zu befassen. Es wird ihm schnell klar: Die weibliche Gottheit spielte von Anfang an im Gegensatz zum heutigen schulchristlichen Verständnis keine untergeordnete, sondern eine mindestens gleichberechtigte Rolle bei der Erschaffung aller Welten und Wesen. Mit einer nur-männlichen Gottheit hat es ganz sicher einen dreifachen Haken. Doch ein "Herr" Gott passte der patriarchalischen Gesellschaft besser in den Herrscherkram und deswegen mußten viele Schriften, die etwas von einer Göttin berichteten, im Untergrund verschwinden, um nicht vernichtet zu werden.

Nach allem bisher schon Gesagten können wir konstatieren: Das Gottwesen ist nicht nur männlich oder nur weiblich, sondern es ist vollkommen - nämlich beides ! Es ist eine den Kräften Yin und Yang ähnelnde Einheit. Dieses Gottwesen ist obendrein nicht auf eine bestimmte Gestalt festgelegt, sondern völlig frei in seinem Erscheinungsbild. Es zeigte sich dem Johannes in einer Vision als Kind, dann als Mann und danach als Frau und immer wieder gestaltlich wechselnd. Aus dem Kind wurde im patriarchaischen System natürlich wie gehabt der "Sohn" analog zum "Vater". Göttin, Frau, Mutter und Tochter wurden von der herrschenden Männergesellschaft flissentlich übersehen beim Schöpfungsgeschehen.

Obwohl das Gottwesen eine Einheit bildet, treten in alten Schöpfungsberichten das weibliche und das männliche Prinzip darin immer als zwei selbständige und klar unterscheidbare Persönlichkeiten auf. Diese Unterscheidbarkeit ist wichtig für ein besseres Verständnis sowohl des Gottwesens als auch aller Geister und Menschen und zieht sich wie ein roter Faden vom Ursprung, also von Gott, über alle Wesen, Erzengel, Engel usw. bis hin zum Menschen, bei dem die Geschlechter ganz deutlich getrennt sind. Nach Genesis 1,26 wurde der Mensch wie schon erwähnt nach Gottes Ebenbild als Mann und Frau geschaffen, und zwar geistig, seelisch und zuletzt körperlich. Zwischen diesen beiden lebensnotwendigen Ur-Polen Gott und Gottheit spielt sich die gesamte Schöpfung und alles Leben ab. Wie noch gezeigt wird, geht auch aus logischen und naturwissenschaftlichen Gründen nichts ohne Polaritäten ab, die allerdings in sehr unterschiedlicher Weise auftreten können. Man kann sagen: Es müssen immer zwei sein, die zusammenspielen. Auch in der Bibel heißt es, daß Gott alles zweifach schuf:

    "Alle Dinge sind zweifach, das eine gegenüber dem andern, und nichts hat Gott geschaffen, das versagt." (Sirach 42,24)

Die ältesten (gebundenen!) Bücher der Welt, die 1945 in Ägypten wiedergefundene Textsammlung in 13 Büchern (CodexI-CodexXIII), erzählen nicht nur den Hergang der Schöpfung viel detaillierter und auch nachvollziehbarer als die Genesis in der Bibel, sie erklären das Wesen von Adam und Eva auch besser, den Hintergrund des Sündenfalls und vieles mehr. Doch nicht so, wie wir es im Religionsunterricht gelernt hatten. Der Vatikan wollte dann die Rechte über diese Funde, erhielt sie aber nicht.... und deswegen sind sie im Web für jeden zugänglich und in verschiedene Sprachen übersetzt. Aber wie gesagt schwer verständlich und auch teilweise stark fragmentiert.

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Der "Heilige Geist" hat viele Gesichter

