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Die Liebe und der Suff, die reiben den Menschen uff.
...und da wird selbst der beste Muslim katholisch !

Es gibt tatsächlich nicht wenige Muslime, die wegen ihres Alkoholverbotes neidisch zu den Christen blicken, deren Heiland und Erlöser Jesus laut Bibel Wein trank und wo bei manchen kirchlichen Zeremonien sogar kostenlos Wein ausgeschenkt wird (Abendmahl). - Offiziell ist der Gott der Juden, Christen und der Muslime derselbe. Es ist der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Warum soll er nur den Christen das Trinken von Alkohol erlaubt haben ? Gehört das zum Evangelium, zur frohen Botschaft ? Sicher nicht ! Warum verbot der alte Gott überdies nicht auch das Rauchen ? Hier zunächst einmal, was gegen den Alkohol spricht, später dann die positive Seite:

Gott verbot den Alkohol aus dem gleichen Grunde, aus dem der Gesetzgeber heute Alkohol am Steuer verbietet, das Rauchen aber gestattet. Warum ? - Nun, Alkohol ist ein in großen Mengen leicht herstellbares Rauschmittel, das süchtig machen kann, weil es schon in geringen Mengen ein Glücksgefühl hervorruft und vielfach Erleichterung bewirkt (nicht nur des Geldbeutels). Mit Alkohol lassen sich Probleme verdrängen, statt über sie nachdenken zu müssen. Alkohol führt zu Fehleinschätzungen in so manchen Situationen, nicht selten zur Selbstüberschätzung, andererseits auch zu Depressionen. Es verstärkt die Stimmungslage. Manche trinken sich Mut an, um Bedenken und Ängsten zu entfliehen oder ihr schlechtes Gewissen zu ertränken. - Kurz: Wo klares oder gar kritisches Denken oder gute Reaktion erforderlich ist, ist Alkohol fehl am Platz. Ihm einmal verfallene Menschen läßt er aber nicht mehr los, schwächt deren Geistes- und Willenskraft. "Wein und Most rauben den Verstand.", heißt eine von vielen ähnlichen Stellen im Alten Testament (Hos 4,11B ). Millionen Ausreden haben Alkoholiker, um ihre Abhängigkeit zu bagatellisieren. Die Regelung Jahwes war gut gemeint und weise, sollte nicht angezweifelt werden ! - Dazu noch zwei Stellen aus der Bibel, eine wieder aus dem Alten Testament und dann eine sogar aus dem Neuen Testament. Erstere gilt wieder allen drei oben genannten Religionen, letztere nur den Christen und bestätigt das Alkoholverbot somit auch für (Tat-)Christen:

Lev 10,8-9 Jahwe sprach zu Aaron also: "Wein und berauschendes Getränk dürft ihr, du und deine Söhne, nicht trinken, wenn ihr in das Offenbarungszelt geht, sonst müsst ihr sterben. Das ist eine für alle Zeiten von Geschlecht zu Geschlecht geltende Vorschrift..."

Lukas 1;14-16, wo die Geburt von Johannes, dem Lieblingsjünger Jesu, angekündigt wird:
"Er (Johannes) wird dir Freude und Jubel sein, und viele werden sich freuen über seine Geburt, denn er wird groß sein vor dem Herrn. Wein und Berauschendes wird er nicht trinken, schon vom Mutterschoß an wird er mit heiligem Geist erfüllt werden, und viele Söhne Israels wird er bekehren zu dem Herrn, ihrem Gott."

An sehr vielen Stellen der alten Heiligen Schriften wird vor dem Weintrinken gewarnt. Im Neuen Testament aber, mit dem Juden und Muslim nicht mehr übereinstimmen, wird Wein nicht mehr verboten, im Gegenteil. Bei 1.Timotheus 5,23 heißt es:"Trinke nicht ausschließlich Wasser, sondern genieße deines Magens und deiner häufigen Schwächeanfälle wegen ein wenig Wein." Trinkwasser war nicht immer rein und oft eine Quelle von Krankheiten. Auch heute muß Trinkwasser desinfiziert werden, es wird meistens gechlort.. Damals benutzte man für diesen Zweck Wein, man mischte dem Wasser im Becher Wein hinzu, wodurch viele Mikroben sofort getötet wurden. So war Wein also recht nützlich. Doch die Dosis macht das Gift - und so wurde vor zu viel Wein gewarnt. Vor allem, wenn er nicht hochwertig war. Teurer Wein aber wurde selbstverständlich zum Wasser-Verbessern vom gewöhnlichen Bürger nicht benutzt. Guter Wein wurde wie heute zu Festen getrunken. In einer Geschichte verwandelte Jesus während einer Hochzeitsfeier Wasser in Wein und dieser schmeckte viel besser als alle anderen ausgeschenkten Weine. Aber war das überhaupt echter bzw. normaler Wein oder eine realistische Begebenheit, die man wörtlich nehmen darf ? Waren Jesus und Seine Jünger gar Weintrinker oder sogar Säufer, wie manche böswillig behaupten ? Wir vermuten eher nicht !

Benutzen wir unseren Verstand in der Streitfrage, ob Jesus das Weintrinken sanktionierte ! Wir wollen dabei keine Gräben vertiefen, sondern Brücken bauen. Das entspricht auch eher der christlichen Lehre. Wir wollen bei der Auslegung der "Heiligen Schriften" nicht von einem Extrem ins andere fallen. Wenn Gottes Ordnung gerecht ist, lasst uns sie betrachten, indem wir uns an Tatsachen halten. Wie sehen diese aus ? - Nun, in geringen Mengen ist Wein völlig unschädlich. In größeren Mengen ist er der Gesundheit abträglich. Wein galt schon immer einerseits als ein edles Getränk, andererseits war er auch richtig angewandt ein Heilmittel, wie oben erwähnt. Etwas mehr Wein machte fröhlich und löste die Zunge, was durchaus weder gut noch böse war. Man sagte: "in vino veritas" = "Im Wein liegt die Wahrheit !". Im Übermaß getrunken berauscht er aber die Sinne und schädigt nach längerer Zeit den Körper erheblich. Das wußte man schon immer. Und genau vor diesem Übermaß warnten die alten Schriften. Vor allem sollten Priester und Beamte im Dienst nüchtern sein (siehe oben Aarons Söhne). Das sieht jeder ein. - Wissenschaftlich gesehen ist gelegentlich ein Gläschen Wein am Abend vor dem Zubettgehen eher positiv für die Gesundheit zu werten. Es entspannt. Eine große Lebensversicherung in den USA fand statistisch sogar eine höhere Lebenserwartung bei Menschen, die täglich ein Glas Wein tranken - nicht weniger, aber auch nicht mehr ! Was Gott aber so eingerichtet hat, wird auch der göttlichen Lehre entsprechen. So gesehen können wir ruhig ein Glas Wein oder Bier mit Freunden genießen, doch den täglichen Durst sollte man nicht mit Alkohol stillen.

Zum Schluß noch eine Überlegung zu den Geboten. Zwar gibt der Herr die Gebote stets nur für Männer und Söhne, siehe oben, doch sind auch Frauen gemeint.  Sie müssen sich im Patriarchat nach den Männern richten. Da heißt es: "Der Mann sei das Haupt des Weibes!". Ansonsten dürften die Frauen ja die Männer ihrer verheirateten Freundinnen und Nachbarinnen begehren, denn so ein Verbot gibt es wieder nur für Männer: "Du sollst nicht begehren deines nächsten Weib, Knecht oder Magd..."