Die Liebe und der Suff, die reiben den Menschen uff. . .


Letzteres ist mit Alkohol verbunden und da werden Muslime knapp gehalten. Es gibt tatsächlich nicht wenige Muslime, die wegen ihres Alkoholverbotes neidisch zu den Christen blicken, deren Heiland und Erlöser Jesus laut Bibel Wein trank und wo bei manchen kirchlichen Feiern sogar kostenlos Wein ausgeschenkt wird, z.B. beim evg. Abendmahl. Die christliche Monogamie schreckt sie aber wieder ab. Der Gott der Juden, Christen und der Muslime ist angeblich derselbe. Warum sollte er nur den Christen das Trinken von Alkohol erlaubt haben? Gehört das etwa zum Evangelium, zur frohen Botschaft? Sicher nicht! Warum verbot der alte Gott nicht auch das Rauchen? - Hier wollen wir aber nicht über die konträren Glaubensauffassungen der Menschen streiten, sondern neutral mit Verstand versuchen, das "Pro" und "Contra" des Alkohols darzustellen. Zunächst einmal, was gegen den Alkohol spricht, später dann die positive Seite:

Was spricht gegen den Alkohol?

Gott verbot den Alkohol aus dem gleichen Grunde, aus dem der Gesetzgeber heute Alkohol am Steuer verbietet, das Rauchen aber gestattet. Warum? - Nun, Alkohol ist ein in großen Mengen leicht herstellbares Rauschmittel, das süchtig machen kann, weil es schon in geringen Mengen ein Glücksgefühl hervorruft und vielfach die Zunge löst, die Sinne benebelt, Erleichterung bewirkt - nicht nur des Geldbeutels! Alkohol führt zu Fehleinschätzungen in vielen Situationen, was im Straßenverkehr tödlich enden kann. Alkohol beeinträchtigt die Selbstkontrolle und schnell sagt man etwas, was man bei einem klaren Verstand nie gesagt hätte. Deswegen liegt im Wein die Wahrheit: "in vino veritas". Drei Stellen aus der Heiligen Schrift, die gegen Alkoholkonsum sprechen:

Hosea4,11:"Wein und Most rauben den Verstand."

Lev 10,8-9: Jahwe sprach zu Aaron: "Wein und berauschendes Getränk dürft ihr, du und deine Söhne, nicht trinken, wenn ihr in das Offenbarungszelt geht, sonst müsst ihr sterben. Das ist eine für alle Zeiten von Geschlecht zu Geschlecht geltende Vorschrift..."

Lukas 1;14-16: "Er (=Johannes) wird dir Freude und Jubel sein, und viele werden sich freuen über seine Geburt, denn er wird groß sein vor dem Herrn. Wein und Berauschendes wird er nicht trinken, schon vom Mutterschoß an wird er mit heiligem Geist erfüllt werden, und viele Söhne Israels wird er bekehren zu dem Herrn, ihrem Gott."


Was spricht für den Alkohol?

An sehr vielen Stellen der alten Heiligen Schriften wird zwar vor dem Weintrinken gewarnt. Im Neuen Testament aber, mit dem Juden und Muslime nicht mehr übereinstimmen, wird Wein nicht mehr verboten.

Bei 1.Timotheus 5,23 heißt es: Trinke nicht ausschließlich Wasser, sondern genieße deines Magens und deiner häufigen Schwächeanfälle wegen ein wenig Wein."

Die Begründung: Reines Quellwasser stand damals nicht zur Verfügung und Trinkwasser war oft eine Quelle von Krankheiten. Heute wird Trinkwasser meist mit Chlor desinfiziert. Damals benutzte man für diesen Zweck eben Wein. Man mischte dem Wasser im Becher Wein hinzu, wodurch viele Mikroben getötet wurden. So gebraucht war Wein also recht nützlich und in vielen Drittländern wird heute noch Wein mit Wasser gemischt. Dazu wurde nicht so edler Wein verwendet. Teurer Wein wurde selbstverständlich zum Wasser-Verbessern nicht benutzt. Guter Wein wurde damals wie heute zu Festlichkeiten genossen.

In einer Geschichte verwandelte Jesus während einer Hochzeitsfeier Wasser in Wein und dieser schmeckte viel besser als alle anderen ausgeschenkten Weine. War das überhaupt eine realistische Begebenheit, die man wörtlich nehmen darf? Waren Jesus und Seine Jünger Weintrinker oder sogar Säufer, wie manche böswillig behaupten? Sicherlich nicht! Benutzen wir unseren Verstand in der Frage, ob Jesus das Weintrinken sanktionierte! Alle Geschichten in unserer Bibel dürfen wir heutzutage hinterfragen. Wir wissen, daß die Bibel unter Papst Damasus I entstand und vieles verfälscht wurde, was Kirchenvater Hieronymus selbst damals zugab und hier nachgelesen werden kann. Er stellte die Bibel im Auftrag der römischen Macht zusammen. Wir wollen unseren Verstand gebrauchen und verstehen. Das entspricht auch eher der christlichen Lehre. Wir wollen bei der Auslegung der "Heiligen Schriften" nicht von einem Extrem ins andere fallen. Halten wir uns an Tatsachen ! Wie sehen diese aus? - Nun, in geringen Mengen ist Alkohol unschädlich, kann sogar nützen, siehe oben. In größeren Mengen ist Alkohol der Gesundheit abträglich.

"Erlaubt ist die Menge, die nicht berauscht!"

Nur vor dem Übermaß warnen die alten Schriften. Vor allem sollten Priester und Beamte im Dienst nüchtern sein - siehe, was Gott Jahwe zu Aaron und dessen Söhnen sprach! Das leuchtet ein. - Medizinisch und wissenschaftlich gesehen ist ein Gläschen Wein am Abend vor dem Zubettgehen positiv für die Gesundheit zu bewerten. Es entspannt, soll nach Erkenntnissen von Lebensversicherungen sogar das Leben verlängern. Ein Glas Wein abends wird empfohlen, nicht mehr! Was Gott aber so eingerichtet hat, wird auch der göttlichen Lehre entsprechen. So gesehen können wir ruhig etwas Wein oder Bier mit Freunden genießen, doch den täglichen Durst sollte man nicht mit Alkohol stillen.