Trotz Einführung des Monotheismus als Staatsreligion hielten weiterhin viele Menschen an der Verehrung der weiblichen Gottheit an der Seite des männlichen Gottes fest. Im Buche Jesu Sirach und den Sprüchen Salomons trifft man sie heute noch als ein selbständiges Geistwesen an - erkennbar für den, der zwischen den Zeilen lesen kann. Der in alle Mysterien eingeweihte und angesehene jüdische Religionsphilosoph und Zeitgenosse Jesu Philon von Alexandrien berichtete, daß Gott mit seiner "Sophia" den Kosmos schuf. Im Griechischen hieß die weibliche Gottheit "Sophia" ( Gottes Weisheit). Sie ist auch der "Logos", das "Wort", das "Licht", was alles laut Johannes-Evangelium von Anfang an bei und mit Gott war, woraus alles hervorging und hervorgeht wie eben aus dem Mutterschoß. Das ist der heilige Geist Gottes, die intelligente Matrix, das Licht, in dem der männliche Gott wohnt. Das ist die Gottheit, die unseren Geist von außen umgibt und auf uns wirkt in mannigfacher Gestalt und vielen Zeichen. Das gewaltige Lebenszentrum ihrer Liebe ist dagegen in uns, wie wir noch sehen werden. So sind wir Menschen stets in der Gottheit und Gott ist in uns. Beide geistigen Intelligenzen sind verbunden durch Liebe und Weisheit. Das ist ein Geheimnis. Wer das schon mal begriffen hat, kann jubeln !

In christlichen Kirchen spricht man bekanntlich vom "Vater" als Gott und der Dreieinigkeit bestehend aus Vater, Sohn und Heiligem Geist. Von einer Frau ist da keine Rede. Das widerspricht nicht nur alten Quellen sondern auch dem gesunden Menschenverstand. Korrekterweise müßte man von "Vater, Mutter und Kind" sprechen. Wobei dann die Mutter dem Heiligen Geist entspricht. Das ist also die weibliche "Rucha", die unendliche Gottheit. Sie ist der Mutterschoß "rächäm", in dem alles und jedes geboren wird, Gestaltung, Anfang und Wohnung nimmt. Sie ist der weisheitsvoll gestaltende Pol des Gottesgeistes.  Gottvater aber ist des Geistes Quell, dessen Ideen in der Matrix der Gottheit zur lebendigen Frucht(s.a. "Gottes Wesen") ausreifen. Die Gottheit fungiert als Bewahrerin aller Weisheit, allen Wissens. So nannte man sie zumeist das "Licht" oder die "Weisheit", ihre Liebe aber den Vater.


    Es ist jenes Klischee aber einfältig, den "Vater" mit der Liebe und die "Mutter" mit der Weisheit gleichzusetzen. Die göttliche Liebe ist in Wirklichkeit das mächtige Feuer zwischen beiden Gottesaspekten, das dafür sorgt, daß das Ur-Yin der weiblichen  Gottheit mit dem Ur-Yang des männlichen Gottwesens in schöpferischen Akten fest verbunden bleiben.  Die Weisheit ist das aus dem Feuer der göttlichen Liebe entspringende Licht, das Mittel und Wege aufzeigt für die Verwirklichung der Schöpfungspläne. Die Aspekte "Männlich" und "Weiblich" aber sind in jeder lebendigen Seele vorhanden, wobei die Gewichtung durch das Geschlecht bestimmt wird.

Gottes Geist muß sowohl weiblich als auch männlich gedacht und akzeptiert werden. Gottes Wesen ist völlig frei von Beschränkungen. So gesehen muß man in Gott nicht unbedingt nur den Mann, den "Vater" oder "Sohn" verehren, man kann mit der gleichen Berechtigung auch die Frau, die göttliche "Mutter" oder die "Tochter" als Abbild der Gottheit lieben, so wie einst die Aschera im Jerusalemer Tempel, die Isis in Ägypten usw... Die Gottheit wurde in der ganzen Welt unter vielen Aspekten und Namen verehrt und angebetet. Natürlich soll man nun nicht von einem Extrem ins andere fallen und nur eine Muttergöttin verehren, sondern man sollte das Weibliche wie das Männliche ehren! Die weibliche Gottheit ist immerhin die fruchtbare Matrix, aus der alles Leben, alle Gestalten, Formen und Farben hervorgehen. Sie ist der Heilige Geist, die Rucha, die nicht nur Künstlern sondern jedem guten Menschen hilfreich zur Seite steht. Sie ist laut alten Mythen nicht nur die Macht, sondern auch ehrfurchtgebietend schön, unbestechlich und unübertrefflich intelligent. Sehr zutreffend nannten die alten Weisen ihre Schöpfung den Kosmos. Dieses Wort bedeutet "Ordnung" und "Schönheit".
In den Menschen wohnen die Gotteltern zunächst nur in der Anschauung.  Das ändert sich, sobald der Mensch sie sucht, findet, erkennt, liebt und ihren Willen tut, der da "Liebe" heißt. Dann treten sie in sein Herz, machen seinen Geist göttlich lebendig und er wird zu einer Existenz Gottes wie einst Jesus und auch viele andere. Dies ist das heilige Ziel eines Menschen- und Gotteskindes - einmal erwachsen zu werden.

Jeder Mann ist ein Sohn Gottes, jede Frau eine Tochter der Gottheit. Beide mit Erbanspruch auf ganz persönliche besondere Gottes-Kräfte und Matrix-Reiche. Sie werden aber erst dann mit Macht und Herrlichkeit ausgestattet und auf ewig verbunden, wenn sie dafür reif sind. Das ist der Fall, wenn die Frau mit der Gottheit harmoniert und der Mann mit Gott. Dann befindet sich im Mann ein sonnenähnlicher Brennpunkt Gottes und die Frau ist ein Zentrum der Gottheit, welche beide durch echte göttliche Liebe zu einem himmlischen Paar verbindet, zu einer Existenz Gottes. Vor dieser Geistesreife und Herzensbildung gibt es keine Resonanz, keine Übereinstimmung, keine Öffnung der göttlichen Quellen zur eigenen Verfügung eines Menschen. Auch wir können auf Erden ja nicht eher einen Beruf ausüben, als bis wir ihn erlernt haben. Dann aber lebt das Gottwesen mit all seinen Kräften in uns nicht mehr nur in der prüfenden Anschauung sondern stellt beiden seine göttlichen Kraftquellen samt Matrix zur freien Verfügung. Das ist das Geheimnis der Vollendung zur eigenen Göttlichkeit. Selbstverständlich gehören dazu immer zwei: Mann und Frau als Einheit. Solche Paare sind unter den Begriffen "Dualseelen" bekannt.  Diese sind übrigens nicht vorbestimmt, sondern es genügt die Präsenz der Gotteseltern in ihren Herzen. Die perfekten Paare aber sind einmalig und heißen Twin Flames, Zwillingsflammen. Es sind Zwillinge im Geist. Jeder Geist hat einen weiblichen und einen männlichen Pol.  Gottheit und Gott schufen damit immer Zwillinge, jeweils ein weibliches und ein männliches Kind, welche zusammengehören. Sie sind Ebenbilder ihrer Eltern. Solche Paare, die eines Geistes und einer Liebe sind und das Gotteltern-Paar abbildlich darstellen, bilden eine Schöpfungsflamme, sobald sie durch die Schule des Lebens gegangen sind, was getrennt erfolgt. Wenn beide auf ihren Wegen Gott suchen, finden und lieben, so werden sie wieder vereint und bilden unzertrennbare Twin Flames, Zwillingsflammen. 

Die Liebe gilt zu Recht als höchste Macht. Aus himmlischer Sicht ist damit in erster Linie aber nicht sexuell-körperliche Liebe gemeint, sondern vollkommene eheliche Liebe von Zweien, die sich in jeder Hinsicht ergänzen und helfen im beseeligenden Bewußtsein des Zusammengehörens. Eheliche Liebe bedeutet dann erfrischende, belebende, liebevolle Zuneigung, vollkommenes Verständnis füreinander und auch gefühlvollstes sexuelles Erleben. Solche Liebe schenkt ungemein viel Lebenskraft und ist Quell neuer Schöpfungsideen. Es ist aber auch tatsächlich in allem so: Unsere ganze Weisheit und all unser Denken sind kraft- und nutzlos, wenn dazu die Liebe fehlt.  Was man gern tut mit Lust und Liebe, das ist leicht getan und macht sogar Spaß. Liebe veranlaßt uns zu größten Taten und läßt uns eifrig nach Mitteln und Wegen suchen, das Ziel zu erreichen. So ist der Wunsch auch ganz richtig der Vater des Gedanken: Die Liebe will und die Weisheit findet die Mittel. Der Weg wird beschritten, das Werk vollbracht.  Frau und Mann in himmlischer Ehe ergänzen sich hierin hervorragend und das daraus hervorgehende Glück ist immer unbeschreiblich beglückend für beide!

Die Liebe eines Mannes und die Liebe einer Frau sind vollkommen gleichwertig und keine darf fehlen. Es ist ein Geben und Nehmen. Sie ergänzen sich als zusammengehörend. Sie bedingen einander. Beide sind die Häften eines ganzen Wesens. Sie bauen einander köstlich auf und sorgen dafür, daß das Feuer auf dem Herd der Liebe im Herzen des geliebten Partners und im Herzen der geliebten Partnerin nie ausgeht. Dadurch wachsen die Lebenskräfte beider beständig und gemeinsam sind sie sehr mächtig !

 Nur, wer weiß das? - Und wenn es einer schon weiß: Hat er dieses Ziel etwa schon erreicht? Wer hat denn diesen Schlüssel zum Himmel schon wirklich in der Hand? Es gehören immer auch zwei Passende dazu.  - Auf Erden finden sich gelegentlich gute Ergänzungen, die man Duale nennt,  Twin Flames meist nicht, und wenn dann ist der eine inkarniert, der andere nicht. Hier auf Erden ist noch Schulzeit für die Menschengeister. Abschleifen der Ecken und Kanten ist angesagt und zumeist noch täglicher Übungsstoff. Auch sein sollende oder sein wollende Gotteskinder haben es nicht leicht erwachsen zu werden. Doch einmal geht auch diese Zeit vorüber, man wird weiser und liebevoller und die zueinander Passenden finden sich bei genügender Reife. Sie finden sich, weil sie dieselben Wege gehen und dasselbe Ziel haben. Nur die Ausgangspunkte waren verschieden.


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Was löste den sogenannten Urknall aus ? - Etwa gar nichts ?

Gott ist der Schöpfer - man sagt von allem, was existiert. Betrachten wir nun die Schaffenskraft des Gottwesens, von dem wir nun schon wissen, daß es ein geistiges Wesen ist, das aus zwei Hauptintelligenzen besteht, von denen die Liebe, das Licht (Weisheit) und alle Macht herrühren. Als höchstes Bewußtsein schufen sie alles, was ist, auch uns. - Wollen wir nun von der mehr naturwissenschaftlichen Seite Gott erforschen. Gehen wir einmal vom vermuteten Urzustand aus, vom materiellen "Nichts", das vor dem sogenannten Urknall gewesen sein soll. Was war denn das ? - Mit Sicherheit kein wirkliches Nichts, denn Logik und ein Naturgesetz sagen: Aus Nichts kann nichts werden. "Nichts" kann ja auch gar nicht sein, sonst wäre es ja etwas. Es gab und gibt ewig immer Etwas aber nie ein Nichts, das es logischerweise eben nicht geben kann, weil es nicht da ist. Auch wenn man z.B. sagt: "Ich sehe nichts.", so heißt das noch lange nicht, daß da nichts ist. Auch das dunkle Weltall ist voller Energien, Schwingungen und auch Materieteilchen. Das Sonnenlicht z.B., das den Mond beleuchtet, sehen wir nicht auf seinem Weg dahin, sondern erst, wenn es den Mond trifft. Dazwischen sehen wir es nicht. Es ist aber dennoch auch da, wo wir es nicht sehen.

Was könnte also vor der materiellen Welt dagewesen sein ? - Laut Albert Einsteins Relativitätstheorie und seiner Formel E = mc2 war davor Energie, irgendwelche Formen von Energien und Kräften. Wie wir jedoch wissen, kann man Kräfte nicht sehen, nur ihre Wirkung. Unser "Geist", unser Gedanke und unser Wollen aber kann unserer Muskelkraft einen Befehl erteilen, um z.B. Arme oder Beine zu bewegen. Gefühle, Gedanken und unser Wollen sind den Kräften übergeordnet. Ergo: Geist beherrscht Kräfte und Kräfte beherrschen die Materie - Das "mind over matter" trifft zu.. So hätten wir schon eine Auswahl und sogar Hierarchie der möglichen Urmächte. Unser Ich identifizieren wir übrigens am meisten mit unserem Denken, Fühlen und Wollen. Das kann nicht Nichts sein, sondern ist sogar das Wichtigste an uns, auch wenn unsere Sinnesorgane das nicht sehen und wissenschaftliche Instrumente nicht wiegen können - weder Liebe und Lust, noch Schmerz, Denken, Fühlen, Wollen usw.. Dennoch entstehen gerade daraus all unsere Werke, all das, was die Welt so sehr in menschlichem Sinne verändert oder das Leben so würzt, daß es zur Leidenschaft werden kann.

Existierten vor dem hypothetischen Urknall keine materiellen Welten, so war das angebliche "Nichts" gemäß Einsteins Formel zumindest voller Energie, beherrscht von Intelligenzen, die den "Urknall" auslösten. Nach alten Überlieferungen waren das die in Mythen personifizierten Mächte und Kräfte, die denken, fühlen und sinnvoll handeln können. Denn wo sonst käme die wunderbare kosmische Ordnung her, die Naturgesetze, last not least die erstaunliche Lebensfülle. - Die Antwort heißt: Grundlage von allem war und ist ein höchstintelligentes Bewußtsein !

    Ebendies erkannte gerade auch Albert Einstein sagend: "Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft. - Die gängige Vorstellung, ich sei Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat sie kaum begriffen". Auch andere Nobelpreisträger bekannten sich zu Gott, siehe "Bekenntnisse".

Wir Menschen sind noch unmündige Kinder jenes höchsten Bewußtseins, das wir Gott nennen. Wir sind frei und dürfen in diese und jene Richtung denken, egal ob richtig oder falsch. Wir haben zumindest diese geistige Freiheit des Denkens, wenngleich wir sonst in diesem Leben an die Naturordnung der materiellen Welt und selbstgeschaffene religiöse und staatliche Gesetze gebunden sind. Darin erleben wir lebenslang ein riesiges Repertoir an Gefühlen hautnah und kombinieren diese mit dazugehörenden Gedanken und Ideen. Wir können also dieses irdische Dasein benutzen, um unser Wissen und unseren Gefühlsreichtum zu erweitern. Die Welt ist ein riesiges Schulhaus. Zahllose Erfindungen und viele wissenschaftliche Erkenntnisse füllen Bibliotheken. Doch es gibt Grenzen. Da ist es uns Menschen bis heute nicht gelungen, auch nur eine einzige lebendige fortpflanzungsfähige Zelle künstlich aus chemischen Elementen zu erschaffen. Wir leben und können das Leben selbst nicht begreifen. Doch wir dürfen und sollen geistig lernen, fragen und forschen. - Was also ist nur das Geheimnis des Lebens ? Das Leben stammt nicht aus der Materie, sondern aus dem Geistigen. Das verlangt Verständnis der geistigen Zusammenhänge, Ursprünge und Ordnungen.

Das Leben findet immer zwischen zwei Polen statt, die zusammengehören. Strom fließt nur zwischen Plus und Minus. Man denke auch an Yin und Yang, Weiblich und Männlich, Nord- und Südpol. Denn ein Pol allein ist wirkungslos und nutzlos, ja nicht einmal existenzfähig. Trennt man z.B. von einem Stabmagneten die Pole ab, so besitzen die Teile schon wieder beide Pole. Wo ein "Vater" ist, da muß auch eine "Mutter" sein und ein Mann ist nur die Hälfte vom schöpferischen Ganzen. Ein Same ohne fruchtbares Erdreich ist verloren. Zu lieben erfordert jemanden, der geliebt sein will, usw.... Kurz: Es sind und waren von Anfang an immer zwei, die zusammen wirkten ! Die Strings der Quantenphysiker machten auch Schluß mit einem punktförmigen kleinsten Element. Statt eines Punktes kann man einen String als zwei miteinander verbundene Punkte auffassen. Ein Punkt, so wissen die Wissenschaftler, ist unendlich klein und man hat es unendlich schwer, ihn zu bestimmen. Ein Punkt ist im Prinzip reine Fiktion der Dimension "0" und nicht existent. Ein String bietet dagegen alle Möglichkeiten (Dimension 1,2,3,... usw.), je nachdem, wie er liegt oder sich bewegt. Er ist berechenbar, "existent", auch wenn noch keiner einen String sah.

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Schöpferwesen und Schöpfung

Bevor auf das unfassbar grenzenlose göttliche Wesen eingegangen wird, sei daran erinnert: "Gott ist Einer, doch du, oh Mensch, bist nur ein Halber !" Wie aber kann etwas Halbes das Ganze begreifen, wenn es gewohnt ist, sich selbst schon als Ganzes zu betrachten ? Das Gottwesen ist die vollkommene Einheit, sagen wir aus "Gott" und "Göttin". Es sind aber keine Personen wie wir Menschen und schon gar nicht zwei Getrennte. Der Mensch, einst laut Mythos als Ebenbild Gottes geschaffen, wurde jedoch geteilt in zwei völlig getrennte Wesen. Seitdem existieren die zwei Hälften als Mann und Frau. Nur zur Fortpflanzung benötigen sie sich noch. Wegen ihrer Unvollkommenheit sind sie sterblich.
Aus Sicht des "Halben", nämlich des geschlechtlichen Menschen, der sich normalerweise als ein Ganzes sieht, ist das "Gottwesen" nach einigem Nachdenken nicht Einer sondern Zwei, nämlich Gott als Mann und Gottheit als Frau - jedoch ein vollkommen einiges Paar. Sie verhalten sich zueinander wie des Gottwesens Geist und Seele. Beide sind unterscheidbar eins, unendlich erhaben, intelligent und mächtig. Diesen zweifachen Urgeist können wir ewig nicht sehen, obwohl er überall ist, eben wegen seiner grenzenlosen Größe. Aber ER kann sich uns offenbaren und eine beliebige Gestalt annehmen allerorts zwecks Mitteilung. Gott und Gottheit sind unablässig schöpferisch tätig. Sie verhalten sich wie Yin und Yang, wie Frau und Mann, und in einem endlosen Schöpfungswirbel sich drehend sind sie der Urquell von Liebe, Licht und Leben. Das Zusammenwirken beider Intelligenzen ermöglicht Leben und Kommunikation, den "Logos", das "Wort". Aus Zeit- und Raumlosigkeit bildete das Schöpferpaar Räume, Welten und viele darin wohnende Wesen sowie Kinder - Söhne und Töchter. Letztere waren ebenfalls stets zusammengehörende Paareinheiten wie die göttlichen Eltern selbst. Allein für die Inkarnationen in unserer materiellen Welt wurden sie getrennt, wie noch ausführlich dargestellt wird.

Die Wesen in den Schöpfungsräumen besitzen alle eine diesen Welten angepasste Gestalt. Der für uns Menschen geschaffene Raum ist die irdisch-materielle Welt, in der wir nun als halbe, eben geschlechtliche Menschen leben. Es ist ein dreidimensionaler Raum aus Materie. Deshalb sind wir Menschen äußerlich auch nur dreidimensional beschaffen. Außer unserem Weltall mit unserer Erde wurden noch andere Universen geschaffen - überirdische Räume und Parallelwelten, die wir nicht sehen können. Es gibt nichtmaterielle Welten, deren Grundlage statt Materie Energieformen sind, bei denen Wesen und Gegenstände aus Energie- bzw. Lichtformen bestehen. Die Mythen sprechen da von Äonen und Himmeln und Erden, oberen und unteren Wassern.

Das wirkliche Gottwesen trat nie in ein Dasein. Konnte es auch nicht, da es ja alles in allem ist. Es kann nicht irgendwohin treten. Es kann selbst nie aus sich heraustreten - wohin ? Sein Dasein ist ubiquitäre grenzenlose Intelligenz, Gedanken, Ideen, Gefühle... ES ist GEIST. Diesen kann auch nur wieder Geist erkennen, z.B. ein geistig geweckter Mensch. Das ist auch ein Sinn und Zweck des menschlichen Daseins. SEIN Leben ist das Zusammenspiel einer göttlich weiblichen und einer göttlich männlichen Schöpfungs-Schwingung in einer fruchtbaren Dualität, die ungeheuer mächtig ist. Das Zusammenspiel dieser zwei Kräfte schuf aus sich in sich alle Welten und Wesen, in denen sie sich erst selbst entdecken und erleben können. Der Gottgeist sieht und wirkt in allen Menschen, teils passiv, teils aktiv - je nach deren Charakter und Wesen. Mehr dazu gleich im zweiten Teil ("Die Erschaffung der Welt").

Um all die vielfältigen Schöpfungsräume schaffen zu können, manifestierten sich die zwei Urkräfte, nennen wir sie "Gott" und "Gottheit", zuerst in einem Wesen, das man in der Bibel den "Sohn Gottes" nennt. So wurde das ewig nichtexistente Gottwesen existent. Es trat in diesem "Sohn" heraus aus seiner Raum- und Zeitlosigkeit. Seitdem existiert das Gottwesen. "Existiert" (lat.) bedeutet "ist herausgetreten", nämlich aus einer präexistenten "Nichtexistenz". Das ist kein Wortspiel, sondern erklärt das reingeistige Wesen Gottes am besten. Dieses erstmals so auftretende Wesen Gottes, diese Projektion oder Manifestation, ist das höchste uns begreifbare Wesen, der Schöpfer und der Mutter-Vater aller Welten, Geister, Engel und Menschen und Geschöpfe. Dieses existierende Gottwesen bekam viele Namen und ist natürlich nicht nur der Christen Gott. Die Christen nennen Jesus ihren Christus, weil er dem Typus des himmlischen Vaters entspricht. Christus heißt der von Gott zum König "Gesalbte". Damit ist laut Bibel Jesus gemeint. Geistig wurde er gesalbt mit den positiv-gütigen Eigenschaften des präexistenten Vaters, des Allerersten und Allerhöchsten. Irdisch wurde er laut Bibel gesalbt von der zuvor siebenfach, d.h. geistig vollkommen gereinigten Maria Magdalena. Jesus repräsentierte auf Erden nicht die weibliche Gottheit. Er war "nur" ein männlicher Repräsentant des existenten Gottes- bzw. Christuswesens, das übrigens auch weiblich auftreten kann. Ob das Gottwesen sich männlich oder weiblich auf Erden zeigt, kommt immer auf das gewünschte Ziel an. Man denke an das Götterpaar Isis und Osiris oder Hathor und Horus. In frühchristlichen Schriften heißt die weibliche Ergänzung zu Christus Sophia Christi. Im späteren Christentum übernimmt Maria als "Mutter Gottes" die offensichtlich doch fehlende Rolle des Weiblichen.

Wichtig zu wissen ist, daß das grenzenlose nichtexistente Gottwesen sich nur äußern kann in existenten Wesen, in Raum und Zeit. So, auch nur so, kann es sich in der Anschauung, Mitwirkung und im Zusammenspiel aller Schöpfungen selbst erleben und begreifen ! . . . In der Unendlichkeit des reingeistigen noch nicht existenten Gottwesens harrten unendlich viele Gedanken, Ideen und Wesenheiten nur wie schlafende Keime. Keins glich dem anderen. Alle waren unterschiedlich. Ewigkeiten über Ewigkeiten hinweg war keins imstande, das Leben des Gottwesens in sich aufzunehmen in der Art, daß es sich dieses untertan machen konnte. Denn dazu gehörte eine hundertprozentige Resonanz mit diesem. Das erste, wo das endlich der Fall war, nennen wir hier das Christuswesen. Es handelt sich um eine wesenhafte Idee, die endlich als erste auf die gesamten Resourcen des "nichtexistenten" allgegenwärtigen Gottwesens zugreifen konnte wegen ihrer harmonischen Übereinstimmung mit diesem. Die göttlich männlichen und weiblichen Kräfte strömten nun in diesen Christuskeim. Er wurde Schöpfer von allem, was existiert. Er wurde zum existenten Allvater, Allmutter und Schöpfer. Er sorgte nun als existenter Gott für alle anderen Geschwister, die noch wie leblose Keime in der Gottesmatrix zwischen Existenz und Nichtexistenz weilten, weil sie nicht die Lebenskraft des nichtexistenten Gottwesens selbst aufzunehmen imstande waren. Das göttliche Christuswesen aber belebte und ernährte sie aus sich, verhalf ihnen zur Existenz und Fortentwicklung. Das Christuswesen wurde so zum Baum des Lebens, aus dem seitdem alles hervorgeht - Welten, Räume, Zeiten. Unendlich reiche Fülle und Macht des präexistenten Gottwesens stehen ihm zur schöpferischen Verfügung. Engel und Menschen wuchsen und wachsen an seinem Baum des Lebens, sind zunächst wie seine Kinder, in Wirklichkeit aber seine unmündigen Geschwister. Sie können und sollen einmal selbständig werden. Ist das geschehen, dann können wir evt. sogar "Größeres" tun als Christus, wie dessen Lehre uns geheimnisvoll prophezeite. Dann können auch wir dem nichtexistenten Gottwesen als Existenz dienen nach unserer Art und aus dessen unerschöpflichen Resourcen all das nehmen, was wir auch immer brauchen, um unsere eigene Schöpfung zu gestalten, seine damit zu bereichern, und anderen zu helfen. Dann sind wir Brüder/Schwestern Christi. Jetzt aber hängen wir noch an seinem Baum des Lebens, nehmen das Leben und die Lehre aus seinen Händen, bis wir einmal erwachsen sind und uns selbst ernähren können aus den göttlichen, nie versiegenden Quellen des unendlichen Gottwesens...

Nichtchristen, Angehörige anderer Religionen mögen sich nicht stören an den hier christlichen Bezeichnungen. Wie anfangs schon erwähnt, muß auch hier mit Namen und Bildern operiert werden. Wir verwenden eben christliche. Das existente Gottwesen umfasst aber natürlich nicht nur Christen sondern alle Engel, Menschen und Geister. Es kommt nur auf das Verständnis an, auf die göttlichen Qualitäten und Eigenschaften... nicht auf von Sprache zu Sprache und von Zeiten zu Zeiten sich verändernde Namen. - Das Ziel Gottes ist es, allen Engeln, Menschen und Geistern den Zugang zur Göttlichkeit zu ermöglichen. Jeder soll imstande sein, auf alle göttlichen Kräfte zugreifen zu können wie Christus, um die höchst eigenen unbegrenzten Schöpfungen zu gestalten. Der Vorteil für jeden, auch für das allumfassende nichtexistente Gottwesen, liegt auf der Hand: Höchste Selbstbestimmung, höchste Freiheit, höchstes Bewußtsein in Gott und mit Gott für die Menschen bzw. Engel in eigenen Schöpfungen sowie Zunahme der Schöpfungen aller Art für Gott Selbst, denn jedes Seiner "Kinder" wird zu einem eigenen ganz individuellen Schöpfungsbrennpunkt. Daraus resultiert eine stets zunehmende unerhörte Lebendigkeit mit ungeahnten Höhen und Tiefen und Herrlichkeiten, die nimmer ein Ende nehmen - und das Leben potenziert sich in seiner Vielfalt fort und fort ! Es kann niemals langweilig werden und es geht ewig weiter.

Der Selbsterschaffene ist "Christus" - der existente Schöpfer aller Schöpfungen. Als höchster existenter Geist ist er das "Abbild" des Unfaßbaren, des Unendlichen, des Allgegenwärtigen, des Allmächtigen, des Unbeschreibbaren. Er ist vollkommen zwei, Mann und Frau. Zum männlichen Part gehört der uns bekannte "Vater" im Himmel. Sein Wesen ist die Lebens-Energie, Güte, Liebe, Harmonie. Seine geistige Partnerin ist die göttliche Weisheit, worunter nicht nur das Wissen um alle Mittel, Dinge und Wege gemeint ist, sondern auch das unbestechliche Anweisen, Zuweisen, Ordnen, Richten und Gestalten. Sie muß man lieben und fürchten, denn sie vergibt nichts (siehe Bibel: "Sünde wider den heiligen Geist kann nicht vergeben werden"), denn "Wahrheit bleibt Wahrheit". In der christlichen Kirche ist diese Gottheit bekannt als der "Heilige Geist". Jesus versprach jenen, die an ihn glauben, nach Seiner Auferstehung seinen heiligen Geist zu schicken, der sie in alle Weisheit einweihen, führen und schützen wird. Ich erinnere an die Frau in vielen Gestalten in der Vision des Johannes. Sie ist die wahre Himmelskönigin, die Herrin und Gestalterin aller geistigen Welten und Wesen.

Je nach Aspekt ist "Christus" irdisch der Mensch und Erlöser Jesus, seelisch-geistig die oben genannte mannweibliche Einheit aus Liebe und Weisheit, himmlisch das Macht- und Wirkungszentrum der unpersönlichen, weil unfaßbaren unendlichen allgegenwärtigen Gottes-Urkräfte. "Unpersönlich" heißt hier nur "ohne Maske" (persona), die ja Beschränkung voraussetzt. - Der weibliche und männliche Aspekt vom Schöpfer hat je nach Religion viele Namen bekommen. Bei der männlichen Inkarnation "Jesus" scheiden sich natürlich auch die Geister. Manche erkennen in ihm den Sohn Gottes, den erwarteten Messias (griechisch: Christus), andere nicht. - Bei Muslimen heißt Jesus "Isa" und wird als Prophet verehrt. - In Ägypten z.B. stellten "Isis" und "Osiris" die göttliche Liebe und Weisheit dar. Horus war deren Sohn - Gottes Sohn analog zu Jesus Christus der Erlöser und Heiland. Die alte ägyptische Religion war übrigens vollkommen kompatibel zu unserer christlichen, nur die entarteten Götterkulte und falschen Überlieferungen verwischten die sonst erkennbaren Gemeinsamkeiten. - Mehr zum Wesen Gottes siehe auch unter "Gottes Aussehen".

Zur Erschaffung der Welt